HSV-News

Wegen Erkrankung: Hollerbach nicht mehr Trainer in Belgien

Ex-HSV-Trainer Bernd Hollerbach ist seinen Job bei Royal Excel Mouscron vorerst los.

Ex-HSV-Trainer Bernd Hollerbach ist seinen Job bei Royal Excel Mouscron vorerst los.

Foto: Bruno Fahy / dpa

Drei Rückkehrer beim HSV-Training. Fanvertreter: Pyro-Show "nicht das Gelbe vom Ei". Hecking rüffelt Dudziak.

Die HSV-News am Mittwoch, den 5. Februar 2020:

Ex-HSV-Trainer Hollerbach nicht mehr in Mouscron

Kuriosum um Bernd Hollerbach: Der ehemalige Trainer des HSV ist beim belgischen Erstligisten Royal Excel Mouscron zumindest bis zum Ende der regulären Saison seinen Trainerjob los. Wie der Club am Mittwoch mitteilte, muss sich Hollerbach noch mehrere Wochen von einer schweren Lungenentzündung erholen. Bis zum Start in die Play-offs übernimmt Philippe Saint-Jean, bislang Leiter des Nachwuchszentrums in Mouscron, die Mannschaft übergangsweise.

Nach Informationen der Zeitung "Grenzecho" soll der 50 Jahre alte Hollerbach aus gesundheitlichen Gründen seit 26. Dezember nicht mehr bei seinem Club erschienen sein. Nach Ende der Hauptrunde soll neu über die Situation von Hollerbach entschieden werden, wie Mouscron mitteilte. Eine Rückkehr auf den Trainerstuhl des Tabellenelften ist nicht ausgeschlossen.

Hollerbach hatte im Mai vergangenen Jahres, 436 Tage nach seiner Entlassung beim HSV, einen Zweijahresvertrag in Mouscron unterschrieben.

HSV-Training mit Rückkehrern

Mit Jairo Samperio und Kapitän Aaron Hunt hat der HSV am Mittwoch die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den Karlsruher SC (Sonnabend, 13 Uhr, Volksparkstadion/Sky und Onefootball) aufgenommen. Jairo hatte sich Mitte Januar beim Testspiel gegen den FC Seoul einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Kapitän Hunt hatte beim 3:1-Sieg beim VfL Bochum am Montag wegen einer Erkältung nicht mitwirken können.

Auch Julian Pollersbeck ist zurück im Mannschaftstraing. Der Torwart hatte vor vier Wochen einen Bänderriss im linken Sprunggelenk erlitten.

Fan-Vertreter: Pyro-Aktion des HSV "nicht das Gelbe vom Ei"

Sig Zelt vom Bündnis ProFans steht der vom Deutschen Fußball-Bund genehmigten Pyro-Aktion beim HSV an diesem Sonnabend skeptisch gegenüber. „Ich glaube nicht, dass das das Gelbe vom Ei ist“, sagte Zelt am Mittwoch. „Es würde mich wundern, wenn das der Schlüssel wäre, den Frieden mit den aktiven Fans herzustellen und alle glücklich zu machen. Das ist eine sehr kontrollierte Sache, der jegliches Überraschungsmoment fehlt.“

Vor dem Zweitligaspiel gegen den Karlsruher SC darf der HSV einmalig zehn Rauchtöpfe außerhalb des Zuschauerbereichs kontrolliert abbrennen.

Grundsätzlich negativ sieht Zelt die Aktion nicht. „Ich kann es natürlich niemandem verübeln, wenn er solch einen Test macht“, sagte er und plädierte für eine unvoreingenommene Bewertung der Geschehnisse. „Ich habe ein bisschen die Befürchtung, dass das als Alibi hergenommen wird. Dass dann hinterher gesagt wird: 'Wir haben uns jetzt so weit herausgelehnt und so etwas ermöglicht, und ihr seid immer noch nicht zufrieden.' Das wäre schade“, sagte Zelt. „Man muss es dann daran messen, wie es von den Fans und der aktiven Fanszene aufgenommen wird.“

Stadtderby HSV – FC St. Pauli ausverkauft

Das Stadtderby in der 2. Fußball-Bundesliga zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli ist ausverkauft. Wie der Tabellenzweite HSV mitteilte, waren alle am Vortag in den freien Vorverkauf gegangenen Resttickets für das Duell am Sonnabend, den 22. Februar (13 Uhr) am Mittwoch vergriffen.

