Basketball

"Inakzeptabel!" Towers-Trainer Taylor fordert neue Spieler

Tevonn Walker (l.) von den Hamburg Towers sucht einen Weg vorbei an Ulms Zoran Dragic.

Tevonn Walker (l.) von den Hamburg Towers sucht einen Weg vorbei an Ulms Zoran Dragic.

Foto: nph / Hafner via www.imago-images.de / imago images/Nordphoto

Die Hamburger verlieren in der Basketball-Bundesliga in Ulm nach einer phasenweise kläglichen Vorstellung deutlich.

Ulm/Hamburg.  Die Hamburg Towers haben ihre Niederlagenserie in der Basketball-Bundesliga mit einer erneut phasenweise kläglichen Vorstellung fortgesetzt. Der Aufsteiger verlor vor 5906 Zuschauern in Ulm nach einer 15:7-Führung (5. Minute) mit 69:102 (16:22, 16:32, 17:32, 20:16), die siebte Pleite im achten Spiel, bleibt aber Vorletzter. Schlusslicht Weißenfels (MBC), das am zweiten Spieltag 104:83 in Wilhelmsburg gewann, hat eine Niederlage mehr auf dem Minuskonto. Die Korbdifferenz von –158 weist die Hamburger aber als derzeit schlechteste Erstligamannschaft aus.

Dem widerspricht selbst Towers-Trainer Mike Taylor nicht mehr. „Wir müssen schnell auf Bundesliganiveau kommen, nicht irgendwann, möglichst schon am nächsten Sonnabend zu Hause gegen Bayreuth“, sagte er nach dem Spiel bei seinem ehemaligen Club, den er von 2003 bis 2011 coachte. Taylor wurde von den Ulmer Fans mit Sprechchören empfangen.

Towers-Trainer Taylor stellt die Qualitätsfrage

Das war hinterher wenigstens ein kleiner Trost für ihn. Der US-Amerikaner beklagte einmal mehr mangelnde Intensität, besonders in der Verteidigung, fehlende Konstanz, Wettkampfhärte und schlechtes Zusammenspiel. „Wenn die Ulmer nach der Pause, nach einer Führung mit 22 Punkten, mit mehr Kampfgeist auf Feld zurückkehren, ist das inakzeptabel“, klagte Taylor und stellte indirekt erstmals auch öffentlich die Qualitätsfrage.

Fünf neue Spieler können die Towers in dieser Saison noch nachverpflichten, dringend benötigt werden ein robuster Center und ein Flügelspieler mit stabiler Dreierquote. Die Statistik schriet nach diesen Verstärkungen: Die Ulmer griffen sich 43:28 Rebounds, waren damit 15-mal mehr am Ball als die Hamburger, und sie versenkten zehn ihrer 23 Dreipunktewürfe (43,5 Prozent), die Towers gerade mal drei von 20 (15 Prozent).

Mannschaftsführer Beau Beech, der mit 33:32 am längsten auf dem Feld stand, war mit zwölf Punkten, davon zwei von fünf Dreiern (40 Prozent), noch der beste Hamburger Werfer. Marvin Ogunsipe (zwölf Punkte) hatte mit vier Treffern bei fünf Versuchen aus dem Feld die beste Quote. In dieser Verfassung dürfte es auch im vierten Anlauf schwer mit dem ersten Heimsieg werden. Am Sonnabend (20.30 Uhr) kommt Medi Bayeuth in die Edel-optics.de-Arena.