HSV-Einzelkritik

Kittel glänzte beim HSV als Provokateur, Jatta wirkungslos

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Von Spielmacher Sonny Kittel gingen keine Impulse aus. Der Techniker fiel nur durch die provozierte Rote Karte auf.

Von Spielmacher Sonny Kittel gingen keine Impulse aus. Der Techniker fiel nur durch die provozierte Rote Karte auf.

Foto: Witters

Beim 1:1 bei Erzgebirge Aue konnte kaum ein Spieler seine Klasse zeigen. Immerhin konnte sich ein Joker als "Retter" freuen.

Hamburg/Aue. Kuriose Tore, Rudelbildungen, viel Krampf, wenig Glanz. Das 1:1 des HSV bei Erzgebirge Aue hatte Vieles zu bieten. Das konnte man von den Hamburger Spielern allerdings nicht sagen. Mehr als solide war keiner. Die Einzelkritik:

Heuer Fernandes: Konnte nichts, gar nichts, überhaupt nichts für das Gegentor des Tages. Schiete secht Fiete.

Gyamerah: War während des Spiels in etwa so viel unterwegs wie nach dem Spiel Busfahrer Miro Zadach. Der hatte sein Navi vor der 520-Kilometer-Ochsentour durch die Nacht aber sicher besser eingestellt als der Rechtsverteidiger.

David: Erwischte einen gebrauchten Tag. Ein Fast-Eigentor, ein unglücklicher Ballverlust in der Vorwärtsbewegung und eine noch unglücklichere Rettungsaktion, die zum 0:1 führte. Und das war nur die Bilanz der ersten 45 Minuten. In der zweiten Halbzeit ein wenig besser.

Schonlau: Solide, die Erste. Nicht mehr. Nicht weniger.

Leibold (bis 75.): Solide, die Zweite. Musste Gelb-Rot-gefährdet raus.

Muheim (ab 75.): Minutensammler. Meffert: Solide, die Dritte. Over and out.

Kinsombi (bis 58.): Musste angeschlagen raus. Aber auch kerngesund lieferte er wenige bis gar keine Argumente.

Suhonen (ab 58.): Seine verunglückte Flanke war bis zum 1:1 die beste (und einzige) Chance der zweiten Halbzeit.

Heyer (bis 45.): Komplett wirkungslos.

Reis (ab 46.): Sorgte für ein wenig mehr Schwung als sein Vorgänger.

Kittel (bis 87.): Ist nicht der Spielertyp, der von einem ekligen Drecksspiel noch zusätzlich gepusht wird. Seine beste Aktion: provozierte eine Rote Karte.

Doyle (ab 87.): Darf sich als ultimativer Eigentor-Vorlagengeber fühlen. Retter.

Wintzheimer (bis 45.): Spielte, weil er gut trainierte. Spielte nur nicht, wie er trainierte. Was er sich dringend abgewöhnen sollte: Noch während des Hinfallens zum Schiedsrichter zu gucken, ob er sich über einen Freistoß freuen darf.

Jatta (ab 46.): Lost in translation. Fand überhaupt nicht ins Spiel.

Glatzel: Der Doppeltorschütze der vergangenen Woche fand in dieser Woche quasi gar nicht statt.

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