FC St. Pauli

Boll führt Gespräche, Volz tritt wieder gegen den Ball

St.-Pauli-Urgestein Fabian Boll soll seinen Vertrag bis 2013 verlängern. Verteidiger Moritz Volz trainiert nach seinem Schienbeinbruch wieder voll.

Hamburg. Nach der Vertragsverlängerung von Jan-Philipp Kalla sind beim FC St. Pauli noch 20 Spieler ohne Papier für die kommende Spielzeit. Einer davon ist auch Kommissar Fabian Boll. Das Kiez-Urgestein soll nach acht Jahren am Millerntor einen weiteren Vertrag bis 2013 erhalten. Einige Medien hatten die Verlängerung bereits als perfekt vermeldet, doch davon weiß Boll selbst nichts: "Ich bin davon überrascht. Es laufen Gespräche, aber es ist noch nichts unterzeichnet und es wird auch mit vielen anderen Spielern gesprochen", sagte der 32-jährige Mittelfeld-Abräumer am Dienstag. Klar ist jedoch, dass ein beidseitiges Interesse an einer Fortführung der Zusammenarbeit besteht. Nur der Zeitpunkt ist noch unklar.

Deutlich unklarer ist die Zukunft beim FC St. Pauli für Verteidiger Moritz Volz. Der 28-Jährige freute sich am Dienstag jedoch, endlich wieder voll auf dem Trainingsplatz an der Kollaustraße mitmischen zu können. Nach einem Schienbeinbruch im März bestritt Volz kein Spiel mehr für die Kiezkicker. Nun absolvierte er erstmals das gesamte Programm mit der Mannschaft. Trainer André Schubert freute sich: "Es gut das, dass jetzt alle Schrauben raus sind, aber er braucht noch viel Zeit, denn er ist noch nicht schmerzfrei", erklärte der Coach.

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Volz trägt im Schienbein jedoch noch einen Marknagel, der aber die Bewegungen nicht beeinträchtigt. "Entweder lasse ich ihn am Saisonende, am liebsten jedoch erst nach der Karriere entfernen“, erklärte Volz, der eine weitere Operation umgehen will. Bis der Außenverteidiger jedoch wieder zum Kader von Schubert gehören kann, wird es noch einige Trainingseinheiten dauern. Seine Bewegungsabläufe wirken noch nicht komplett rund, das wiedergenesene Bein zieht er noch etwas nach.

Gespräche über eine mögliche Verlängerung seines Vertrages werden wohl erst dann geführt werden, wenn der gebürtige Siegener wieder für die Braun-Weißen auflaufen und sich in Spielen empfehlen kann. (nk/bhe)