HSV-News

Letztjähriger HSV-Spieler positiv auf Corona getestet

In der zweiten Folge des neuen Video-Formats geht es um die Aktivitäten bis zum 5. Oktober und den HSV-Fahrplan bis zum Paderbornspiel.

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Erstliga-Profi "begrüßt" Leistners Ausbruch. Vagnoman fehlt dem HSV lange. Neues Torhüter-Gerücht. Baumgart mit Wut ins HSV-Spiel.

Hamburg. Die HSV-News am Freitag, den 25. September:

Jordan Beyer positiv auf Coronavirus getestet

Der ehemalige HSV-Profi Jordan Beyer ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Dies gab sein Club Borussia Mönchengladbach am Freitag bekannt. Der 20 Jahre Abwehrspieler, der beim vorherigen Test wie alle anderen getesteten Personen noch negativ getestet worden war, zählte in den bisherigen Pflichtspielen nicht zum Erstligakader der Borussia und befindet sich nun in häuslicher Quarantäne.

Die Austragung des Bundesligaspiels gegen Union Berlin am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) ist davon nicht betroffen. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt müsse kein weiterer Spieler und kein Mitglied des Trainer- und Betreuerstabs in Quarantäne.

Außenverteidiger Beyer hatte in der vergangenen Rückrunde auf Leihbasis beim HSV gespielt (elf Zweitligaeinsätze). Nach starken Beginn unter seinem Fürsprecher Dieter Hecking hatte der Youngster in der Endphase der Saison seinen Stammplatz verloren.

HSV-Torhüter: Hoffmann nur ein Gerücht?

Findet der HSV bis zur Schließung des Transferfensters am 5. Oktober noch einen Nachfolger für Julian Pollersbeck? Nach Florian Müller (wurde trotz HSV-Interesses von Mainz nach Freiburg verliehen) und Nils Körber (Veto von Hertha BSC) wird mit Ron-Thorben Hoffmann nun ein neuer Name für die Torhüterposition gehandelt.

Doch selbst die "Bild"-Zeitung handelt den 21-Jährigen von Bayern München II vorerst nur als Gerücht. Demnach soll der Rekordmeister eigentlich kein Interesse daran haben, Hoffmann unter welchen Konditionen auch immer abzugeben. Stattdessen soll der Nachwuchskeeper weiter für Bayerns U 21 in der Dritten Liga spielen.

HSV-Mannschaftsfoto erst nach dem 5. Oktober

Ungeachtet der Torhüterfrage könnte sich im HSV-Kader aber auch noch auf anderen Positionen etwas bewegen. Immerhin darf die Tatsache, dass der HSV den "Media Day" der DFL vor zwei Wochen ohne ein Mannschaftsbild verstreichen ließ, auf weitere angestrebte Transfers gedeutet werden. Stattdessen soll das offizielle Teamfoto nun erst nach dem 5. Oktober aufgenommen werden – dann mit dem endgültigen Kader für die Hinrunde.

HSV muss lange auf Vagnoman verzichten

Ersatz für Josha Vagnoman will der HSV aber aller Voraussicht nach nicht suchen. Am Freitag gab der HSV bekannt, dass der rechte Verteidiger im Training am Mittwoch einen Riss des Außenbandes und eine Innenbandzerrung im linken Sprunggelenk erlitten hatte. Die Diagnose sei dann am Donnerstag gestellt worden.

Damit wird Vagnoman mehrere Wochen ausfallen und in jedem Fall die HSV-Spiele am Montag in Paderborn und am 4. Oktober zu Hause gegen Erzgebirge Aue verpassen. U-21-Nationaltrainer Stefan Kuntz wird bei den Spielen der EM-Qualifikation am 9. Oktober in Moldau und am 13. Oktober gegen Bosnien und Herzegowina ebenfalls ohne den 19-Jährigen auskommen müssen.

Gyamerah und Narey könnten einspringen

Vagnoman scheint das Verletzungspech am Fuß zu kleben. Ende Oktober vergangenen Jahres hatte er einen Bruch des (rechten) Fußwurzelknochens erlitten und war erst im April wieder ins Training zurückgekehrt. Nun erwischte es den anderen Fuß.

Immerhin: Für die rechte Abwehrseite hat Thoune Alternativen im Kader. Jan Gyamerah hat einen 90-minütigen Belastungstest beim HSV II am vergangenen Sonnabend gut überstanden. Bei offensiverer Ausrichtung böte sich auch der zuletzt selten berücksichtigte Khaled Narey an.

