Basketball

Historisch! Towers werfen sich unaufhaltsam in die Play-offs

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Rainer Grünberg
T.J. Shorts (M.) war mit 22 Punkten bester Werfer der Towers beim Sieg gegen Oldenburg.

T.J. Shorts (M.) war mit 22 Punkten bester Werfer der Towers beim Sieg gegen Oldenburg.

Foto: Witters

Hamburger gewinnen auch das Spitzenspiel gegen Oldenburg – und feiern durch den neunten Sieg in Folge ihren bislang größten Erfolg.

Die Hamburg Towers sind in der Basketball-Bundesliga nicht zu stoppen. Mit 80:74 (23:19, 16:18, 15:8, 26:29) gelang ihnen gegen die EWE Baskets Oldenburg der neunte Sieg in Folge, mit dem sie sich endgültig in die Play-offs warfen, die Mitte Mai mit dem Viertelfinale beginnen.

Der erste Lohn für den größten Erfolg der jungen Vereinsgeschichte: Jeder Spieler erhielt eine schwarze Kappe mit der Aufschrift „Play-off, Digga“. Spielmacher T.J. Shorts mit 22 Punkten und der zwischenzeitlich schwächelnde Center Maik Kotsar (15/8 Rebounds) waren die besten Werfer der Hamburger.

Towers-Center Richter feiert erfolgreiches Comeback

Marvin Ogunsipe (Rücken) und Bryce Taylor (Fuß) fehlten bei den Towers, dafür kehrte Center Johannes Richter nach fast drei Monaten Verletzungspause (angebrochene Kniescheibe) zurück, verwandelte nach seiner Einwechslung gleich seine ersten beiden Würfe. Dabei sollte es bei ihm auch bleiben. Mit erfolgreichen Abschlüssen taten sich die Oldenburger dagegen zunächst schwer.

Die Towers führten nach 3:30 Minuten 12:0, ehe Rickey Paulding mit einem Dreier die Niedersachsen erstmals auf die Anzeigetafel warf. Der 38 Jahre alte US-Amerikaner hielt die Oldenburger fortan im Spiel, während die Defense der Towers mit bekannt unermüdlichem Einsatz immer wieder erfolgreich in die gegnerischen Angriffsaktionen eingriff, in der Luft, am Boden und am Mann.

Zehn Ballverluste der Oldenburger bis zur Halbzeitpause (insgesamt 15), sechs (zwölf) bei den Towers, ermöglichten den Hamburgern in den ersten 20 Minuten zudem fünf Korbwürfe mehr als dem Gegner. Die 37:25-Führung nach 16 Minuten schmolz allerdings bis zum Ende des zweiten Viertels auf 39:37.

Gelegentliche Dellen bis zur Schlusssirene

Die Oldenburger, das offensivstärkste Team der Liga, trafen aus 6,75 Metern Distanz, die Towers trotz zum Teil gut herausgespielter Wurfpositionen in dieser Phase aus keiner Entfernung.

Den dritten Durchgang prägten Fehlwürfe auf beiden Seiten, aber ebenfalls zwei aggressive Verteidigungen. Gerade mal zusammen 22 Punkte erzielten Hamburger und Oldenburger in diesen zehn Minuten, wobei die Towers davon 15 für sich verbuchten, ihren Vorsprung auf 54:45 vergrößerten.

Der hielt mit gelegentlichen Dellen bis zur Schlusssirene, weil sich Spielmacher T.J. Shorts des Öfteren durch die Oldenburger Defense dribbeln und einnetzen konnte. Entscheidende Unterstützung erhielt er in der 37. Minute von Terry Allen (neun Punkte), der per Dreier zum 71:65 traf.