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Waldschmidt vor Super-Wechsel – HSV schaut in die Röhre

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Testgegner HSV und VfB Lübeck teilen sich ein Trikot-Problem. HSV-Profis beklatschen Talent. HSV-Revanche im Beachsoccer?

Die HSV-News am Donnerstag, den 13. August 2020:

Ewerton am Ball, ein Trio individuell

Ein Trio pausierte, einer macht weitere Schritte: Am Donnerstag absolvierte Ewerton erstmals wieder leichte Übungen am Ball.

Beim 31 Jahre alten brasilianischen Innenverteidiger war in der Sommerpause ein gutartiger Tumor aus dem hinteren linken Oberschenkel entfernt worden.

Jeremy Dudziak, Jan Gyamerah und Neuzugang Amadou Onana fehlten indes im Mannschaftstraining. Alle drei übten dafür individuell im Kraftraum – Stichwort "Belastungssteuerung".

Großer Moment für Jubilar Fabisch

Mittendrin, statt nur dabei: Dass Jonah Fabisch schon so richtig bei den Profis angekommen ist, wurde am Donnerstag auch von einer feinen Geste der etablierten Zweitligaspieler im HSV-Kader unterstrichen.

Im Vormittagstraining versammelte sich die komplette Teilnehmerschar um Fabisch, um dem Mittelfeld-Talent zu seinem 19. Geburtstag zu gratulieren.

Das sollte den Sohn des 2008 verstorbenen Fußballtrainers Reinhard Fabisch zusätzlich motivieren, um sich für weitere Geburtstage im Kreise der HSV-Profis zu empfehlen.

HSV-Talente auch gegen Lübeck dabei

Wie die weiteren Talente Bryan Hein (18), Lukas Pinckert und Herdi Bukusu (jeweils 20) soll auch Fabisch morgen dem Kader für das Testspiel gegen den VfB Lübeck angehören.

Anstoß gegen den Drittliga-Aufsteiger ist am Nachmittag auf einem Platz am Volksparkstadion – allerdings coronabedingt ohne Fans. Die Anstoßzeit wird kurzfristig kommuniziert. Live-Bilder gibt es ausschließlich im vereinseigenen Sender auf YouTube.

Lesen Sie auch diesen Vorbericht:

Sowohl der HSV (1:0 gegen Rostock) als auch der VfB (5:0 gegen SK Hansa Lüneburg und 3:1 gegen Mecklenburg Schwerin) haben ihre bisherigen Tests siegreich gestaltet.

Der weitere Sommerfahrplan des HSV:

  • 14. August: Test gegen Drittligist Lübeck
  • 24. bis 30. August: Trainingslager in Bad Häring
  • 5. September: Test gegen Erstligist Hertha

HSV und Lübeck mit blanker Brust

Im Nord-Duell werden beide Kontrahenten am Freitagabend übrigens ohne Trikotsponsor auflaufen.

Während der HSV nach dem Ausscheiden des langjährigen Hauptsponsors Emirates weiter auf der Suche nach einem neuen Partner ist, beklagt auch Lübeck noch eine blanke Brust.

Allerdings dürfen sich die Holsteiner noch Hoffnungen machen auf eine Verlängerung des ausgelaufenen Vertrages mit dem Ahrensburger Personaldienstleister Iperdi.

Choupo-Moting schreibt PSG-Geschichte

Märchenhafter Abend für einen ehemaligen HSV-Profi: Eric Maxim Choupo-Moting (37 Pflichtspiele und fünf Tore für den HSV) hat am späten Donnerstag in Lissabon mit seinem Treffer in der Nachspielzeit zum 2:1 (0:1)-Sieg von Paris Saint-Germain im Viertelfinale der Champions League gegen Atalanta Bergamo Vereinsgeschichte geschrieben.

Denn pünktlich zum Jahrestag der Vereinsgründung am 12. August 1970 zog der französische Hauptstadtclub zum erst zweiten Mal nach 1995 in die Vorschlussrunde der Königsklasse ein. "Wir werden diesen Geburtstag nicht vergessen“, sagte PSG-Trainer Thomas Tuchel, der Choupo-Moting vor zwei Jahren in Erinnerung an gemeinsame Zeiten in Mainz unbedingt in seiner Mannschaft haben wollte.