Baumgart mit Wut im Bauch gegen den HSV

Nach der 0:1-Auftaktniederlage bei Holstein Kiel fordert Paderborns Trainer Steffen Baumgart am Montag gegen den HSV (20.30 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de) den ersten Saisonsieg. "Die Niederlage gegen Kiel hat mich geärgert. Der HSV zählt für mich zwar zu den Topfavoriten, aber wir wollen zeigen, dass wir das Spiel gewinnen wollen", sagte der SCP-Coach und erklärte HSV-Sympathisant am Freitag.

Paderborns Startelf wird verändert

Baumgart deutete an, dass er sich Wechsel in der Startelf vorstellen kann. Ein Kandidat könnte der vor wenigen Tagen verpflichtete Leihspieler Svante Ingelsson (Mittelfeld) vom italienischen Erstligisten Udinese Calcio sein. "Er hat bislang einen guten Eindruck hinterlassen und ist eine Option für den Kader", verriet der Coach. Die leicht erkrankten Sven Michel und Christian Strohdiek könnten bis zum Spieltag einsatzfähig sein. Jannik Huth (Kahnbeinbruch) und Streli Mamba (Muskelverletzung) fallen weiterhin aus.

Baumgart: HSV-Transfers sind ein Zeichen

An das letzte Zweitliga-Heimspiel gegen die Hamburger im Mai 2019 haben die Ostwestfalen sehr gute Erinnerungen. Damals hat Paderborn mit einem 4:1-Erfolg die Weichen für den Bundesligaaufstieg gestellt, der HSV verpasste die Bundesliga-Rückkehr. Doch Baumgart hat Respekt vor den Gästen. "Wenn man diese Verstärkungen sieht, weiß man, wo der Weg der Hamburger hingehen soll."

Paderborns Pressekonfernez vor dem HSV-Spiel

HSV fährt durch die Nacht im Bus zurück

Anreisen nach Paderborn wird der HSV übrigens am Sonntag. Nach dem Abschlusstraining im Volkspark fährt der Tross dann geschlossen im Mannschaftsbus Richtung Ostwestfalen.

Dort steht vor dem Anpfiff am Montagabend dann noch einmal Anschwitzen und ein Spaziergang auf dem Programm. Zurück nach Hamburg geht es noch direkt nach dem Spiel.

Dem HSV ist in diesem Fall wichtig, dass die Profis die Nacht in ihren eigenen Betten verbringen können.

Eintracht-Profi: Leistner-Eklat "nicht schlecht"

Weiterer Fürsprecher für Toni Leistner: Er verstehe die Reaktion des HSV-Verteidigers, der sich in Dresden nach Beleidigungen einen Zuschauer zur Brust genommen hatte, sagte Eintracht Frankfurts Defensivmann Danny da Costa in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Natürlich kannst du den Fan nicht packen. Aber so eine Situation zeigt auch, wie viel schiefläuft", sagte da Costa, nach dessen Wahrnehmung die Pöbeleien von Fans gegen Spieler zugenommen hätten. Er kenne Profis, die verzichteten darauf, in der Stadt auszugehen, weil sie und ihre Begleiter beleidigt würden, so da Costa.

Seiner Ansicht nach werde das Fanverhalten außer bei rassistischen Beleidigungen zu oft ignoriert. "Wenn aber Leistner nicht hochgegangen wäre, dann hätte niemand mitbekommen, was der Fan gesagt hat", sagte der 27-jährige Deutsch-Angolaner. "Dann wäre Toni Leistner nach Hause gekommen, hätte so einen Hals gehabt, alles in sich reingefressen, weil er Vorbild sein muss. Ich finde es nicht schlecht, dass man einmal mitbekommen hat, was so etwas bei einem Profi, der auch nur ein Mensch ist, auslöst", sagte da Costa. Und weiter: "Ich finde es falsch zu sagen, der ist Profi, der steht in der Öffentlichkeit, der verdient ein bisschen was, das muss er wegstecken können."

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Leistner war im Anschluss an das DFB-Pokalspiel bei Dynamo Dresden am 14. September mehrmals von einem Zuschauer beleidigt worden und hatte den Provokateur daraufhin auf der Tribüne körperlich attackiert. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hatte Leistner dafür am Donnerstag in zweiter Instanz zu je zwei Spielen Sperre in der Meisterschaft und im Pokal verurteilt.

HSV-Profi Toni Leistner attackiert Dynamo-Fan