Zweite Bundesliga

FC St. Pauli: Diarra fühlt sich fit für Stadtderby gegen HSV

Youba Diarra ist
bis Sommer 2020
von RB Salzburg
ausgeliehen.

Youba Diarra ist bis Sommer 2020 von RB Salzburg ausgeliehen.

Foto: Witters

Der neue Mittelfeldspieler des FC St. Pauli kämpft um einen Platz im Team. Diarra kann als Sechser, Achter und Zehner spielen.

Hamburg. Sein erstes trainingsfreies Wochenende in der neuen Heimat hätte sich vom Wetter her schöner kaum präsentieren können. Sonne, angenehme 20 Grad. Für Youba Diarra (21) die beste Gelegenheit, sich in Hamburg einzuleben. „Mir fehlt aber das afrikanische Essen“, sagt der Neuzugang des FC St. Pauli, der für ein Jahr von RB Salzburg ausgeliehen ist.

Für den defensiven Mittelfeldspieler ist es keine neue Erfahrung, sich in einem neuen Umfeld zurechtzufinden. St. Pauli ist für Diarra nach Salzburg, SC Wiener Neustadt und FC Liefering bereits der vierte Club in Europa, für den er die Fußballschuhe schnürt. „Österreich und Deutschland haben ähnliche Kulturen, der Fußball ist ähnlich. Ich bin sehr froh, bei St. Pauli zu sein. Meine ersten Tage hier waren sehr gut“, erklärt Diarra, der seit Januar 2018 in Europa ist.

Diarra lebt seinen Traum

Beschweren will sich der Neu-Hamburger über die vielen Vereinswechsel nicht. Diarra lebt seinen Traum. Mit dem Fußball hatte der Mittelfeldspieler im Alter von sechs Jahren in einer Akademie in seiner Heimat Mali begonnen. „Die haben eine Kooperation mit Salzburg. Dort haben sie Videos von mir gesehen und mich zu einem Probetraining eingeladen. Und dann hat der Wechsel geklappt“, blickt Diarra zurück.

In Salzburg halten sie große Stücke auf den technisch versierten Profi. Unmittelbar vor seiner Leihe wurde der Vertrag in Österreich bis 2024 verlängert. Nun soll er in Hamburg Spielpraxis sammeln, damit er perspektivisch bei RB Salzburg eine größere Rolle einnehmen kann. „Ich kannte St. Pauli vorher nicht, habe eher Bundesliga, die französische Ligue 1 oder die Premier League geschaut“, erklärt Diarra, der am vergangenen Mittwoch im Testspiel gegen Aalborg BK (0:2) erstmals mit den neuen Kollegen auf dem Rasen stand.

Deutlicher körperlicher Rückstand

Die Partie gegen die Dänen zeigte, dass der Mittelfeldspieler, der sowohl als Sechser, Achter und Zehner spielen kann, noch deutlichen körperlichen Rückstand im Vergleich zu seinen Kollegen hat. Vor acht Monaten hatte sich Diarra in einem Ligaspiel gegen Austria Wien einen Kreuzbandriss zugezogen. „Das war meine bisher schwerste Verletzung“, sagt er, „aber ich habe sehr viel gearbeitet, um schnell wieder fit zu werden. Jetzt fühle ich mich gut“, fügt der Profi an.

Ob es bereits für einen Kaderplatz im Derby am kommenden Montag gegen den HSV reichen wird, ist ungewiss. Trainer Jos Luhukay hat seinem neuen Profi aus Mali für den Fall der Fälle bereits erklärt, was für eine Partie auf ihn zukommen könnte. „Er hat mir gesagt, dass es für die Fans und den gesamten Club ein großes und wichtiges Spiel ist“, sagt Diarra, der sich auf Deutsch und Französisch verständigen kann.