St. Pauli hatte bereits in der vorigen Woche gemeldet, dass die rund 3000 in den freien Verkauf gegangenen Karten des Gästekontingents innerhalb von nur fünf Minuten weg waren. Im Volksparkstadion werden damit 57.000 Besucher erwartet.

Allerdings gab der HSV auch bekannt, dass sich für jene Fans, die weiter auf der Suche nach einer dem begehrten Billets sind, ein regelmäßiger Blick in die HSV-Ticketbörse lohnen könnte. Denn dort bieten Dauerkarteninhaber ihre Karte für einzelne Heimspiele zum Verkauf an. Zugleich riet der Club ausdrücklich davon ab, Tickets über Plattformen wie Viagogo.de und Ticketbande.de zu erwerben. Diese Karten seien ungültig und würden nicht zum Zutritt in das Volksparkstadion berechtigen, hieß es in der Mitteilung weiter.

Pyro: HSV-Fanbeauftragter Göbel glaubt nicht an totale Feuerpause

Der HSV-Fanbeauftrate Cornelius Göbel geht davon aus, dass das Experiment des Clubs, am Sonnabend (13 Uhr) beim Spiel gegen den Karlsruher SC kontrolliert Pyrotechnik abzubrennen, bei den Fans gut ankommen wird. "Wir sind davon überzeugt, dass die breite Masse der aktiven Fanszene diesen Weg mitgehen möchte", sagte Göbel bei "HSV.de". Allerdings wisse man auch, "dass es Strömungen gibt, die diesem Kontext nicht positiv gegenüberstehen".

Für sie stelle vielmehr das Verbot von Pyrotechnik auf der Tribüne an sich einen "besonders tollen Reiz" dar. Göbel: "Es wäre naiv zu glauben, dass Ultras aufgrund dieser Aktion das Abbrennen von bislang verwendeten pyrotechnischen Mitteln sofort unterlassen." Der HSV rechne mit "Widersprüchen und Rückschlägen", sei aber von dem jetzt eingeschlagenen Weg überzeugt.

Am Sonnabend sollen zwischen Spielfeld und Nordtribüne des Volksparkstadions zehn Rauchtöpfe unter Aufsicht der Feuerwehr gezündet werden. Göbel vergleicht die organisierte Pyro-Show mit Popkonzerten an gleicher Stelle. Auch dabei "wurde Pyrotechnik bereits in großen Mengen eingesetzt, immer unter behördlichen Auflagen und von Profis ausgeführt. Warum dies nicht bei Fußballspielen erfolgen soll, ist nicht selbsterklärend."

Termine für Vorverkauf zum HSV-Topspiel in Stuttgart stehen fest

Im heimischen Volksparkstadion sind die Besucherzahlen leicht rückläufig, doch auf seinen harten Fan-Kern kann sich der HSV weiterhin verlassen. Für die kommenden Auswärtsspiele bei Hannover 96 (Sonnabend, 15. Februar, 13 Uhr) und bei Erzgebirge Aue (Sonnabend, 29. Februar, 13 Uhr) gibt es keine Gästekarten mehr.

Für das Spiel bei der SpVgg Greuther Fürth (Freitag, 13 März, 18.30 Uhr) können wegen der geringen Kapazität nur Mitglieder und auch nur je zwei Karten erwerben. Zum Spitzenspiel beim VfB Stuttgart (Montag, 6. April, 20 Uhr) soll es dagegen von 19. Februar (8 Uhr) an einen freien Verkauf geben. Eine Woche früher, als am kommenden Mittwoch, den 12. Februar (8 Uhr) sind die Mitglieder am Zug. Ihnen stehen jeweils bis zu vier Tickets zur Verfügung.

Es ist zugleich das Duell der Zweitligateams mit den mit Abstand meisten Auswärtsfans. Laut dem Portal "Fussballmafia.de" wird der VfB in dieser Saison von durchschnittlich 3440 Zuschauern auf fremdem Platz unterstützt. Der HSV folgt knapp dahinter mit durchschnittlich 3373 Anhängern.