"Immer daran glauben", postete der Matchwinner, der in Ottensen noch immer einer Immobilie besitzt, nach dem Spiel seines Lebens bei Instagram. Und der 31-Jährige schien sich im Gegensatz zu manch einem HSV-Fan auch nicht daran zu stören, dass die TV-Kameras nach seinem Treffer zunächst auf die jubelnden PSG-Stars Kylian Mbappé und Neymar schwenkten. Schließlich verbreitete Choupo-Moting selbst ein Bild von sich und Neymar mit der Botschaft: "Alle zusammen."

Hofmann zum HSV? Das sagt Mutzel

Den Volkspark hatte Stürmer Choupo-Moting im Sommer 2011 verlassen. Und auch aktuell ist der HSV auf der Suche nach einer neuen Offensivkraft.

Dabei könnten die Scouts tatsächlich in Karlsruhe fündig geworden sein. Auf das kolportierte Interesse an KSC-Stürmer Philipp Hofmann (17 Saisontore) reagierte HSV-Sportdirektor Michael Mutzel gegenüber dem Abendblatt vielsagend: "Philipp ist ein guter Spieler."

Was Mutzel sonst noch zum aktuellen Transfergeschehen inklusive der Verpflichtung von Horst Hrubesch sagt, lesen Sie hier.

Kicker: Waldschmidt vor Wechsel zu Benfica

Der Wechsel eines weiteren ehemaligen HSV-Angreifers steht indes offenbar kurz bevor: Wie der "Kicker" berichtet, soll Luca Waldschmidt am Donnerstag nach Lissabon geflogen sein, um dort letzte Details seines Transfers vom SC Freiburg zu Benfica zu klären. Am Freitag sollen demnach der obligatorische Medizincheck und die Unterschrift unter einen langfristigen Vertrag folgen.

Als Ablösesumme stehen nach Medienberichten bis zu 15 Millionen Euro im Raum. Doch HSV-Fans dürfen sich leider nicht die Hände reiben, denn nach Abendblatt-Informationen geht der HSV bei einem Weiterverkauf Waldschmidts leer aus. Grund: Beim fünf Millionen Euro schweren Abgang von Hamburg nach Freiburg machte der Stürmer vor zwei Jahren von einer Ausstiegsklausel Gebrauch.

Zu diesem Zeitpunkt hätte Waldschmidts HSV-Vertrag noch eine eigentliche Restlaufzeit von zwei Jahren gehabt. Freiburg wiederum wird den 24-Jährigen nun wohl trotz eines noch bis zum 30. Juni 2022 gültigen Vertrages ziehen lassen müssen.

Bei Benfica soll Waldschmidt Nach "Bild"-Angaben nun drei Millionen Euro im Jahr verdienen, außerdem soll der portugiesische Rekordmeister für den deutschen Nationalspieler eine Ausstiegsklausel von 100 Millionen Euro festlegen.

HSV sinnt auf Revanche im Beachsoccer

Die Beachsoccer-Bundesligamannschaft des HSV bekommt nach dem misslungenen Saisonstart am vergangenen Wochenende in Düsseldorf die Gelegenheit zur Revanche. An diesem Wochenende treffen die Hamburger bei der zweiten Runde in Düsseldorf erneut auf Real Münster (5.) und die Beach Boyz Waldkraiburg (7.). Dritter Gegner des aktuellen Vorletzten HSV (Platz 11) ist Spitzenreiter Ibbenbürener BSC.

„Wir haben also wieder die stärkste Gruppe erwischt“, sagte Teammanager Sandeep Singh angesichts der Konkurrenz. In der ersten Runde am vergangenen Wochenende hatten die Hamburger drei Niederlagen kassiert.

„Wir haben eine ordentliche Leistung auf den Platz gebracht und gut gegen den Ball gearbeitet“, sagte Singh über die erste Runde. Allerdings stellte er fest: „Die Anzahl an individuellen Fehlern hat uns aber das Genick gebrochen, alleine gegen Waldkraiburg haben wir so vier bis fünf Tore selbst verschuldet. Nur gegen Rostock waren wir komplett chancenlos.“

In der Offensive habe es dagegen an den Automatismen gemangelt. „Da hat man gesehen, dass wir nicht eingespielt sind“, räumte Singh ein.