HSV-News

Horst Hrubesch fragt für Nachwuchs bei Peter Neururer an

HSV-Stürmerlegende Horst Hrubesch kehrt als Nachwuchschef zu den Hamburgern zurück.

HSV-Stürmerlegende Horst Hrubesch kehrt als Nachwuchschef zu den Hamburgern zurück.

Foto: imago images/Oliver Ruhnke

Luthe für Pollersbeck für Gikiewicz? Gerücht um Torwart-Ringtausch. Ausstieg von Hauptsponsor Emirates offiziell. Interesse an Danso.

Die HSV-News am Montag, den 3. August 2020:

Vertragslose Profis: Hrubesch fragt für HSV bei Neururer an

Der neue HSV-Nachwuchschef Horst Hrubesch setzt bei der Suche nach Talenten offenbar auch auf vertragslose Spieler. „Mein großer sportlicher Ziehvater Horst Hrubesch hat mich bereits angerufen und gesagt, auf welcher Position er für die HSV-Nachwuchsmannschaft Bedarf habe“, berichtete der langjährige Bundesliga-Trainer Peter Neururer. Er leitet seit Montag in Duisburg das 18. Camp der Spielergewerkschaft VdV für vertragslose Fußballer.

Neururer will die Spieler in einer schweren Zeit angesichts der Corona-Pandemie auch mit seinem umfangreichen Netzwerk bei der Suche nach neuen Arbeitgebern unterstützen. „In der jetzigen Situation von Optimismus zu reden, ist schwer. Die Lage in Deutschland war noch nicht so schlecht wie jetzt“, sagte der 65-Jährige. Neururer betreut zum dritten Mal nach 2017 und 2018 das VDV-Camp. Er sprang kurzfristig für Jürgen Kramny ein, der die U19 von Eintracht Frankfurt übernommen hat.

Der ehemalige HSV-Stürmerstar und erfolgreiche DFB-Juniorentrainer Hrubesch hatte beim HSV am Wochenende die Nachwuchsabteilung übernommen.

Offiziell: HSV bestätigt Ausstieg von Hauptsponsor Emirates

Allgemein bekannt war es schon lange, jetzt ist es auch offiziell: Die Partnerschaft des HSV mit dem bisherigen Hauptsponsor Emirates ist nach 14 Jahren Geschichte. „Sowohl Emirates wie auch der HSV konnten über die Jahre im hohen Maße von der Partnerschaft profitieren. Es wird weiterhin eine Verbundenheit geben, auch wenn es in der kommenden Spielzeit keine offizielle Partnerschaft sein wird“, schrieb der HSV am Montag auf seiner Homepage.

Seit 2006 stand der Schriftzug der Fluggesellschaft mit Sitz in Dubai auf den Trikots des Hamburger. In der 2. Liga soll Emirates 1,4 Millionen Euro plus Prämien pro Saison gezahlt haben. Der HSV bedankte sich für „die konstruktive und inspirierende Zusammenarbeit“ und hofft auf ein Wiedersehen. Noch gibt es keinen neuen Hauptsponsor.

Ex-HSV-Profi Hwang muss zum Militärdienst antreten

Die Musterung hat er hinter sich, nun muss RB Leipzigs Neuzugang Hee-Chan Hwang noch seinen verkürzten Militärdienst in Südkorea ableisten. „Vor einer Woche hatte ich die körperliche Untersuchung für das Militär“, sagte der frühere HSV-Stürmer am Montag bei einer virtuellen Pressekonferenz. Aufgrund seiner Verdienste als Asienmeister 2018 muss der 24-Jährige wie auch der frühere HSV-Star Heung-Min Son nur einen Monat Dienst leisten. Dafür hat er bis zu seinem 27. Lebensjahr Zeit.

Von seinem Weg in der Bundesliga ist Hwang überzeugt. „Ich habe in Hamburg und Salzburg schon viel gelernt. RB ist ein geiler Club, ich habe meinem Berater gesagt, da will ich hin“, sagte der Südkoreaner. Im Gespräch mit RB-Trainer Julian Nagelsmann wurde Hwang erklärt, dass er auf der Achter- und Zehner-Position spielen könne oder im Sturm. Hwang soll in Leipzig Timo Werner ersetzen. Er erhielt einen Vertrag über fünf Jahre und kostete etwa zehn Millionen Euro Ablöse. Diese Summe kann durch Bonuszahlungen noch steigen.