Verletzung verschlimmert? HSV-Trainer Hecking rüffelt Dudziak

Beim 3:1-Sieg des HSV am Montag beim VfL Bochum musste Jeremy Dudziak nach 71 Minuten ausgewechselt werden. Zu spät, wie Trainer Dieter Hecking im Nachhinein glaubt. Denn sein Mittelfeldmann litt bereits während des Spiels unter einer leichten Zerrung. "Er hätte deswegen früher rausgehen sollen, hat aber nichts gesagt. Darüber bin ich etwas verärgert. Ich werde das mit ihm besprechen", sagte Hecking. Der Trainer befürchtet, dass sich die Verletzung so verschlimmert haben könnte.

Anders als beim 4:1-Heimsieg gegen Nürnberg am vergangen Donnerstag war Dudziak in Bochum nicht weiter aufgefallen. Die Einzelkritik zu dem Spiel können Sie hier nachlesen.

Bilder des HSV-Siegs in Bochum:

Ob Dudziak am Sonnabend (13 Uhr, Volksparkstadion/Sky und Onefootball) gegen den Karlsruher SC eingesetzt werden kann, ist noch unklar. Am Mittwoch absolvierte er ein individuelles Training.

Trotz Blitzstarts beim HSV: Pohjanpalo bleibt Joker

Dieter Hecking ist froh über den großen Konkurrenzkampf in dem in der Winterpause noch einmal verstärkten Kader des HSV. „Wir haben ein großes Ziel vor Augen und große Ziele erreicht man nur, wenn man als Gruppe funktioniert und geschlossen als Mannschaft auftritt. Auf die Befindlichkeiten einzelner Spieler, die bei dem einen oder anderen mehr oder weniger ausgeprägt sind, kann ich keine Rücksicht nehmen, und das wissen meine Spieler auch“, sagte der 55 Jahre alte Coach auf hsv.de.

Der breite Kader war beim 3:1-Sieg in Bochum das große HSV-Plus. „Es war gut zu sehen, dass die Einwechselspieler sofort da sind“, betonte Hecking. Der von ihm ins Spiel gebrachte Gideon Jung habe „sofort eine gute körperliche Präsenz“ gezeigt und die Defensive verstärkt, Joel Pohjanpalo kam im Angriff für Lukas Hinterseer und erzielte nur knapp drei Minuten nach seiner Hereinnahme des wichtige 2:1. „Ich hin froh, dass Joel diese Rolle so angenommen hat“, sagte der HSV-Coach.

Einen Wechsel im Sturm soll es beim Tabellenzweiten dennoch vorerst nicht geben. „Lukas Hinterseer hat für uns in den letzten vier Meisterschaftsspielen drei Tore gemacht. Das ist erst mal eine Quote, die als Mittelstürmer nicht so schlecht ist“, sagte Hecking, der als Profi selbst Stürmer war. „Im Moment sehe ich noch nicht den Grund, da etwas für das nächste Spiel zu ändern“, erklärte der Coach mit Blick auf das Heimspiel am Sonnabend gegen den Karlsruher SC. Den Finnen Pohjanpalo und den wieder fitten Österreicher Martin Harnik hält er somit wohl auf der Bank als Joker in der Hinterhand.

Holtby erklärt seine Kurzschlussreaktion beim HSV

Die letzten Spiele seiner HSV-Zeit erlebte Lewis Holtby nur noch auf der Tribüne. Der damalige Trainer Hannes Wolf hatte den Ex-Nationalspieler im April vergangenen Jahres suspendiert, nachdem der sich zu schade gewesen war, als Ersatzmann mit zum Auswärtsspiel bei Union Berlin zu fahren.

Neun Monate später ist Holtby sein Verhalten peinlich. "Das war ein riesiger Fehler, den ich, wenn ich könnte, auch gerne rückgängig machen würde", sagte er der Zeitschrift "Sport-Bild". Er habe sich "aus tiefem Frust zu einer Kurzschlussreaktion hinreißen lassen, die ich unmittelbar nach einer kalten Dusche korrigieren wollte". Leider sei ihm diese Möglichkeit nicht gewährt worden.

