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Warum Thioune Kinsombis wichtigstes Utensil untersuchte

Auch das vorentscheidende 2:1 durch Simon Terodde verfolgte David Kinsombi (r.) auf dem Hosenboden.

Auch das vorentscheidende 2:1 durch Simon Terodde verfolgte David Kinsombi (r.) auf dem Hosenboden.

Foto: Witters

Mittelfeldmann David Kinsombi rückte durch Ausfälle ins Team. Gegen Regensburg hatte er trotz Treffers einen schweren Stand.

Hamburg. Noch bevor Trainer Daniel Thioune nach dem 3:1-Sieg des HSV gegen Jahn Regensburg piel zur obligatorischen Pressekonferenz erschien, wollte es der Coach dann doch ganz genau wissen. In der Kabine schnappte er sich die Schuhe von Mittelfeldmann David Kinsombi und überprüfte, welche Stollenlänge der 25-Jährige, der während des Spiels permanent ausgerutscht war, gewählt hatte. „David hatte lange Stollen drunter gehabt. Damit ist er entschuldigt. Für ihn war der Boden offenbar seifiger als für die anderen“, sagte Thioune später.

HSV: Kinsombi profitiert von Ausfällen

Doch selbst die Wahl von Hallenschuhen hätte der HSV-Coach seinem Torschützen vom so wichtigen 1:0 an diesem Sonntag sicherlich verziehen. Denn nachdem die etatmäßigen Mittelfeldabräumer Klaus Gjasula (Innenbandriss im Knie) und Amadou Onana (Adduktorenprobleme) ausgefallen waren, konnte Kinsombi seine Chance trotz einiger Ausrutscher durchaus nutzen. Denn sofern der frühere Kieler nicht gerade auf dem Hosenboden saß, durfte er sich im Großen und Ganzen über eine ordentliche Partie freuen.

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„David hat sicherlich davon profitiert, dass wir in Karlsruhe den einen oder anderen Ausfall hatten – aber er hat sich dann auch angeboten“, lobte Thioune, der nach den Siegen gegen Karlsruhe und Regensburg ein zufriedenes Fazit zog: „David ist schwer in die Saison gekommen, mit einer Verletzung in der Vorbereitung und schwächeren Testspielen. Aber in den vergangenen beiden Partien hat er es gut gemacht.“