"In einen Abgrund gesehen"

HSV-Idol Felix Magath litt an Depressionen

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HSV-Idol Felix Magath setzte die Kritik an seiner Person psychisch zu.

HSV-Idol Felix Magath setzte die Kritik an seiner Person psychisch zu.

Foto: picture alliance / HANS PUNZ / APA

Auslöser sei die ständige öffentliche Kritik gewesen. Auch deshalb engagiert er sich jetzt in einer psychiatrischen Klinik.

Hamburg/München. Der für besonders harte Trainingsmethoden bekannt gewordene ehemalige Fußballmeistertrainer Felix Magath hat in seiner aktiven Zeit gegen Depressionen gekämpft. „Ich bin morgens aufgewacht und dachte: Heute stehst du nicht auf und bleibst liegen“, sagte Magath der Illustrierten „Bunte“ laut Vorabmeldung vom Mittwoch. „Mir war alles einfach zu viel“, ergänzte der 66-Jährige.

„Damals habe ich einen tiefen Abgrund gesehen, und um ein Haar wäre ich hineingefallen – rückblickend muss ich sagen: Das war knapp.“ Magath, der den HSV 1983 zum Finalsieg im Europapokal der Landesmeister schoss und später Manager und Trainer der Hamburger war, datierte seine Probleme auf das Frühjahr 2011. Damals war er gerade beim FC Schalke 04 entlassen worden und zum VfL Wolfsburg zurückgekehrt, den er 2009 zum deutschen Meister gemacht hatte.

Magath: Kritik löste Depressionen aus

Die ständige öffentliche Kritik auf Schalke benannte Magath als Auslöser seiner Probleme. „Das hat mir stark zugesetzt – das muss ich heute gestehen. Bei einem damals besseren Verständnis hätte ich wahrscheinlich mit psychologischer Betreuung die Situation anders verarbeiten können.“

Am Ende war ich froh, als sich der Verein von mir getrennt hat“, sagte Magath im Rückblick. Er sei morgens aufgewacht und habe gedacht: „Heute stehst du nicht auf und bleibst liegen. Mir war alles einfach zu viel.“ Einzig seine Familie habe ihn davor bewahrt, krank zu werden.

Magath an psychiatrischer Klinik beteiligt

Zuletzt hatte Magath als Trainer bis 2017 bei dem chinesischen Verein Shandong Luneng Taishan aus Jinan unter Vertrag gestanden. Im vergangenen Januar hatte er seine Trainerkarriere für beendet erklärt und einen Posten bei Flyeralarm übernommen, dem Sponsor des Drittligisten Würzburger Kickers, des österreichischen Erstligisten Admira Wacker und der deutschen Frauenfußball-Bundesliga.

Dem Bericht zufolge ist Magath heute Mitgesellschafter der Privatklinik P3 für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

( AFP/dpa/HA )

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