Beim HSV hatte Hwang in der Saison 2018/19 als Leihspieler 20 Partien bestritten (zwei Tore, zwei Vorlagen).

Luthe für Pollersbeck? HSV-Gerücht um Torwart-Ringtausch

Am Montag ist Julian Pollersbeck pflichtbewusst am Volkspark erschienen, um sich mit dem HSV auf die kommende Saison in der 2. Bundesliga vorzubereiten. Doch womöglich wird der Torhüter in der nächsten Saison eine Etage höher spielen: Union Berlin würde Pollersbeck (25) offenbar gern als Nachfolger des zum FC Augsburg abgewanderten Rafal Gikiewicz (32) verpflichten – allerdings nicht für die eine Million Euro, für die die Hamburger ihre bisherige Nummer eins aus dem noch ein Jahr gültigen Vertrag entlassen würden.

Kommt jetzt Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen? Wie die „Augsburger Allgemeine“ berichtet, könnte es zu einer Art Ringtausch kommen. Demnach soll der HSV an einer Verpflichtung von Augsburgs Nummer eins Andreas Luthe (33) interessiert sein. Der Bundesligaclub plane nach Gikiewiczs Verpflichtung nicht mehr mit seiner bisherigen Nummer eins, auch Ersatzmann Fabian Giefer (30) muss gehen.

Allerdings: Luthe soll auch bei Union Berlin im Gespräch sein. Doch selbst bei einem solchen Direkttausch wäre der HSV nicht ganz raus aus dem Geschäft. Denn das Interesse der Berliner an Pollersbeck würde angeblich auch bei einer Verpflichtung Luthes weiterhin bestehen. Luthe, der 2016 vom VfL Bochum zum FCA gewechselt war, hatte erst vor einem Jahr seinen Vertrag bis 2022 verlängert. Im Zuge des Gehaltsverzichts aufgrund der Corona-Krise soll er intern die Vereinsführung gegen sich aufgebracht haben.

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HSV will angeblich Augsburgs Danso

Apropos Augsburg und der HSV: Auf der Suche nach einem Innenverteidiger sind die Hamburger offenbar bei Kevin Danso gelandet. Das berichtet der Fernsehsender Sky. Der Österreicher Danso (21) weilte vergangene Saison als Leihspieler beim Premier-League-Club Southampton, kam dort jedoch in der Rückrunde praktisch nicht mehr zum Einsatz. Jetzt kehrt er zum FCA zurück, bei dem er noch bis 2024 unter Vertrag steht.

Augsburg wolle Danso zwar nicht verkaufen, ihn aber möglicherweise für ein weiteres Jahr verleihen. Interesse soll aber nicht nur der HSV haben, sondern auch Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf. Auch die englischen Zweitligisten FC Watford und Nottingham Forest seien unter den Bewerbern.

Der HSV braucht in der Abwehrzentrale Verstärkung, nachdem der Vertrag von Timo Letschert nicht verlängert worden war und Rick van Drongelen nach seinem Kreuzbandriss noch lange fehlen wird.

Der Sommerfahrplan des HSV:

  • 5. August: Trainingsauftakt des HSV
  • 9. August: Test gegen Drittligist Rostock
  • 14. August: Test gegen Drittligist Lübeck
  • 24. bis 30. August: Trainingslager in Bad Häring
  • 5. September: Test gegen Erstligist Hertha

HSV setzt E-Sport-Engagement fort

Der HSV wird auch in der kommenden Saison in der Virtuellen Bundesliga (VBL) antreten. Das hat der Verein der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Insgesamt hätten 14 Clubs erklärt, ihr Engagement im E-Sport aufrechtzuerhalten, weitere könnten sich das zumindest vorstellen. Arminia Bielefeld und der VfB Stuttgart, mithin die beiden Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga, hatten dagegen ihren Rückzug aus dem E-Sport angekündigt und fehlen damit im künftigen Wettbewerb an den Konsolen.

