Gegen die Ligagrößen soll jetzt das Lustspiel in vier Akten folgen

Hamburg. Bereits am Freitag besteht die Chance zur Frustbewältigung. Um 20.30 Uhr eröffnet der FC St. Pauli beim FC Schalke 04 den elften Spieltag. "Die Aufgaben werden nicht einfacher", weiß Mittelfeldspieler Fabian Boll, der mit seiner Mannschaft eine Woche später auf Bayer Leverkusen trifft, dann den VfL Wolfsburg erwartet und den Monat bei Werder Bremen beschließt. Vier Partien mit großen Namen wie Raul, Huntelaar, Barnetta, Diego, Dzeko, Mertesacker und Pizarro. Vier Partien, die zum Lustspiel in vier Akten hätten werden können.

Angesichts zweier Niederlagen in Folge und dem dadurch zwangsläufig verringerten Abstand zur Abstiegszone ist der Erlebnisfaktor in den Hintergrund gerückt, die Vorfreude wird von natürlichen Zwängen überlagert. Punkte müssen her. Der November könnte den Aufsteiger in eine Tabellenregion befördern, die bei einem den Leistungen der beiden vergangenen Spiele adäquaten Ertrag hätte ausgeschlossen werden können. "Deshalb ist es besonders ärgerlich, dass wir sie verloren haben", weiß Trainer Holger Stanislawski, der mahnt: "Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht damit begnügen, nur die bessere Mannschaft zu sein."

Siege sollen folgen, auch gegen die vermeintlich Großen der Liga, bei denen Anspruch und Wirklichkeit mit Ausnahme von Leverkusen noch nicht deckungsgleich sind. Bringt St. Pauli die Favoriten zurück in die Spur? "Für mich sind diese Spiele nichts Besonderes. Wir treffen jede Woche auf große Namen und einige Nationalspieler. Wir müssen uns vor keiner Mannschaft verstecken", zeigt sich Rechtsverteidiger Florian Lechner unbeeindruckt.

Der November soll ein Lustspiel bleiben, aufgrund von Punkten, nicht nur wegen der namhaften Gegner. Stanislawski jedenfalls denkt positiv: "Wir freuen uns auf die Partien."