HSV-News

Wechsel zum HSV? Verwirrung um Gladbachs Tobias Strobl

HSV-Trainer Dieter Hecking (r.) will im Sommer Tobias Strobl von Borussia Mönchengladbach holen.

HSV-Trainer Dieter Hecking (r.) will im Sommer Tobias Strobl von Borussia Mönchengladbach holen.

Foto: Alex Gottschalk / imago/DeFodi

HSV ruft Fahrrad-Spieltag aus. Grammozis verlässt Darmstadt. Aues Gonther will es machen wie St. Pauli. Peters nach Leipzig?

Die HSV-News am Mittwoch, den 26. Februar 2020:

HSV ruft offiziellen Fahrrad-Spieltag aus

Der HSV hat das Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg am 7. März zum Fahrrad-Spieltag erklärt. Fans sind dazu aufgerufen, mit dem Fahrrad zum Volksparkstadion zu kommen. Die Aktion ist Teil der Kampagne "Fahr ein schöneres Hamburg".

An der Sylvesterallee und auf dem Parkplatz Gelb vor der Osttribüne werden mobile Fahrradgarderoben eingerichtet. Insgesamt stehen 550 Stellplätze zur Verfügung. Zudem bietet die Pop-up-Fahrradwerkstatt von "Fahrrad.de" kostenlose kleine Reparaturen an, die während des Spiels erledigt werden.

Wer sich bis Sonntag bei einem Gewinnspiel anmeldet, hat die Chance, ein neues Fahrrad und Freikarten für das Regensburg-Spiel zu gewinnen.

Ex-HSV-Profi Grammozis schlägt Darmstadt-Angebot aus

Trainer Dimitrios Grammozis verlässt den SV Darmstadt 98 zum Saisonende. Der frühere HSV-Profi habe den Verantwortlichen mitgeteilt, dass er das Angebot zur Verlängerung seines auslaufenden Vertrages nicht annehmen werde, gab der Zweitligist am Mittwoch bekannt.

Die Entwicklung kommt überraschend, hatten doch beide Seiten in den vergangenen Wochen immer wieder ihre gegenseitige Wertschätzung betont und erklärt, dass man sich in guten Gesprächen befinde. Am Ende scheiterte eine Einigung an unterschiedlichen Vorstellungen über die Vertragslaufzeit, wie der Sportliche Leiter Carsten Wehlmann sagte. Der Verein bot einen Einjahresvertrag, Grammozis wollte eine längere Laufzeit.

„Da unsere Vorstellungen hinsichtlich der Vertragsgestaltung nicht übereinstimmen, sehe ich die Basis für eine zielführende und konstruktive Zusammenarbeit über den Sommer hinaus nicht für gegeben an“, sagte Grammozis. „Ich glaube einfach, dass diese Vertragslaufzeit weder nach innen noch nach außen ein gutes Zeichen gewesen wäre.“

Der Ex-Profi (HSV, 1. FC Kaiserslautern) hatte seine Trainerkarriere im Nachwuchsbereich des VfL Bochum begonnen. Zu den Lilien kam er im Februar 2019 als Nachfolger von Dirk Schuster. Er führte das Team vorzeitig zum Klassenerhalt. Diese Saison hat sich die Mannschaft nach einer durchwachsenen Hinrunde stabilisiert und steht nach acht Spielen ohne Niederlage mittlerweile auf Rang sieben der Tabelle.

Wechsel zum HSV? Verwirrung um Gladbachs Strobl

Hat der HSV für die nächste Saison schon einen gestandenen Bundesliga-Profi an der Angel? Wie die Zeitschrift "Sport-Bild" und die "Bild"-Zeitung berichten, hat Tobias Strobl von Borussia Mönchengladbach den Hamburgern eine Zusage gegeben. Der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler könnte im Sommer nach Ablauf seines Vierjahresvertrages ablösefrei wechseln.

HSV-Trainer Dieter Hecking kennt und schätzt Strobl aus seiner Zeit in Mönchengladbach (2017–2019). Nachdem ihn zwischenzeitlich eine Meniskusverletzung zurückgeworfen hatte, kommt Strobl auch unter Heckings Nachfolger Marco Rose wieder zu Einsätzen – mal im defensiven Mittelfeld, mal als Innenverteidiger.

