HSV-Einzelkritik

Bénes als Top-Lattentester – Dompé kann wirklich kicken

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Laszlo Benes (2.v.l.) donnerte den Ball an die Latte. Der Slowake war der auffälligste Mann in der Anfangsphase.

Laszlo Benes (2.v.l.) donnerte den Ball an die Latte. Der Slowake war der auffälligste Mann in der Anfangsphase.

Foto: Witters

Torhüter Daniel Heuer Fernandes hätte auch auf den Hafengeburtstag gehen können. Hat sich Jatta einen Zauberfuß ausgeliehen?

Hamburg. Die Spieler des HSV ließen sich ausgiebig von den knapp 50.000 Fans feiern. Das 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf war verdient, wenngleich man es sich in der zweiten Halbzeit unnötig schwer gemacht hat. Doch das interessierte nach der Partie niemanden. Die Hamburger sind nach dem Spitzenspiel zurück an der Tabellenspitze und können nun die Länderspielpause in vollen Zügen genießen. Die Einzelkritik:

Heuer Fernandes: Hätte auch den Hafengeburtstag besuchen können. So beschäftigungslos wie noch nie in dieser Saison.

Heyer: Obwohl auch der Rechtsverteidiger ein bekennender Volksfestfan ist, war es dann doch ganz gut, dass er im Volkspark dabei war.

Vuskovic: Als es ihm hinten langweilig wurde, versuchte er vorne sein Glück. Sein Pass auf Jatta vor dem 1:0 gehört in jedes Lehrvideo.

Schonlau: Sollte in diesem Lehrvideo noch Platz im Kapitel Stellungsspiel sein, dürfte sich auch der Kapitän auf seinen Einsatz vor der Kamera freuen.

Leibold (bis 65.): Pünktlich ab 20.30 Uhr in einer Form, die fast an die Zeit vor seinem Kreuzbandriss erinnerte. Dabei durfte er nur deswegen von Anfang an spielen, weil Konkurrent Miro Muheim unter der Woche zu spät zum Training gekommen war.

Muheim (ab 65.): Auf Englisch würde man sagen: Right on time.

Meffert: Der Kölner machte gegen Düsseldorf sehr deutlich, dass es für die Fortuna nichts zu holen gibt. Alaaf.

Reis: Seit Wochen in sehr, sehr, sehr guter Form. Diesmal „nur“ gut.

Bénes (bis 78.): Sehr, sehr gut – bis er müde wurde. Überprüfte in den ersten acht Minuten gleich zweimal die Stabilität der Torlatte und nutzte die restliche Spielzeit, um dem ganzen HSV Stabilität zu verleihen. Endlich richtig angekommen beim HSV.

HSV-Einzelkritik: Jatta hat sich den Zauberfuß von Kittel geliehen

Kittel (ab 78.): Brauchte ein bisschen, um in diesem Spiel anzukommen. Küsste kurz vor Schluss den Pfosten und bereitete das Tor von Jatta mustergültig vor.

Jatta (bis 90.): Wirkte beinahe so, als ob er sich vor dem Spiel Kittels Zauberfüsschen ausgeliehen und angeschraubt hätte. Belohnte sich und die Mannschaft mit der starken Vorlage zum 1:0 und dem Kopfballtor zum 2:0

Mickelbrencis (ab 90.+3): Stand zwar gar nicht auf dem Spielberichtsbogen, durfte aber trotzdem für rund 15 Sekunden debütieren.

Glatzel (bis 83.): Erst Elea, dann Olé. Durfte mit seiner ältesten Tochter Alea an der Hand aufs Feld laufen und nutzte die Extramotivation für seinen sechsten Saisontreffer.

Amaechi (ab 90.+3): Endlich wieder zurück. Welcome back!

Dompé (bis 65.): Kann kicken, kann flanken, kann dribbeln, kann eine echte Verstärkung für diesen HSV werden.

Königsdörffer (ab 65.): Brauchte acht Minuten für sein erstes starkes Solo.

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