Allstars for Ukraine

HSV-Publikumsliebling bei Ukrainespiel – 100.000-Euro-Spende

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Jörg "Ali" Albertz spielte zu seiner aktiven Zeit als Profi gleich zweimal beim HSV. Nun kehrt er für ein Benefizspiel zurück in den Volkspark.

Jörg "Ali" Albertz spielte zu seiner aktiven Zeit als Profi gleich zweimal beim HSV. Nun kehrt er für ein Benefizspiel zurück in den Volkspark.

Foto: Witters

Bei dem Benefizspiel treffen DFB-Allstars auf ein Team "Hamburg und die Welt". Dabei stehen prominente Spieler mit auf dem Rasen.

Hamburg. Die Hamburger Fußball-Fans können sich am 28. Mai auf ein echtes Highlight im Volksparkstadion freuen. Bei der Aktion "Allstars for Ukraine" treten für die Ukraine, die seit Wochen unter dem Angriffskriegs Russlands leidet, beim Duell "DFB-Allstars" gegen "Team Hamburg und die Welt" ehemalige Profis für den guten Zweck gegen den Ball.

Der HSV, der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sowie die Initiative "#WeAreAllUkrainians" hatten diese Partie gemeinsam organisiert. Die Schirmherren sind Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko, der während seiner aktiven Zeit lange in der Hansestadt gelebt hatte.

HSV-Gesellschafter spendet 100.000 Euro

Im Vorfeld der Partie hat HSV-Gesellschafter AMPri bekannt gegeben, ein großes Hilfspaket mit Arbeitsschutz- und Hygiene-Produkten zusammenzustellen. Die Hilfsgüter im Wert von 100.000 Euro sollen demnächst in die Ukraine transportiert werden.

„Außerdem wollen wir den Geflüchteten und ihren Unterstützern in Hamburg und Umgebung die Möglichkeit bieten, an dieser tollen Veranstaltung teilzunehmen“, sagte Geschäftsführer Thomas Böhme: „Dafür haben wir dem HSV mehr als 1000 Tickets abgekauft, die am Veranstaltungstag Ukrainern und jeweils einer Begleitperson kostenfrei übergeben werden.“

Klitschko-Botschaft zum HSV-Benefizspiel

"Allstars for Ukraine": Ex-HSV-Stars schnüren die Fußballschuhe

Für die DFB-Allstars laufen unter anderen die ehemaligen Nationalspieler Thomas Helmer, Timo Hildebrand, Patrick Owomoyela, Patrick Helmes. Noch prominenter liest sich der Kader von "Team Hamburg und die Welt". So werden der ehemalige HSV-Publikumsliebling Thomas Gravesen, Piotr Trochowski, Harald Spörl, Bastian Reinhardt und Marcell Jansen noch einmal die Fußballschuhe schnüren.

Am Freitag, den 13. Mai, sagte mit Jörg "Ali" Albertz der nächste Liebling der Hamburger Anhänger zu. "Ich komme immer gerne nach Hamburg", sagt der heute 51-Jährige: "Der sportliche Wettkampf spielt bei diesem Spiel natürlich nicht die Hauptrolle. Es geht um das Zeichen, um gute Unterhaltung für das Publikum und um hoffentlich viele Einnahmen zur Hilfe der Ukraine", sagte "Hammer-Ali", der von 1993 bis 1996 in 99 Spielen 22 Treffer erzielte und nach einer fünfjährigen Station bei den Glasgow Rangers von 2001 bis 2003 noch einmal das HSV-Trikot überstreifte. "

Geleitet wird die Partie in der ersten Halbzeit vom Hamburger Bundesliga-Schiedsichter Patrick Ittrich. Nach dem Seitenwechsel wird der aus der Ukraine geflüchtete Referee Denys Shurman übernehmen.

Neben dem Fußball-Spiel soll es auch ein buntes Unterhaltungsprogramm mit Musik geben. Der NDR wird die Partie aus dem Volksparkstadion live von 12 bis 14 Uhr übertragen. Die Organisation Hanseatic Help e.V. sammelt gemeinsam mit der Hamburger Hochbahn am Stadion Schlafsäcke, Fleece-und Wolldecken, die in die Ukraine geschickt werden sollen. "Wir engagieren uns gerne und voller Überzeugung mit der Initiative #WeAreAllUkrainians, die betroffenen Menschen direkt im Kriegsgebiet hilft", sagt HSV-Sportvorstand Jonas Boldt und fügt an. "Wir wollen mit unserem Verein, der Sepp-Herberger-Stiftung des DFB und der Sportstadt Hamburg ein lautes Zeichen für den Frieden und für die Mensch aus und in der Ukraine setzen."

Klitschko lobt Engagement von HSV und DFB

Auch Wladimir Klitschko ist glücklich über das Benefizspiel im Volkspark. "Ich freue mich wirklich sehr über die Hilfe aus meiner ehemaligen Wahlheimat. Wir kämpfen in der Ukraine ums Überleben, um eine Zukunft in Freiheit. Danke für eure Spenden, für die Gastfreundschaft und euer Mitgefühl für die Geflüchteten. Danke, Hamburg!", erklärte der Bruder von Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko.

( ber )

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