Basketball

Liga sperrt Towers-Profi Michael Carrera nach Tätlichkeit

Michael Carrera ließ sich bei seinem Debüt für die Towers zu einem „disqualifizierenden Foul“ hinreißen und muss ein Spiel aussetzen.

Michael Carrera ließ sich bei seinem Debüt für die Towers zu einem „disqualifizierenden Foul“ hinreißen und muss ein Spiel aussetzen.

Foto: TayDucLam / WITTERS

Der Venezolaner muss das Spiel gegen Braunschweig vom Spielfeldrand verfolgen. Zudem muss er 2000 Euro Strafe zahlen.

Hamburg. Die Gewissheit kam am Mittwochmorgen. Dirk Horstmann, Spielleiter der Basketball-Bundesliga (BBL), hat Michael Carrera (26) von den Hamburg Towers wegen einer „Tätlichkeit im minderschweren Fall“ für ein Spiel gesperrt. Zudem muss der Venezolaner 2000 Euro Geldstrafe zahlen. Der Neuzugang hatte am vergangenen Sonnabend bei seinem Debüt gegen Bayreuth (81:95) in der 36. Minute seinem Gegenspieler Nate Linhart nach dessen Provokation einen Ellenbogenschlag gegen den Oberkörper verpasst und war daraufhin mit einem „disqualifizierenden Foul“ des Feldes verwiesen worden.

Somit fehlt der Forward am Freitagabend (20.30 Uhr/live bei magentasport.de) im Auswärtsspiel bei den Löwen Braunschweig. Der ehemalige Bamberger kann binnen drei Tagen Berufung gegen das Urteil einlegen. Allerdings werden die Towers und der Spieler das Strafmaß der BBL akzeptieren. „Es war ein hart geführtes Spiel, und in dieser Szene habe ich eine Linie überschritten. So etwas darf mir natürlich nicht passieren. Es tut mir leid für meine Jungs, aber es ist in der Hitze des Gefechts einfach geschehen. Ich kann es leider nicht rückgängig machen“, sagte Carrera.

Marshawn Powell hat seinen Spind geräumt

Nie mehr für die Towers wird indes Forward Marshawn Powell spielen. Der 29-Jährige, der am vergangenen Sonnabend aus dem Kader gestrichen wurde und sich daraufhin weigerte, in die Halle zu kommen, trainiert bereits nicht mehr mit der Mannschaft. Seinen Spind in der edel-optics.de Arena hat der US-Amerikaner auch schon geräumt. Aktuell wird von den Verantwortlichen um Sportdirektor Marvin Willoughby geklärt, wie sich eine mögliche Vertragsauflösung mit dem Topverdiener der Hamburger juristisch gestalten könnte. Erst wenn alles formal geklärt ist, will sich der Club in der Causa Powell offiziell erklären.

Unterdessen geht beim Tabellenletzten (1:8 Siege) die Suche nach Verstärkungen weiter. Die sportliche Leitung fahndet derzeit nach einem Shooting Guard, der in der Lage ist, sich selbst gute Würfe zu erarbeiten. Zwei Lizenzen können die Towers im Verlauf dieser Saison noch vergeben. Gut möglich, dass die Hamburger einen weiteren Center für den Kampf um den Klassenerhalt verpflichten werden.

Guard Tevonn Walker (26) ist nach seiner schweren Erkältung wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und kann am Freitagabend gegen Braunschweig wieder mitwirken.