Nach Thioune-Aus

Hrubesch setzt HSV-Karussell in Gang: Noch ein neuer Trainer

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Kai Schiller
Boldt über die Entlassung von Thioune: "Alternativlos"

Boldt über die Entlassung von Thioune: "Alternativlos"

In einer außerordentlichen Pressekonferenz legt Sportvorstand Jonas Boldt die Gründe für das Aus von HSV-Trainer Daniel Thioune dar.

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Jan Zimmermann war bei Hannover und Schalke im Gespräch. Jetzt soll der 41-Jährige Horst Hrubeschs rechte Hand im Nachwuchs werden.

Hamburg. Dass es am Montag beim HSV drunter und drüber ging, ist kein großes Geheimnis. Allerdings sorgte nicht nur der Trainerwechsel von Daniel Thioune zu Horst Hrubesch für Gesprächsstoff im Volkspark. Auch im von Hrubesch geführten Nachwuchsbereich wurde viel über einen neuen Trainer gesprochen – allerdings über einen ganz anderen. So berichteten mehrere Medien übereinstimmend, dass Jan Zimmermann, der derzeit mit dem TSV Havelse um den Aufstieg in die 3. Liga kämpft, neuer U-19-Trainer des HSV wird.

Doch damit nicht genug: Nach Abendblatt-Informationen soll der 41-Jährige nicht nur den im Sommer scheidenden U-19-Coach Daniel Petrowsky ersetzen. Zimmermann wird zudem als neuer Sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums Sebastian Harms ersetzen und soll zukünftig die neue rechte Hand von Nachwuchsdirektor (und Interims-HSV-Retter) Hrubesch werden.

Hrubesch traf sich mit seinem Wunschnachfolger

So weit, so gut, so rätselhaft. Denn intern wurde am Montag bekräftigt, dass ein Vertrag mit Zimmermann, der bei Hannover 96 sogar Kandidat als neuer Cheftrainer war, noch nicht unterzeichnet sei. Dabei steht schon seit mehr als zwei Monaten fest, dass Petrowsky den HSV im Sommer verlassen wird.

Ebenfalls schon beschlossen ist die Trennung von Harms, die allerdings offiziell noch nicht verkündet ist. Doch bevor Hrubesch mal kurz den HSV retten soll, hatte er Harms informiert und sich mit seinem Wunschnachfolger persönlich getroffen.

Zimmermann auch bei Schalke im Gespräch

Ex-Fußballer Zimmermann (u. a. Braunschweig und Lübeck) hat im vergangenen Jahr seinen Lehrgang zum Fußballlehrer absolviert und soll Hrubesch im operativen Geschäft ab Sommer unterstützen. „Ich werde auch nicht jünger“, hatte Hrubesch (Vertrag bis 2023) noch vor zwei Monaten gesagt, als er auf seine HSV-Zukunft angesprochen wurde.

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Zimmermann war schon mehrfach bei anderen Proficlubs (u. a. Paderborn und bei Schalke) im Gespräch. Im Nachwuchs war er allerdings noch nicht tätig – wobei die Betonung auf „noch“ liegt.

Horst Hrubeschs erstes HSV-Training:

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