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Hrubesch zum HSV? Boldt fragte bei Club-Ikone an

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Wie Horst Hrubesch (r., neben Club-Idol Uwe Seeler) beim HSV eingebunden werden könnte, ist ein Thema im Volkspark.

Wie Horst Hrubesch (r., neben Club-Idol Uwe Seeler) beim HSV eingebunden werden könnte, ist ein Thema im Volkspark.

Foto: imago / Contrast

Kreuzbandriss bei hoffnungsvollem HSV-Talent Anssi Suhonen. Hecking hat einen Trainer gefunden. Leibold will bleiben.

Hamburg. Die HSV-News am Donnerstag, den 30. Juli 2020:

Kommt Hrubesch zum HSV?

Es ist seit Jahren ein Thema im Volkspark, warum Club-Idole vergangener Tage nicht verstärkt eingebunden werden. Jonas Boldt will nun offenbar einen anderen Weg als seine Vorgänger einschlagen. Eigenen Angaben zufolge tauscht sich der Sportvorstand regelmäßig mit verdienten Ex-Profis des HSV aus. Eines dieser Gespräche soll der Manager laut „Sport1" mit Horst Hrubesch geführt haben. Dabei soll Boldt gemeinsam mit Aufsichtsratsboss Marcell Jansen vorgefühlt haben, Hrubesch für den Nachwuchsbereich zu gewinnen.

„Wir sind immer wieder im Gespräch mit vielen ehemaligen Profis, Trainern und Ex-HSVern, weil uns der Austausch und die verschiedenen Perspektiven sowie Eindrücke und Ideen zu neuen Impulsen verhelfen können", lässt sich Boldt in dem Bericht zitieren. „Nicht jedes Gespräch muss aber gleich in einer Anstellung oder Position beim HSV münden."

Hrubesch gilt als Fachmann für die Entwicklung von Talenten. Ob der Weg des 69-Jährigen tatsächlich noch einmal in den Volkspark führt?

HSV-Talent Suhonen reißt sich das Kreuzband

Schock für den HSV und Anssi Suhonen: Das 19 Jahre alte Mittelfeldtalent hat sich am vergangenen Montag im Training der U21 das vordere Kreuzband im rechten Knie gerissen. Das bestätigte der Verein am Donnerstag. Wegen dieser schweren Verletzung wird der finnische U-19-Nationalspieler in etwa ein Dreivierteljahr ausfallen.

Eigentlich sollte Suhonen in dieser Saison näher an den Profikader des HSV herangeführt werden. Nach seinem Kreuzbandriss wird er nun aber, wenn überhaupt, gegen Ende der kommenden Saison wieder ein Pflichtspiel bestreiten können.

HSV: Suhonen spielte bereits bei den Profis

Von allen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs wurde Suhonen intern das größte Potenzial vorausgesagt. Seine Teilnahme an einem geplanten Trainingslager der Profis Ende August in Österreich galt bereits als sicher. Unter dem neuen Trainer Daniel Thioune, der bekanntlich als Entwickler verpflichtet wurde, sollte Suhonen der Durchbruch gelingen. Doch nun müssen der Club und der Spieler vorerst umplanen.

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In der zurückliegenden Saison hatte Suhonen hin und wieder bei den Profis unter Ex-Coach Dieter Hecking mittrainiert. Vereinzelt kam der Offensivspieler auch in Testspielen zum Einsatz, wo er einen positiven Eindruck hinterließ.

Suhonen: Starke HSV-Bilanz für die U19

Seine Stammmannschaft war allerdings die U19, für die der Finne 15 Spiele (fünf Tore und drei Vorlagen) absolvierte.

Nun wird Suhonen operiert werden, ehe er sich monatelang durch eine Reha quälen muss.

Leibold will beim HSV bleiben

Beim HSV deutet sich ein Verbleib von Tim Leibold an. Der 26 Jahre alte Linksverteidiger will mit dem HSV in die Bundesliga aufsteigen. „Dass ich in meiner Karriere noch einige Bundesliga-Spiele machen will, das ist klar. Am liebsten für den HSV. Denn Hamburg ist ein geiler Verein“, sagte Leibold der „Sport Bild“. Möglicherweise schielt er sogar auf das Kapitänsamt. „Ich bin auch bereit, noch mehr Verantwortung zu übernehmen.“

Leibold ist mit 19 Vorlagen der beste Torvorbereiter der 2. Bundesliga. Er gehört zu den wenigen Spielern, die der Club gewinnbringend an einen anderen Verein abgeben könnte. Ab einer Summe von rund fünf Millionen Euro wäre der HSV wohl gesprächsbereit, doch ein solches Angebot deutet sich derzeit nicht an.

Hecking hat offenbar einen Trainer gefunden

Seine erste Mission als Sportvorstand des 1. FC Nürnberg scheint Dieter Hecking binnen weniger Tage erledigt zu haben: Der Ex-HSV-Coach soll laut der "Bild" unmittelbar vor der Verpflichtung von Robert Klauß als neuem Trainer stehen. Der 35-Jährige war bislang Co-Trainer von Julian Nagelsmann bei RB Leipzig.

HSV-Rivale Heidenheim verliert Torjäger

Ligarivale 1. FC Heidenheim verliert einen weiteren Leistungsträger an den belgischen Vizemeister KAA Gent. Top-Torjäger Tim Kleindienst (24) wechselt für eine vertraglich fixierte Ablösesumme, die bei rund sechs Millionen Euro liegen soll, zum Champions-League-Qualifikanten. Gent hatte erst vor wenigen Tagen Mittelfeldspieler Niklas Dorsch aus Heidenheim verpflichtet. „Nun bietet sich mir die Möglichkeit, mich im internationalen Geschäft zu messen und neue Erfahrungen bei meiner ersten Auslandsstation zu sammeln“, sagte Kleindienst.

In der zurückliegenden Saison hatte Kleindienst 14 Tore erzielt und damit maßgeblichen Anteil an der zuletzt besten Saison der Heidenheimer Vereinsgeschichte. Als Tabellendritter hatte der Club erst in der Relegation gegen Werder Bremen den erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga verpasst. „Wir lassen Tim natürlich nur äußerst ungern ziehen, dennoch müssen wir in der jetzigen Situation auch berücksichtigen, dass uns ein Transfer wie dieser wirtschaftlich neue Möglichkeiten verschafft“, sagte Vorstandschef Holger Sanwald.

( wal )

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