Spielerkritik

Mohr ist Gegenwart und Zukunft, Gogia auf der Gegenfahrbahn

Tschauner: Beim Versuch Gegenangriffe einzuleiten, landete der Ball zu oft im Aus oder beim Gegner. Zudem unsicher, als er einen Schuss von Korkmaz zentral abprallen ließ und den Ball erst im Nachsetzen festhalten konnte.

Kalla: Schuldlos beim Gegentor, als er an Eigler dran war, das Tor aber nicht verhindern konnte. Kein Vorwurf - im Gegenteil: erneut agil und umtriebig, auch wenn nicht immer alles gelang.

Mohr: Zambrano und Gunesch sind Vergangenheit. Er ist die Gegenwart - und mit Leistungen wie dieser auch die Zukunft. Nicht nur beim Tor mit vorbildlichem Kopfballspiel. Starker Auftritt.

Thorandt: Hatte seine Gegenspieler hervorragend im Griff, räumte in der Luft und auf dem Boden konsequent ab. Erneut einer der besten.

Kringe: Mit einigen tollen Pässen und Torabschlüssen. Sollte diese Qualitäten häufiger einbringen. Auf der Gegenseite unterlief ihm der entscheidende Fehler, als er sich von Caiuby düpieren ließ.

Daube: Eigentlich das passende Gegengewicht zum kampfstarken Boll, konnte seine Passstärke aber nur auf niederem Querniveau einbringen. Ohne Ball stärker als mit. Vertikal spielen!

Boll: Im Gegensatz zur Vorsaison diesmal mit eher verhaltenem Start. Solide.

Bruns (bis 51.): Beim Gegenpressing oft zu spät, in den Kombinationen zu ungenau. Nicht sein Tag.

Gogia (ab 51.): Kam für den Rechtsaußen, wechselte bei seinem Debüt auf die Gegenfahrbahn und erwischte dort einen tollen Einstand. Verzettelte sich in der Schlussphase jedoch aufgrund mangelnder Übersicht regelmäßig im Lauf- und Passspiel.

Bartels: War das tatsächlich der trickreiche, flinke, kreative 25-Jährige mit den herausragenden Vorbereiterqualitäten? Es sollte eine Gegenüberstellung beantragt werden.

Ebbers (bis 82.): Selbst das Entgegenkommen der FCI-Defensive half nicht. Ungewohnt abschlussschwach.

Ginczek (ab 82.): Sind seine Einsatzchancen jetzt gesunken? Gegenfrage: Welcher Spieler arbeitete sich in acht Minuten mehr Chancen heraus?

Thy (bis 68.): In Aue mit vielen klaren Aktionen, diesmal dagegen kompliziert und teilweise überfordert.

Saglik (ab 68.): Schuberts zweite Gegenmaßnahme griff. Stiftete Unruhe, darf den Ball aber auch mal abspielen.