Hamburg

FC St. Pauli bringt eigene Eiscreme heraus – für guten Zweck

So sieht das neue Eis des FC St. Pauli aus.

So sieht das neue Eis des FC St. Pauli aus.

Foto: Ben & Jerry's

Der Verein arbeitet mit einem amerikanischen Speiseeishersteller zusammen. Auch die Verpackung hat einen lokalen Bezug.

Hamburg. Seit Freitag kann man sich den FC St. Pauli auch schmecken lassen: Gemeinsam mit der Eismarke Ben & Jerry's und der Amadeu Antonio Stiftung brachte der Fußballverein eine limitierte Eissorte heraus. Mit dem Karamell-Eis möchte der Verein gegen Rassismus und Homophobie vorgehen.

Dafür stehe auch der Name Melting Pott. "Alle zusammen für eine Gesellschaft in der kein Mensch illegal ist und jede Sorte willkommen ist, ein Melting Pot eben", so eine Sprecherin des amerikanischen Speiseeisherstellers über die Bezeichnung. Martin Drust vom FC St. Pauli fügt hinzu: "Der FC St. Pauli tritt schon seit Jahrzehnten für eine diskriminierungsfreie Welt ein. Umso schöner, dass wir jetzt mit Ben & Jerry's ein Zeichen setzen können: einen Eisbecher mit Haltung. Für den Fußballverein stehe der Name für eine offene Gesellschaft in der kein Platz für Rassismus und Homophobie sei.

FC St. Pauli unterstützt mit Eis Initiativen

Das neue Eis des FC St. Pauli ist die erste lokal für Deutschland entwickelte Eissorte des amerikanischen Speiseeisherstellers, dessen Produkte seit 2002 auch in Deutschland erhältlich sind. Das auffällige Design der Eisverpackung sei von der Street Art in St. Pauli inspiriert, so die Sprecherin.

Der Melting Pott ist ab sofort im Handel. Mit seinem Verkauf werden Initiativen unterstützt, die sich für Solidarität, Gleichstellung und Vielfalt einsetzen. Das gemeinsame Ziel sei es, durch den Verkauf der limitierten Edition Spenden in Höhe von 150.000 Euro zu erzielen, so die "Ben & Jerry's"-Sprecherin.

Ein Bündnis aus Ben & Jerry's, dem Verein Kiezhelden des FC St. Pauli und der Amadeu Antonio Stiftung wolle nach die Gelder ab Januar 2020 verteilen. Bis dahin können sich Projekte bewerben, die mit 500 bis 5000 Euro eine Grundlage erhalten, um die Gesellschaft inklusiver zu machen.