Holtby (29) spielt inzwischen beim englischen Zweitligisten Blackburn Rovers. Dem HSV, für den er fünf Jahre lang aktiv war, wünsche er den Aufstieg. "In den fünf Jahren beim HSV steckte mein gesamtes Herzblut in dem Verein", sagte der einstige Publikumsliebling. "Sowohl körperlich als auch seelisch hat mich das viel Kraft gekostet." Deswegen habe er danach eine Pause gebraucht und sich erst im September für den Wechsel zurück in seine zweite Heimat England entschieden.

Bayern streicht Ex-HSV-Talent Arp aus Champions-League-Kader

Rekordmeister FC Bayern München verzichtet in der K.-o.-Runde der Champions League auf Sommer-Neuzugang Fiete Arp. Der frühere HSV-Stürmer steht nicht auf Kaderliste des Bundesliga-Tabellenführers für die zweite Saisonhälfte, die durch die Europäische Fußball-Union am Dienstag bestätigt wurde. Der im Winter von Real Madrid ausgeliehene Álvaro Odriozola (24) wurde hingegen für die Königsklasse gemeldet.

Arp (20) hätte in der Gruppenphase noch spielen dürfen. Auch aufgrund von Verletzungen stand er aber für die Profimannschaft bislang noch keine Minute auf dem Rasen. Die Bayern spielen im Achtelfinale am 25. Februar in London sowie im Rückspiel am 18. März (jeweils 21 Uhr) in München gegen den FC Chelsea.

KSC-Chef Wellenreuther reicht die Pyro-Show des HSV nicht

Am Sonnabend will der HSV vor dem Zweitliga-Heimspiel gegen den Karlsruher SC erstmals in Eigenregie Pyrotechnik abbrennen. Nach den Hamburger Behörden hat auch der Deutsche Fußball-Bund die Erlaubnis dazu erteilt. Zehn Rauchtöpfe sollen vor der Nordtribüne gezündet werden, neben jedem stehen ein Ordner und ein Löscheimer bereit.

Für Ingo Wellenreuther, den Präsidenten des KSC, kann das nur der Anfang sein. "Ich war in Utrecht, da wurden vier Leiterwagen mit Feuerwerksbatterien fünf Minuten vor dem Anpfiff ins Stadion gezogen und jeweils zwei rechts und links auf die Strafraumlinie gestellt. Dann wurde ein riesiges Feuerwerk wie an Silvester gezündet", sagte Wellenreuther der Zeitschrift "Sport-Bild".

Das Spiel sei dann ganz ohne Zwischenfälle abgelaufen. Wellenreuther, dessen Sohn Timon beim niederländischen Erstligaclub Tilburg im Tor steht, hält diese Variante für "diskutabel" und kann sich vorstellen, auch im heimischen Wildparkstadion Pyrotechnik zu testen. In der niederländischen Liga sind kontrollierte Pyro-Shows nicht unüblich, wie dieses Video zeigt.

Pyro-Show in Groningen

Wie der HSV musste auch Karlsruhe in der Vergangenheit hohe Strafen für das Fehlverhalten seiner Fans bezahlen, allein 100.000 Euro waren es nach dem baden-württembergischen Derby 2017 beim VfB Stuttgart.

Der HSV und die Pyrostrafen:

  • In der Strafentabelle belegt der HSV regelmäßig einen der traurigen Spitzenplätze
  • 2019 verteidigten die HSV-Fans sogar den fragwürdigen Titel des deutschen "Randalemeisters"
  • In der Saison 2017/18 wurden insgesamt 235.000 Euro Strafe an den DFB fällig
  • In der Saison 2018/19 überboten die Anhänger diese Summe mit ihrem Fehlverhalten auf 294.150 Euro
  • Die höchste Einzelstrafe gegen den HSV wurde für Pyrotechnik im Stadtderby beim FC St. Pauli verhängt: 150.000 Euro (10.03.2019)
  • In der ewigen Strafentabelle seit der Saison 2011/12 liegt der HSV mit 1,214 Millionen Euro auf Rang drei (Stand: Dezember 2019)