Zweite Bundesliga

Später Ausgleich dämpft St. Paulis Aufstiegshoffnung

Die Hamburger kamen im Millerntor-Stadion gegen Dynamo Dresden nicht über ein 1:1 hinaus und liegen nun auf dem vierten Platz.

Hamburg. Der FC St. Paul hat im Rennen um die Aufstiegsränge in der Zweiten Bundesliga zwei Punkte liegen gelassen. Die Hamburger kamen gegen Dynamo Dresden nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und liegen nun zwei Zähler hinter dem Tabellendritten Union Berlin auf dem vierten Platz.

Besonders bitter aus Sicht der Gastgeber waren vor allem die beiden Ausfälle von Stratege Marvin Knoll (muskuläre Oberschenkelprobleme) und Außenbahnspieler Mats Møller Dæhli (Knieprellung). "Mit Mats und Knolli sind uns zwei wichtige Säulen der letzten Wochen weggebrochen", klagte Trainer Markus Kauczinski.

St.-Pauli-Fan reanimiert – und von Dresdnern beworfen

Jeremy Dudziak brachte vor 29.546 Zuschauern kurz nach der Pause (47.) die Gastgeber, die in den vergangenen zehn Spielen nur eine Niederlage kassierten, in Führung. Dresden, seit vier Partien auswärts sieglos, glich verdient durch Jannik Müller aus (86.). St. Pauli hatte gerade mal 39 Prozent Ballbesitz und bettelte in der Schlussphase um den Ausgleich. "Nach dem Tor sorgen wir für zu wenig Entlastung. Wir müssen lernen, so ein Spiel auf unsere Seite zu ziehen und aus unseren Kontern mehr zu machen. Das ist der Weg, den wir vor uns haben", sagte Kauczinski.

Fan-Protest gegen Spielplan

In der ersten Hälfte schwiegen die Fans im ausverkauften Stadion – aus Protest gegen die Zerstückelung der Spieltage. Darunter schien vor allem die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski zu leiden, die ohne die gewohnte Millerntor-Atmosphäre kaum etwas Konstruktives zustande brachten. Außer einem Abseitstor von Waldemar Sobota (19.) gelang in der Offensive nichts.

St. Paulis Profis in der Einzelkritik

Nach dem Seitenwechsel dauerte es keine zwei Minuten, bis die Hamburger mit der üblichen Unterstützung ihres Angangs das 1:0 erzielten. Der Schuss von Sami Allagui wurde noch abgeblockt, Dudziak traf im Nachschuss. Der späte Ausgleich war allerdings aufgrund der Spielanteile verdient. So schossen die Sachsen (10 Abschlüsse) dreimal mehr aufs Tor als St. Pauli.

Die Statistik

St. Pauli: Himmelmann - Zander, Ziereis, Avevor, Buballa - Knoll (24. Zehir), Dudziak - Miyaichi (74. Sahin), Sobota - Allagui, Möller Daehli (36. Veerman). - Trainer: Kauczinski

Dresden: Schubert - Jannik Müller, Dumic, Hamalainen - Berko (80. Duljevic), Benatelli (71. Ebert), Nikolaou, Heise - Aosman, Kone, Atik (80. Kreuzer). - Trainer: Walpurgis

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Tore: 1:0 Dudziak (47.), 1:1 Jannik Müller (86.)

Zuschauer: 29.546 (ausverkauft)

Gelbe Karten: Zehir, Dudziak (3) - Dumic (4), Kreuzer (3)

Torschüsse: 7:10

Ecken: 1:3

Ballbesitz: 39:61 %