Vor Spiel gegen Dresden

St. Pauli droht der Ausfall des nächsten Leistungsträgers

Marvin Knoll (l.) wackelt, Christopher Buchtmann (2.v.l.) fällt definitiv aus.

Marvin Knoll (l.) wackelt, Christopher Buchtmann (2.v.l.) fällt definitiv aus.

Foto: Imago/Oliver Ruhnke

Doch auch Gegner Dynamo plagen Sorgen. St. Paulis Trainer Kauczinski äußert Verständnis für den Stimmungsboykott.

Hamburg. Der FC St. Pauli muss im Heimspiel der zweiten Fußball-Bundesliga am Sonnabend (13.00 Uhr) gegen Dynamo Dresden gleich auf mehrere Leistungsträger verzichten. Die Mittelfeldspieler Christopher Buchtmann (Muskelfaserriss), Richard Neudecker (Außenbandriss) und Johannes Flum (krank) werden nicht einsatzfähig sein. Zudem ist der Einsatz von Marvin Knoll ungewiss. Der defensive Mittelfeldspieler konnte am Donnerstag nicht mittrainieren.

"Er hat Zug auf dem Oberschenkel. Das könnte vom Rücken oder von der Hüfte kommen. Wir gehen aber davon aus, dass wir das im Griff haben. Abschätzen können wir das allerdings erst am Freitag", sagte Trainer Markus Kauczinski am Donnerstag in der Hansestadt.

Kauczinski warnt vor Stürmer Koné

Der FC St. Pauli steht nach 14 Spieltagen mit 24 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Dynamo Dresden rangiert auf Position zehn, hat allerdings nur drei Punkte weniger auf dem Konto als die Hamburger – doch mindestens ebenso große Personalsorgen. Denn neben den Abwehrspielern Marco Hartmann und Linus Wahlqvist fehlt auch Mittelfeldspieler Patrick Möschl. Zudem ist der Einsatz der beiden Abwehrakteure Philip Heise und Florian Ballas noch fraglich. Coach Maik Walpurgis hofft aber, dass er auf das Duo zurückgreifen kann.

Kapitän Hartmann fällt wegen eines Rippenbruches den ganzen Dezember aus, sagte Walpurgis am Donnerstag. Rechtsverteidiger Wahlqvist fehlt nach einer Stressfraktur im Sitzbeinbereich ebenfalls bis zur Winterpause. Möschl muss nach einem operativen Eingriff aufgrund eines Sehnenabrisses im rechten Oberschenkel auch mehrere Wochen pausieren.

Kauczinski versteht den Stimmungsboykott

Kauczinski schätzt den Gegner trotz der Ausfälle als stark ein: „Dynamo Dresden ist kombinationssicher, technisch stark und verfügt über ein gutes Kombinationsspiel. Mit Moussa Koné spielte einer der besten Stürmer der Liga dort. Auf ihn müssen wir besonders aufpassen."

Zudem äußerte der Trainer Verständnis für den angekündigten bundesweiten Stimmungsboykott der Fans. "Ich verstehe die Fans. Sie wollen Anstoßzeiten, die für sie Sinn machen. Das wird uns zwar treffen, aber irgendwie muss man ja seine Kritik äußern“, meinte der Coach. "Ich freue mich, wenn es in der zweiten Halbzeit losgeht. 27.000 Zuschauer im Rücken sind eine Macht.“