HSV-Einzelkritik

Heuer Fernandes arbeitet erneut am Heldenstatus

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HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes hielt während des Spiels stark und parierte dann auch noch einen Elfmeter.

HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes hielt während des Spiels stark und parierte dann auch noch einen Elfmeter.

Foto: Witters

Muheim zeigte, warum er als Walters Liebling gilt. Vuskovic steigerte sich auf Bundesliga-Niveau. Glatzel wieder stark.

Hamburg. Die Profis des HSV feierten lautstark den Coup in Köln. Die aufgebrachten FC-Spieler verstanden dagegen die Welt nicht mehr, wie dieses bittere Aus im Achtelfinale des DFB-Pokals passieren konnte. In einem dramatischen Elfmeterschießen gewann der HSV am Dienstag bei den klassenhöheren Rheinländern mit 4:3 (1:1, 0:0, 0:0), weil der letzte FC-Schütze Florian Kainz den Ball bei seinem Schuss zweimal berührte. Sein Treffer zählte deshalb nicht, und Hamburg schaffte den vierten Einzug ins Viertelfinale innerhalb von acht Jahren. Die Einzelkritik der HSV-Profis:

HSV-Einzelkritik: Heuer Fernandes der Held

Heuer Fernandes: Knüpfte zunächst an die Pokalrunde in Nürnberg an, als er im Elfmeterschießen zum Helden wurde. Arbeitete nach einem frühen Patzer mit zunehmender Spieldauer am erneuten Heldenstatus und parierte dann am Ende wieder einen Elfmeter.

Heyer: Statistisch mit fünf Saisontreffern hinter Robert Glatzel der beste HSV-Torjäger. Faktisch bewies er in der ersten Halbzeit, dass aus dem Abwehrallrounder eben doch kein Stürmer wird.

Schonlau: Zeigte lange, warum die Kölner ihn im Sommer holen wollten. In der letzten Sekunde beging er zwar das Foul gegen Modeste, zeigte sich aber schnell erholt und cool beim Elfmeterschießen.

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HSV: Vuskovic auf Bundesliganiveau

Vuskovic: Ihm wurde schnell deutlich, dass Bundesliga-Gegenspieler keine Zweitliga-Gegenspieler sind. Er passte sich aber schon während des Spiels an.

Muheim (bis 111.): Gilt als heimlicher Walter-Liebling – und zeigte warum. Musste angeschlagen spät raus.

Gyamerah (ab 111.): Ebenfalls nervenstark im Elfmeterschießen.

Meffert: Der Kölner Jung war Taktgeber.

Reis: Ließ sich erst vom Status Bundesligist beeindrucken. Steigerte sich.

Wintzheimer muss torgefährlicher werden

Wintzheimer (bis 78.): Mag es, zu kratzen, zu beißen und zu kämpfen. Aber eine gewisse Torgefahr würde dem Offensivmann auch gut zu Gesicht stehen.

Jatta (ab 78.): Die Ein-Mann-Büffelherde brachte direkt Schwung.

Kittel: Streichelte den Ball in der Verlängerung auf Glatzels Kopf. Antreiber.

Alidou (bis 104.): Jonas Boldt verriet, dass Frankfurt nicht bereit sei, eine gewisse Winter-Summe für den Sommer-Neuzugang zu zahlen. Daran dürfte sich nach diesem Spiel nichts ändern.

HSV-Einzelkritik: Glatzel trifft

Kinsombi (ab 104.): Auch Elfer-Held.

Glatzel (bis 117.): Der einstige Dreifach-Pokaltorschütze gegen die Bayern hätte in den 90 Minuten erneut drei Treffer erzielen können. Zumindest einen holte er dann in der Verlängerung nach. Stark!

Kaufmann (ab 117.): Bleibt Dauerjoker.

Die Statistik

  • Köln: 20 Schwäbe – 19 Ehizibue, 15 Kilian, 4 Hübers, 23 Jannes Horn - 14 Hector – 17 Schindler, 7 Ljubicic, 29 Thielmann – 13 Uth, 9 Andersson. – Trainer: Baumgart
  • HSV: Heuer Fernandes – Heyer, Vuskovic, Schonlau, Muheim (111. Gyamerah) – Meffert – Reis, Kittel – Wintzheimer (78. Jatta), Glatzel (117. Kaufmann), Alidou (104. Kinsombi). – Trainer: Walter
  • Tor: 0:1 Glatzel (92.), 1:1 Modeste (120.+2, Foulelfmeter)
  • Elfmeterschießen: 0:1 Kinsombi, Heuer Fernandes hält gegen Özcan, Schwäbe hält gegen Kittel, 1:1 Modeste, 1:2 Vuskovic, 2:2 Ljubicic, 2:3 Gyamerah, 3:3 Duda, 3:4 Schonlau, Treffer von Kainz annulliert
  • Gelbe Karten: Hector, Schindler, Hübers – Reis, Schonlau (2)
  • Schiedsrichter: Daniel Schlager (Hügelsheim)
  • Zuschauer: 750 (ausverkauft)

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