Bilanz 2019/20

St. Pauli muss erstmals nach zehn Jahren ein Minus verbuchen

St. Paulis Vizepräsident Carsten Höltkemeyer musste Corona-bedingt rote Zahlen übermitteln.

St. Paulis Vizepräsident Carsten Höltkemeyer musste Corona-bedingt rote Zahlen übermitteln.

Foto: Tay Duc Lam / WITTERS

Corona hat die Positiv-Serie des Kiezclubs beendet. Die Einnahmen fielen vier Millionen Euro geringer aus als erwartet.

Hamburg.  Die Corona-Pandemie hat eine bemerkenswerte Positivserie des FC St. Pauli beendet. Erstmals seit dem Geschäftsjahr 2009/10 hat der Club wieder einen finanziellen Verlust erlitten. Dieser fällt mit rund 500.000 Euro für den Gesamtkonzern, also den Verein inklusive seiner drei Gesellschaften, allerdings angesichts der erheblichen Mindereinnahmen durch die vier Geisterspiele zum Ende der vergangenen Saison noch sehr moderat aus.

Am Sonntag erläuterte St. Paulis Vizepräsident Carsten Höltkemeyer im Rahmen der virtuellen „Townhall“ den rund 300 an der Zoom-Konferenz teilnehmenden Mitgliedern die wichtigsten Zahlen für das am 30. Juni abgelaufene Geschäftsjahr 2019/20.

Corona kostet FC St. Pauli vier Millionen Euro

Danach blieben die Einnahmen aus den Bereichen Spieltag, Vermarktung, mediale Verwertung, Merchandising sowie Catering und Events coronabedingt bis zum 30. Juni um rund vier Millionen Euro unter der Planung.

Dem standen finanziell positive Effekte durch ein Kostensenkungsprogramm, Gehaltsverzichte, Kurzarbeit, Spielertransfers während der Saison (Mats Möller Daehli) und Verzichte auf Ticketerstattungen von rund 2,8 Millionen Euro gegenüber.

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Anders gesagt: Ohne Corona hätte der FC St. Pauli das Geschäftsjahr erneut mit einem ansehnlichen Gewinn abgeschlossen. Auf Nachfrage stellte Präsident Oke Göttlich danach klar, dass Ex-Trainer Jos Luhukay den Verein im aktuellen Geschäftsjahr nicht mehr wirtschaftlich belastet.