Gründe für das Ausscheiden reichen von Corona-bedingten Sparmaßnahmen bis hin zu verfehlten Erwartungen. „Wir bedauern, dass einzelne Clubs sich für die kommende Saison von der VBL Club Championship abgemeldet haben“, sagte ein Sprecher der Deutschen Fußball-Liga auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig wurde die dritte Saison des Wettbewerbs für das kommende Jahr bestätigt.

Der HSV hatte die vergangene Saison auf dem siebten Platz abgeschlossen und damit das "Grand Final" der besten sechs Teams knapp verpasst.

Hrubesch spricht mit möglichen HSV-II-Trainern

Mit Leistungstests und medizinischen Untersuchungen beginnt an diesem Montag für die HSV-Profis die neue Saison, bevor es am Mittwoch erstmals gemeinsam auf den Platz geht. Ein Teil der Spieler hat sich am Montag medizinischen Tests im UKE unterzogen, der andere Teil musste Leistungstest im Stadion bestehen. Am Dienstag wechseln die Gruppen. Bis auf den Langzeitverletzten Rick van Drongelen waren alle Profis anwesend.

Und auch der neue Nachwuchsdirektor Horst Hrubesch hat heute seinen ersten Arbeitstag am Volkspark. Zeit, sich einzuarbeiten, bleibt dem Vereinsidol nicht: Es gilt gleich einen Nachfolger für U-21-Trainer Hannes Drews zu finden, der als Assistent von Daniel Thioune zu den Profis befördert wurde.

Laut "Hamburger Morgenpost" führt Hrubesch am Montag und Dienstag Gespräche mit den HSV-Nachwuchstrainern Daniel Petrowsky (U19), Pit Reimers (U17), Bastian Reinhardt (U16) und Christian Rahn (HSV III), der sich jetzt ganz offiziell Fußballlehrer nennen darf. Die Position wolle der HSV möglichst intern besetzen.

Bayern-Guru Gerland soll Ex-HSV-Profi Fein kritisch sehen

Nach einem HSV-Jahr voller Höhen (Hinrunde) und Tiefen (Rückrunde) will sich Adrian Fein jetzt beim FC Bayern München beweisen. Seit einer Woche trainiert der defensive Mittelfeldspieler mit den Stars des deutschen Meisters. Sein erster Eindruck: „Es fühlt sich sehr gut an, sich hier mit so vielen internationalen Topspielern messen zu können. Die ersten Tage zurück an der Säbener Straße haben richtig Spaß gemacht."

Doch angeblich hat Fein (21) nicht nur wegen der großen Konkurrenz bei den Bayern einen schweren Stand. Co-Trainer und Talente-Guru Hermann Gerland (66) soll von dem U-21-Nationalspieler nicht überzeugt sein. Das berichtet die Tageszeitung "tz". Demnach habe Gerland Fein vergangene Saison bei drei Auftritten mit dem HSV beobachtet und jeweils keine gute Leistung zu sehen bekommen.

Bayern-Cheftrainer Hansi Flick verlässt sich auf bekanntlich Gerlands Gespür für Talente. „Wenn Hermann ein Urteil abgibt, kann ich es zu 100 Prozent unterschreiben. Das haben auch andere Coaches wie Jupp Heynckes oder Louis van Gaal schon so gesehen“, sagte er einmal.

Ex-HSV-Profi Behrami feiert Rettung mit CFC Genua

Der frühere HSV-Profi Valon Behrami hat mit dem CFC Genua den Klassenerhalt in der Serie A geschafft. Am letzten Spieltag feierte der 35-Jährige mit seinem Club einen souveränen 3:0-Heimsieg über Hellas Verona und behauptete somit den rettenden 17. Rang vor Aufsteiger US Lecce, der gleichzeitig Parma Calcio mit 3:4 unterlag.

Der Schweizer Behrami, Ehemann von Skistar Lara Gut, spielte in der Saison 2014/15 für den HSV.