Spielerkritik

Asamoah setzt den Lucky Punch, Ebbers trifft per Aufwärtshaken

Kessler: Bleibt nur auswärts eine Stütze. Wie schon gegen Dortmund mit Problemen, den Ball festzuhalten. Verhinderte mit einem guten Reflex gegen Schieber in der 78. Minute aber den Knock-out.

Lechner: Der Kämpfer auf der rechten Bahn hatte gegen den schnellen Ekici einen schweren Stand, gab aber wie immer alles.

Zambrano: Der Kaiser hing nach dem Länderspieltrip etwas in den Seilen und machte Hegeler vor dem 1:1 den Hof.

Thorandt: Wie Zambrano zu statisch in der Spieleröffnung. Steigerte sich in den Tacklings aber Runde um Runde.

Oczipka: Konnte immer wieder einige Wirkungstreffer in der Offensive landen, hätte es im ersten Abschnitt aber auch mal direkt probieren können.

Boll: Mehr blockender Stabilisator als Promoter des Offensivspiels.

Lehmann: Ein Muster an Lauf- und Einsatzstärke. Beschäftigte und bearbeitete den Gegner über 90 Minuten. Diesmal besonders effektiv aus der Ring-Ecke. Bester Mann auf dem Platz.

Kruse (bis 84.): Nicht nur beim doppelten "Tunnel" mit guter Beinarbeit. Immer wieder überraschend und erfrischend. Gut.

Naki (ab 84.): Sechs Minuten im Laufschritt, aber ohne Übersicht. Blieb so ein Sparringspartner.

Asamoah (bis 74.): Ein Tor wie ein Lucky Punch. Erst war kaum etwas von ihm zu sehen, dann schlug er kurz vor dem ersten Gong zu.

Bruns (ab 74.): Agil, spielfreudig und mit neuen Impulsen. Nicht zufällig war er es, der die Nürnberger mit der Birne auf die Bretter schickte.

Bartels (bis 64.): Der flinke Fin flipperte wie ein Punching Ball zwischen den athletischen Nürnbergern Defensivkräften hin und her. Mal mit, später aber immer öfter ohne Ball.

Hennings (ab 64.): Kam nach einer Stunde erfolgreich aus der Deckung und leitete den Siegtreffer ein.

Ebbers: Einsatzfreudig und mit einem schnellen Aufwärtshaken unter die Latte zum 2:1 auch effektiv.