HSV-Einzelkritik

Jatta wie ein Schneesturm – Dudziak zärtlich zum Ball

| Lesedauer: 2 Minuten
Henrik Jacobs und Kai Schiller

Youtube: HSV-Check nach Sieg gegen paderborn

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Abwehrchef Leistner wurde durch seine Verletzung zum Pechvogel. Leibold glänzte auf der linken Seite als "Captain Cool".

Der Hamburger SV verteidigte mit dem 3:1 gegen den SC Paderborn die Tabellenspitze in der Zweiten Liga. Der erste Heimsieg der Rückrunde war gegen den leidenschaftlich spielenden Bundesliga-Absteiger schwer umkämpft. Doch der HSV konnte sich sich auf einige Leistungsträger verlassen. Die Einzelkritik:

Ulreich: Hätte 40 Minuten lang einen Schneemann bauen können. Dann beim 1:2 kalt erwischt, dafür im Eins gegen Eins im zweiten Durchgang zweimal eiskalt.

Gyamerah: Hat in jeder Situation eine Lösung parat. Ihm würde man beim Skat auch einen Grand ohne vier zutrauen.

Leistner (bis 16.): Der Pechvogel des Tages. Nach dem ersten Sprint machte sein Muskel zu.

Onana (ab 16.): Man kann nur hoffen, dass der Mittelfeldmann bei einer Schneeballschlacht treffsicherer als beim Passen ist. Machte zunächst zu viele Fehler, fing sich aber später.

Ambrosius: Immer auf Betriebstemperatur.

Leibold: Captain cool. Hob beim 2:1 zwar das Abseits auf, hatte ansonsten aber alles im Griff.

Heyer: Wie immer: Wechselte während der Partie fleißig die Positionen, spielte überall gut und traf sogar noch nach einer schönen Eckenkombination.

Kinsombi (bis 87.): Brauchte lange, um Bindung zum Spiel zu bekommen. Mit zunehmender Zeit lief er dann heiß.

Jung (ab 87.): Tadelloser Kurzeinsatz.

Dudziak (bis 87.): Keiner streichelt die Bälle so liebevoll wie er. Seine Vorlage vor dem 3:1 war eine Augenweide. Einziger Wermutstropfen: Trainer Thioune sollte ihm mal sagen, dass das Toreschießen auch für ihn nicht verboten ist.

Hunt (ab 87.): War direkt im Spiel.

Jatta (bis 75.): Der Schneesturm des HSV. Lief seinem Gegenspieler immer wieder auf und davon. Wieder der Beste.

Wintzheimer (ab 75.): Hätte das 4:1 machen müssen. Zweimal.

Terodde (bis 87.): Zeigte bei Heyers Tor, dass der Vollstrecker auch vorbereiten kann. Nur beim Vollstrecken hatte der Vorbereiter diesmal seine Problemchen.

Narey (ab 87.): Durfte auch noch ein paar Minuten lang die rechte Außenbahn hoch und runter rodeln.

Kittel: Fiel nach seinem herrlichen Freistoßtor in einen kurzen Winterschlaf, aus dem er glücklicherweise beim schönsten Tor des Tages zum 3:1 wieder erwachte.

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