Zweite Bundesliga

St.-Pauli-Einzelkritik: Conteh schnell, Buballa robust

Im ersten Saisonspiel reichte es bei Arminia Bielefeld nur zu einem Unentschieden. Wie sich das Team von Jos Luhukay schlug.

Beinahe hätte der FC St. Pauli den ersten Sieg im ersten Spiel der neuen Saison über die Zeit gerettet. Doch kurz vor knapp glichen die Bielefelder aus. So kommen die Kiez-Kicker mit nur einem Punkt im Gepäck nach Hause. Die Spieler in der Einzelkritik:

Himmelmann: Musste lange Zeit nur bei langen Bällen auf Bielefelds Stürmer aufmerksam sein. Zu Paraden wurde er erst in der zweiten Halbzeit gezwungen und hatte Glück, dass Yabos Schuss nur an die Unterkante der Latte (48.) flog. Beim Gegentor machtlos.

Park: Kam überraschend anstelle Kallas in die Startelf und hatte erhebliche Schwierigkeiten, den gefährlichen Andreas Voglsammer unter Kontrolle zu halten.

Avevor: Der neue Kapitän lieferte sich mit Arminias Mittelstürmer Fabian Klos heiße Duelle und verhinderte lange, dass der Bielefelder „Fußballgott“ eine echte Torchance hatte.

Knoll: Musste sich als Innenverteidiger neben Avevor auf seine defensiven Aufgaben konzentrieren. Das machte er weitgehend unspektakulär und zuverlässig.

Buballa: Auf seiner linken Außenbahn kamen die Bielefelder mehr als einmal durch und zu Flanken in den Strafraum. In den direkten Zweikämpfen bewies der neue Vize-Kapitän Robustheit.

Hornschuh (bis 63.): Bei seinem Zweitliga-Comeback fehlte ihm noch das richtige Timing bei seinen Pässen auf die Außenbahn. Insgesamt aber solide.

Hoffmann (ab 63.): Bitteres Zweitligadebüt des langen Defensivspielers, der Torschütze Prietl laufen ließ.

Miyaichi: Seine Sturmläufe über die rechte Seite waren nur im Ansatz gefährlich. Wenn es darauf ankam, verdribbelte er sich zu oft.

Möller Daehli (bis 80.): Ein Gewinn als Lenker im zentralen Mittelfeld, bereitete das 1:0 vor, baute in der zweiten Halbzeit aber ab.

Zehir (ab 80.): Sollte in der Schlussphase für mehr defensive Stabilität sorgen. Die Mission scheiterte.

Becker: Das große Talent leitete den Konter ein, der zum 1:0 führte. Ansonsten waren seine technisch guten Aktionen meist nicht so effektiv.

Conteh: Brauchte 20 Minuten, um sich an Zweitligafußball zu gewöhnen und spielte dann nicht nur beim 1:0 seine Schnelligkeit aus.

Diamantakos: Arbeitete fleißig in vorderster Front, ohne wirklich torgefährlich zu sein. Als Anspielstation aber wichtig.