FC St. Pauli

Mit 35 Kilometer pro Stunde auf dem Weg zum Stammspieler

Kevin Lankford hat bei St. Pauli einen Vertrag bis  Juni 2022.

Kevin Lankford hat bei St. Pauli einen Vertrag bis Juni 2022.

Foto: WITTERS

St. Paulis Außenbahnspieler Kevin Lankford hofft auf neue Chance gegen Duisburg. In Sachen Tempo ist er weit vorn.

Hamburg.  Es war eine handfeste Überraschung, als Kevin Lankford vor gut einer Woche plötzlich in der Startelf des FC St. Pauli auftauchte. Bis dahin hatte der in der Winterpause vom Zweitliga-Konkurrenten 1. FC Heidenheim gekommene, offensive Außenbahnspieler noch nicht eine Punktspielminute für seinen neuen Arbeitgeber absolviert.

Und dann durfte er im Spiel beim SV Sandhausen gleich von Beginn an dabei sein. Eine schöne Erfolgsgeschichte wurde daraus bekanntlich nicht. St. Pauli verlor 0:4, und der erst 20 Jahre alte Lankford konnte inmitten eines desolaten Teams auch nur punktuell seine Stärken wie Schnelligkeit und Offensivdribbling zeigen. „Er hatte es ordentlich gemacht, hatte aber auch Ballverluste“, lautete das differenzierte Urteil von Trainer Markus Kauczinski.

Vorbereitung aufs Heimspiel

„Es war noch sehr viel Luft nach oben. Wenn es insgesamt nicht so läuft, ist es auch relativ schwierig, etwas zu kreieren“, bewertete der 1,86 Meter große Lankford selbst seine Leistung. Der Blick geht aber vor allem nach vorn. Nach dem insgesamt zufriedenstellenden 1:0-Testspielsieg am vergangenen Donnerstag gegen den dänischen Erst­ligisten Vejle BK beginnt von diesem Montag an die Vorbereitung auf das Heimspiel am Freitag (18.30 Uhr ) gegen den MSV Duisburg.

„Das Wichtigste ist, dass wir jetzt gegen Duisburg wieder ein anderes Gesicht zeigen“, sagt Lankford. Der Test gegen Vejle sei ein positives Erlebnis gewesen, das ihn und seine Mitspieler jetzt gestärkt in die Woche gehen lasse. „Mit harter Arbeit müssen wir uns das Selbstvertrauen irgendwie zurückholen“, sagt er weiter.

Höchstgeschwindigkeit 35 Stundenkilometer

Dabei hofft Lankford auf weitere Chancen, sich auf dem Spielfeld zeigen zu dürfen. „Nach meinem ersten Einsatz für St. Pauli werde ich mich jetzt sicher nicht zurücklehnen. Vielmehr möchte ich mir so viel Einsatzzeit wie möglich erarbeiten“, sagt er. Die nächste Möglichkeit könnte für ihn schon gegen Duisburg kommen, da sich im Test gegen Vejle seine internen Konkurrenten Ryo Miyaichi und Waldemar Sobota nicht sonderlich profilieren konnten.

In Sachen Tempo kann Lankford auf jeden Fall auch mit dem flinken Japaner Miyaichi mithalten. Eine Höchstgeschwindigkeit von 35 Kilometern pro Stunde sei kürzlich im Rahmen der GPS-Aufzeichnungen im Training gemessen worden. „Ich bin oft oben dabei“, berichtet der Deutsch-Amerikaner, dessen Vater aus dem US-Bundesstaat Virginia stammt, über den internen Vergleich der besten Sprinter.