Spielerkritik

Kessler rettet den Sieg, Bartels riskiert eine dicke Lippe

Kessler: Gute Leistung. Rettete am Ende mit einigen starken Paraden den Sieg. Wird auch gegen Dortmund im Tor stehen - und voraussichtlich auch in den Wochen danach.

Rothenbach: Lange Zeit fahrig und zu ungenau, immerhin defensiv meist im Bilde. Offensiv kommt noch immer zu wenig.

Thorandt: In dieser Form unantastbar. Zweikampfstark und mit Übersicht. Eine große Stütze des Teams.

Morena (bis 22.): Unglücklicher kann ein Bundesliga-Debüt nicht verlaufen.

Zambrano (ab 22.): Glückwunsch! Schrieb mit der ersten Chance nach 55 Minuten Geschichte. Manchmal wackelig, meist aber gewohnt solide.

Oczipka: Sein erstes schwächeres Saisonspiel. Dampfmacher, dem etwas die Luft ausgegangen zu sein schien. Abhaken.

Boll (bis 51.): Ohne Lehmann an seiner Seite in der Balleroberung nicht so effektiv wie zuletzt. Ok.

Bartels (ab 51.): Brachte wie gewohnt Schwung, holte den entscheidenden Elfer raus und riskierte sogar eine dicke Lippe. Einsatz, der vielleicht bald mit der Startelf belohnt werden könnte.

Bruns: Nach einigen feinen Pässen rückte er als Quarterback vor die Abwehr und war auch vom Punkt souverän. Vielseitig.

Takyi: Blieb auch bei den Fohlen handzahm. Unauffällig und uninspiriert - bis Asamoah kam und in wiederbelebte.

Lehmann: Aktiv wie immer, doch auch ihm wollte zunächst nicht viel gelingen.

Kruse (bis 63.): Baute nach vielversprechender Anfangsviertelstunde immer mehr ab. Konnte seine Chance nur bedingt nutzen. Zu Recht ausgewechselt.

Asamoah (ab 63.): Zwei Kurzeinsätze bescheren St. Pauli vier Punkte. Von unschätzbarem Wert.

Ebbers: Hing diesmal noch mehr in der Luft als gegen den HSV und fiel nur durch verbale Zweikämpfe mit seinen Kollegen auf.