Fußball

FC St. Pauli will seinen Kader verkleinern

| Lesedauer: 2 Minuten
Andreas Bornemann ist Sportchef des FC St. Pauli

Andreas Bornemann ist Sportchef des FC St. Pauli

Foto: Timm Schamberger / dpa

Es geht um die Optimierung des Kaders. FC St. Pauli-Sportchef Andreas Bornemann spricht von "reduzieren und verschlanken“.

Hamburg. Während sich Spieler und Trainerteam seit dem Saisonende am 23. Mai im Urlaub erholen, bevor es am 17. Juni mit der Saisonvorbereitung losgeht, bereitet Andreas Bornemann beim FC St. Pauli die neue Zweitligaspielzeit vor: „Es geht um die Optimierung des Kaders“, sagt der Sportchef. „Wir wollen reduzieren und verschlanken.“

30 Spieler stehen Stand jetzt unter Vertrag, das ist zu viel. Am Freitag schloss sich Maximilian Franzke (22) fest dem Drittligisten 1. FC Magdeburg an, wohin er zuvor verliehen war. Florian Carstens und Kevin Lankford (beide Wehen Wiesbaden/3. Liga) sind bereits verkauft. Bekannt ist, dass sich Bundesligavereine mit Daniel-Kofi Kyereh und Finn Ole Becker beschäftigen. „Man wünscht sich immer, dass sich Spieler weiterentwickeln und für andere interessant werden“, sagt Bornemann, „es liegen uns aber noch keine konkreten Anfragen für beide vor.“

Beim FC St. Pauli stehen 30 Spieler unter Vertrag - zu viel

Da die Bundesliga am 13. August drei Wochen nach der Zweiten Liga beginnt, herrscht im Oberhaus bei der Personalplanung noch relative Ruhe. „Irgendwann werden dort Entscheidungen getroffen, die Auswirkungen auf uns haben können“, weiß Bornemann. Damit meint er nicht nur den (möglichst teuren) Verkauf von eigenen Spielern, sondern auch die Leihe von Profis, die sich in der Vorbereitung nicht durchsetzen konnten. „Man kann nicht davon ausgehen, dass vor August da etwas passiert.“

So hofft St. Pauli darauf, dass Rodrigo Zalazar erneut von Eintracht Frankfurt zu leihen ist: „Ob das geht, wissen wir frühestens in der dritten oder vierten Vorbereitungswoche.“ Bei Omar Marmoush, der zum VfL Wolfsburg zurückmusste, sind die Chancen geringer. Mit dem Ägypter befasst sich die SpVgg Greuther Fürth, deren sportliche und finanzielle Möglichkeiten sich durch den Bundesligaaufstieg verbessert haben. St. Pauli kann da nicht mithalten.

Der FC St. Pauli bestreitet am 26. Juni ohne Zuschauer ein Testspiel bei Hannover 96.

( ah )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: St. Pauli