St. Paulis Einzelkritik

Traumdebüt für Lawrence – wuseliger Flügelstürmer Conteh

Torschütze mit Turbo: St. Paulis Christian Conteh traf zum 2:0.

Torschütze mit Turbo: St. Paulis Christian Conteh traf zum 2:0.

Foto: Witters

Torhüter Himmelmann bügelte beim Heimsieg gegen Kiel die Fehler seiner Vorderleute aus. Die Einzelkritik der Kiezkicker.

Hamburg. Dank der besten Saisonleistung und eines Traumdebüts des neuen Abwehrchefs James Lawrence ist dem FC St. Pauli der erhoffte Befreiungsschlag in der Zweiten Liga geglückt. Die Kiezkicker kamen am Montagabend durch die Treffer von Neuzugang Lawrence (49. Minute) und Christian Conteh (66.) zu einem 2:1 (0:0) gegen Holstein Kiel und verließen damit die Abstiegsränge. Der Treffer durch Makana Baku (81.) war für die Kieler zum Abschluss des 4. Spieltags in einem packenden Nordduell zu wenig. Die Einzelkritik der Kiezkicker:

Himmelmann: Aufmerksam, wach. Immer unter Spannung, bügelte auch Fehler seiner Vorderleute aus.

Kalla (bis 45.): Insgesamt solider Auftritt des Routiniers in der Dreierkette rechts. Hatte mit dem schnellen Baku dennoch manchmal Probleme. Zur Halbzeit raus wehen Gelb-Rot-Gefahr.

Lankford (ab 46.): Arbeitete in der Kieler Druckphase mit nach hinten. Entlastung brachte er nur selten.

Lawrence: Von solch einem Debüt träumt der Profi: der Waliser zeigte eine gute Ausstrahlung als Abwehrchef, gewann zahlreiche Kopfbälle und brachte sein Team auch noch in Führung.

Buballa: Die Kapitänsrolle gefällt ihm offenbar immer mehr. Ließ über seine linke Seie nur wenig zu, praktisch fehlerlos.

Knoll: Seine kämpferischen Qualitäten sind so unbestritten wie die seiner Freistöße. Fußballerisch aber stand er einige Male neben sich.

Becker (bis 68.): Der Junge macht wirklich Spaß. Er hat die Ideen, er traut sich was, er zieht das Spiel an. Und er kämpft auch mit Turban wie in der ersten Hälfte.

Hoffmann (ab 68.): Sollte im defensiven Mittelfeld stabilisieren.

Möller Daehli: Kilometerfresser, leider oft mit einem Kringel zu viel.

Miyaichi: Gefährlicher Unruhestifter in der ersten Halbzeit mit seiner Schnelligkeit. Musste im zweiten Durchgang für Kalla verteidigen, da merkte man seine Unerfahrenheit auf der Position.

Conteh (bis 84.): Schnell, wuselig, unkonventionell. Wieder ein toller Auftritt des Nachwuchsstürmers, den der 19-Jährige mit dem 2:0 krönte. Das machte er abgezockt wie ein Alter.

Sobota (ab 84.): Der Routinier sollte helfen, den Vorsprung zu sichern.

Penny: Nervöser Start des zweiten Debütanten auf der linken Seite. Die ersten Aktionen misslangen ihm, kein Wunder nach neun Monaten Pflichtspielpause. Die hat er erneut: Sah spät Gelb/Rot.

Diamantakos: Gut. Wichtige Anspielstation im Zentrum. Beschäftigte ständig die Kieler Verteidiger und schaffte dadurch Räume.