Der Transfer stehe allerdings unter Vorbehalt: Strobl käme nur, wenn dem HSV diesmal der Aufstieg gelingt. Andernfalls könnte der gebürtige Münchner auch auf Angebote aus England und Italien zurückgreifen.

Gespräche mit Strobl ja – Zusage nein

Nach Abendblatt-Informationen kann von einer solchen Einigung allerdings nicht die Rede sein. Tatsächlich hat der HSV mit Strobl Gespräche geführt. Allerdings ist aus mehreren Gründen auszuschließen, dass der gestandene Bundesliga-Profi zugesagt hat. Zum einen müsste er dann bis Mai warten, um zu wissen, wo seine Zukunft liegt. Zum anderen eröffnet sich ihm bei der Borussia die Möglichkeit, in der kommenden Saison in der Champions League zu spielen.

Auch bei anderen Spielern fehlt dem HSV noch die Planungssicherheit. Adrian Fein, Jordan Beyer und Joel Pohjanpalo sind nur ausgeliehen und könnten am Saisonende zu ihren Bundesligavereinen zurückkehren, die Kaufoption für Louis Schaub in Höhe von 2,6 Millionen Euro dürfte sich der HSV nur im Aufstiegsfall leisten können.

HSV trainiert unter prominentem Gastcoach:

Sicher verpflichtet hat der HSV für die kommende Saison das 18 Jahre alte Mittelfeldtalent Amadou Onana von der TSG Hoffenheim.

Holt Leipzig früheren HSV-Nachwuchschef Peters?

Der frühere HSV-Direktor Sport und Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters ist offenbar für einen Posten bei RB Leipzig im Gespräch. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung soll der 59-Jährige beim Bundesligisten als Nachwuchschef und Technischer Direktor anheuern.

Die Idee dazu soll Sportdirektor Markus Krösche gehabt haben. Vorstandschef Oliver Mintzlaff sei aber noch nicht zu 100 Prozent überzeugt. Peters war bis Oktober 2018 beim HSV über vier Jahre für den Nachwuchs zuständig. Von 2006 bis 2014 hatte Peters zudem bei Hoffenheim Bundesliga-Erfahrung gesammelt.

Aues Gonther: "Wollen HSV bekämpfen wie St. Pauli"

Das Hinspiel 0:4 verloren, in diesem Jahr noch ohne Sieg – und doch hat Abwehrspieler Sören Gonther vom FC Erzgebirge Aue vor dem Spiel gegen den HSV ein gutes Gefühl. „Wir haben gegen Stuttgart und Bielefeld bewiesen, dass wir zu Hause gegen diese Mannschaften zu null spielen können. Das ist auch gegen den HSV das Ziel“, sagte der Innenverteidiger vor dem Spiel am Sonnabend (13.00 Uhr/Sky und Onefootball).

Die „Veilchen“ holten allerdings aus den letzten fünf Spielen nur zwei Punkte und haben erst ein Tor erzielt. „Aber wir sind froh, dass wir schon 31 Punkte haben und nicht so unter Druck geraten wie aktuell der SV Sandhausen oder der Karlsruher SC. Deswegen bin ich zwar innerlich ruhig, dennoch werden wir nichts auf die leichte Schulter nehmen“, sagte Gonther.

Das Hamburger Stadtderby hat der frühere St.-Pauli-Kapitän vor dem Fernseher verfolgt. Mit seiner Freude über die 0:2-Niederlage des HSV geht der 33-Jährige ganz offen um. „Ich habe vielen Jungs gratuliert und wäre am Samstagabend gern in Hamburg gewesen, um ein bisschen mitzufeiern. Aber das hat mein Fuß nicht erlaubt“, erzählte Gonther. Im Spiel beim VfL Osnabrück hatte er eine starke Prellung erlitten – Einsatz am Sonnabend fraglich

Gonther will bei der angestrebten Überraschung gegen den Aufstiegsfavoriten auf dem Platz mithelfen, den „HSV genauso zu bekämpfen, wie es St. Pauli am vergangenen Wochenende gemacht hat. Außerdem möchten wir uns für das Hinspiel-Ergebnis rehabilitieren.“ Damals habe man zu viel Respekt gehabt und einfache Fehler gemacht. "Ich bin überzeugt, dass es diesmal ein komplett anderes Spiel wird“, sagte Gonther.