St. Pauli in der Einzelkritik

Kapitän Knoll schwächt sein Team – Brodersen ganz ruhig

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Carsten Harms und Alexander Berthold

Zwischen Schlampigkeit, Umtriebigkeit und ganz viel Pech: So agierten St. Paulis Profis beim 1:1 gegen die Würzburger Kickers.

Würzburg/Hamburg. Der FC St. Pauli hat sich bei den Würzburger Kickers in Unterzahl einen Punkt für die Moral erkämpft. Hier sind die Hamburger Profis nach dem 1:1 in der Einzelkritik:

Svend Brodersen: Seinen Patzer aus dem Fürth-Spiel merkte man ihm ebenso wenig an wie das Torwarttheater der vergangenen Tage. Erschreckend harmlose Würzburger haben ihn aber auch kaum gefordert.

Sebastian Ohlsson: Der Schwede hatte seine Seite weitestgehend im Griff, kassierte aber die fünfte Gelbe Karte und fehlt somit am Sonnabend im Nordderby gegen Kiel.

Philipp Ziereis: Im Zweikampf sehr konsequent, dafür hatten seine langen Bälle die Streuung einer Schrotflinte.

Marvin Knoll: Erneut ungeschickt einen Elfmeter verursacht und später völlig berechtigt vom Platz geflogen. Der Kapitän schwächte damit sein Team.

Leart Paqarada: Bisher konnte der Nationalspieler des Kosovo noch kein überzeugendes Spiel für den Kiezclub abliefern. Dabei blieb es.

Afeez Aremu (bis 79.): Der Abräumer begann stark verbessert, sein schlampiger Pass sorgte aber mit für den Platzverweis für Knoll.

Leon Flach (ab 79.): Sofort auf Betriebstemperatur.

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Rico Benatelli: Gegen seinen ehemaligen Club extrem umtriebig, ballsicher und präsent, was mit dem wichtigen Tor zum 1:1 belohnt wurde.

Daniel-Kofi Kyereh (bis 70.): Hatte Pech, als er in Minute 14 den Pfosten traf. St. Paulis bester Torschütze strahlte wenigstens etwas Gefahr aus. Seine Auswechslung kam etwas überraschend.

Omar Marmoush: Der Leihprofi aus Wolfsburg feierte ein unauffälliges und etwas zu hektisches St.-Pauli-Debüt.

Finn Ole Becker (bis 70.): Das Eigenwächs wich oft auf die rechte Seite aus. Über Ansätze kam er aber nicht hinaus. Musste gelb-rot-gefährdet vom Platz.

Rodrigo Zalazar (ab 70.): Hatte Glück, dass er nach wenigen Sekunden nicht einen Elfmeter verursachte. Darüber hinaus konnte der Joker aber keine Impulse liefern.

Maximilian Dittgen (bis 43.): Ein schwacher Auftritt. Bekam seine PS von Beginn an nicht auf den Rasen. Musste aus taktischen Gründen raus.

Adam Dzwigala (ab 43.): Der Pole rückte für Knoll in die Innenverteidigung und machte einen soliden Job.

Igor Matanovic (bis 79.): Der Youngster war ein Lichtblick. Beweglich, immer anspielbar und mit Pech bei seinem Lattenkopfball in der ersten Halbzeit. Der Auftritt machte Lust auf mehr.

Simon Makienok (ab 79.): War noch mit dabei.

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