Corona-Krise

Auf so viel Gehalt verzichten die HSV-Profis

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Die HSV-Profis stehen in der Corona-Krise geschlossen hinter dem Verein und verzichten auf Gehalt.

Die HSV-Profis stehen in der Corona-Krise geschlossen hinter dem Verein und verzichten auf Gehalt.

Foto: Oliver Ruhnke / imago

Die Spieler hatten bereits vor Wochen Bereitschaft signalisiert. Nun haben sie sich mit dem HSV auf ein spezielles Modell geeinigt.

Hamburg. Eine knappe Woche vor dem Re-Start der Zweiten Liga hat sich der HSV mit den Spielern und dem Trainerteam um Chefcoach Dieter Hecking auf einen projektbezogenen Gehaltsverzicht geeinigt. Sportvorstand Jonas Boldt handelte die Maßnahmen mit dem Mannschaftsrat aus – dieser besteht aus Kapitän Aaron Hunt, Rick van Drongelen, Lukas Hinterseer, Tim Leibold und David Kinsombi.

„Gemeinsam mit dem Mannschaftsrat und dem Trainerteam verständigte sich der Vorstand auf eine Mixtur aus Beiträgen von kollektiver Gehaltsreduktion und Prämien“, teilten die Hamburger am Sonntagabend mit. Über die Höhe des Verzichts wurde nichts bekannt.

HSV-Profis verzichten auf zehn Prozent

Laut der "Bild" soll es sich um zehn Prozent des Grundgehalts handeln. Zudem würden sämtliche Prämien entfallen, wenn der HSV den Aufstieg verpasst. Dabei soll es sich um eine Summe von insgesamt rund einer Million Euro handeln.

Der Verein will mit der Ersparnis gezielt helfen und einzelne Projekte unterstützen.

  • So soll wie im Vorfeld berichtet das Kurzarbeitergeld der Geschäftsstellen-Mitarbeiter aufgestockt werden.
  • Des Weiteren soll das Fan-Projekt unterstützt werden.
  • Der Coronavirus-Forschung vom medizinischen Kooperationspartner UKE soll finanziell geholfen werden.
  • Und auch das Konzept Frauen-Fußball soll dem Bericht zufolge finanzielle Unterstützung erhalten.

Boldt lobt soziales Gespür der HSV-Profis

„Ich freue mich sehr, dass unsere Mannschaft und unsere Trainer ein sehr großes Verantwortungsgefühl und ein soziales Gespür haben", ließ sich Boldt auf der vereinseigenen Webseite zitieren.

Nachdem die Spieler schon vor Wochen Bereitschaft geäußert hatten, betonte Bold zuletzt, das Thema Gehaltsverzicht noch vor dem Liga-Comeback am kommenden Sonntag in Fürth (13.30 Uhr/Sky) abzuschließen. Nun hat der Manager Wort gehalten. Passend dazu begann der HSV seine Pressemitteilung mit dem Satz: "Ein Team, ein Wort."

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Ab Montag geht der HSV im "Herzogspark" im fränkischen Herzogenaurach in Quarantäne.

( wal/lno )

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