St.-Pauli-Einzelkritik

Penney bekam Grenzen aufgezeigt – und von Buballa erklärt

Der FC St. Pauli ließ im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt keinen Klassenunterschied erkennen. Oder doch? Die Einzelkritik.

Hamburg. Wären alle Spieler des FC St. Pauli in der aktuellen Form von Daniel Buballa, wäre die Überraschung im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt wohl möglich gewesen. So kann man zwar Komplimente verteilen, doch zum Achtelfinale hat es für den Hamburger Zweitligaclub nicht gereicht. Die Einzelkritik zum 1:2.

Müller: Drei Minuten stand die Null beim Ex-Fußball-Rentner. Bei beiden Gegentoren von Frankfurts Dost eiskalt erwischt. Ansonsten war es ein sehr ruhiger Abend für den Ersatzkeeper.

Kalla (bis 79.) Die „Schnecke“ ist eben kein Flugtier. In Kopfballduellen – wie seine Nebenleute – ohne Chance. Am Boden mit Kampf, Herz und guter Zweikampfführung.

Conteh (ab 79.): Bitterer Abend für den Sprinter. Nach neun Minuten verletzte sich der Youngster.

Östigard: Die Erkenntnis des Abends: Eine Zahnwurzelbehandlung macht mehr Spaß als ein Kopfballduell gegen den 1,96-Meter-Riesen Dost. Ansonsten zeigte das Toptalent, dass er auch Bundesliga spielen könnte.

Buballa: Auch gegen einen Europa-League-Teilnehmer mit ganz starker Leistung. Der Aushilfs-Innenverteidiger ist in der Form seines Lebens.

Knoll: St. Paulis Mittelfeldmotor testete in Minute 24 die Haltbarkeit des Pfostens. Sonst war es irgendwie nicht der Abend des Publikumslieblings.

Flum (bis 84.): Gegen seinen Ex-Club überraschend in der Startelf, enttäuschte der Routinier trotz kleinerer Stockfehler nicht.

Becker (ab 84.): War mit dabei.

Ohlsson: In der Rückwärtsbewegung deutlich stärker als im Vorwärtsgang. Ein solider Auftritt des Schweden.

Möller Daehli (bis 87.) Frankfurt hatte mit dem wuseligen Norweger große Probleme. Zu selten kamen zielgerichtete Aktionen dabei herum. Hätte kurz vor dem Halbzeitpfiff einen Elfmeter bekommen können.

Tashchy (ab 87.): Sollte die Verlängerung mit erzwingen.

Sobota: Ohne Nerven vom Elfmeterpunkt und mit einem der besten Spiele der jüngeren Vergangenheit. Aktiv, robust und mit vielen guten Entscheidungen.

Penney: Der Linksaußen bekam defensiv seine Grenzen aufgezeigt und von Kapitän Buballa jeden Fehler lautstark und gestenreich erklärt.

Gyökeres: Zielte mit dem Kopf (12.) zu hoch, mit dem Fuß (34.) zu ungenau und hat das falsche Bein in Minute 58 gewählt. Es passte zum unglücklichen Auftritt des Youngsters.