Kiezkicker

FC St. Pauli trennt sich von "Fußballgott" Fabian Boll

Fabian Boll und der FC St. Pauli trennen sich nach 14 Jahren

Fabian Boll und der FC St. Pauli trennen sich nach 14 Jahren

Foto: Imago/Michael Schwarz

Der ehemalige Kapitän und U23-Co-Trainer will sich laut Verein eine Auszeit nehmen. Erst kürzlich war die Rede von Sparmaßnahmen.

Hamburg.  In der Profimannschaft des FC St. Pauli war der Kommissar jahrelang Konstante und Publikumsliebling. Seit 14 Jahren ist Fabian Boll beim Verein, zuletzt als Co-Trainer bei U23-Mannschaft. Doch nun ist die Zeit des 36-Jährigen bei den Kiezkickern vorbei. Am heutigen Sonntag gab der Verein bekannt, dass sich Boll eine Auszeit nehmen möchte und die Zusammenarbeit beendet wird. Und das kurz nachdem Bolls Nachwuchsspieler den Klassenerhalt in der Regionalliga Nord eintüten konnten.

Boll, der den FC St. Pauli seinen „Herzensverein“ nennt, sagt zu seinem Rückzug: „Ich werde mich fortbilden und weitere relevante Lizenzen erwerben. Zudem strebe ich die eine oder andere Hospitation an, um mich als Trainer auch in der Praxis weiterzubilden.“

Einsparungen bei der U23-Mannschaft?

Zuvor hatte sich Boll mit Sportgeschäftsleiter Thomas Meggle zusammengesetzt. Meggle: „Wir schätzen Bolls Arbeit als Co-Trainer der U23 sehr. Wir konnten ihm aber derzeit kein Angebot unterbreiten, das seinen Wünschen und Fähigkeiten entsprach.“ Daher habe man sich verständigt, die Zusammenarbeit vorerst zu beenden. Boll, so Meggle weiter, werde aber vom FC St. Pauli bei seiner weiteren Karriereplanung unterstützt.

Erst kürzlich berichtete das Abendblatt, dass offenbar massive Einsparungen beim Team der U23-Mannschaft geplant sind. Einsparungen, die auch personelle Konsequenzen haben könnten. Ob das Aus von Fabian Boll, dessen Vertrag im Sommer sowieso ausläuft, mit den Einsparungen zusammenhängt, dazu äußerte sich der Verein nicht.

Ex-Mittelfeldspieler Fabian Boll absolvierte vor ziemlich genau zwei Jahren sein letztes Profispiel mit dem FC St. Pauli. „Fabian Boll, Fußballgott“ schallte damals durchs Millerntor und der Mann mit der Rückennummer 17 kämpfte mit den Tränen. Er hat in seiner aktiven Zeit 325 Spiele für die erste und zweite Mannschaft des FC St. Pauli, darunter 28 Erst- und 141 Zweitliga-Begegnungen, gespielt.