HSV-News

Verletzungsschocks für die zwei größten HSV-Konkurrenten

| Lesedauer: 5 Minuten

Stuttgart und Bielefeld verlieren wichtige Leistungsträger. "Tor des Jahres": Enttäuschung für HSV-Talent. Platzt der Wood-Transfer?

Die HSV-News am Sonnabend, den 1. Februar 2020:

Nürnberg-Sieger haben früher frei

Zwei Tage vor dem Spiel beim VfL Bochum am Montagabend (20.30 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de) hat der HSV heute noch einmal öffentlich trainiert.

Die Einheit im Schatten des Volksparkstadions, bei der viel mit dem Ball geübt wurde, durften einige der Startspieler vom Sieg gegen Nürnberg am Donnerstag (4:1) allerdings früher beenden.

Vor der Abreise in den Ruhrpott steht am Sonntag (12 Uhr) in Hamburg noch ein letztes, allerdings nicht-öffentliches Training an.

Nimmt Cincinnati Abstand von Wood?

In Deutschland ist das Wintertransferfenster seit Freitag um 18 Uhr geschlossen, doch in einige andere Länder sind Wechsel nach wie vor möglich.

Clubs der US-Liga MLS etwa können Spieler zwischen dem 12. Februar und 5. Mai unter Vertrag nehmen. Das nährt die Hoffnung des HSV, dass Bobby Wood in diesem Zeitraum bei einem Verein seines Heimatlandes unterkommen könnte.

Einen ersten Dämpfer könnte diese Vorstellung nun aber durch ein weiteres Transfergerücht erhalten. Denn wie das US-Sportportal "The Athletic" berichtet, soll der angebliche Wood-Interessent FC Cincinnati vor der Verpflichtung eines anderen Stürmers stehen.

Er habe "ein gutes Gefühl", den Hoffenheimer Profi Jürgen Locadia (derzeit an Premier-League-Club Brighton verliehen) als Neuzugang zu gewinnen, sagte Cincinnatis Manager Gerard Nijkamp dem "Athletic".

Lesen Sie auch die HSV-News vom Sonntag:

Sollte das Geschäft, für das mehrere Parteien ihre Zustimmung geben müssten, zustande kommen, würden Wood und der HSV in die Röhre schauen. In Hamburg gilt der Nationalspieler mit mehr als zwei Millionen Euro als einer der Topverdiener der Zweiten Bundesliga.

Zuletzt hatte Woods Berater Volker Struth (SportsTotal) angekündigt, in die USA reisen und seinen 27 Jahre alten Mandanten dort an den Mann bringen zu wollen.

Die HSV-Neuzugänge 2019/20:

HSV-Konkurrenz verliert Leistungsträger

Schwere Schläge für die HSV-Konkurrenten im Aufstiegskampf: Sowohl Arminia Bielefeld als auch der VfB Stuttgart müssen in den kommenden Wochen auf wichtige Leistungsträger verzichten.

Während bei Bielefeld der zweitbeste Liga-Scorer Andreas Voglsammer (zehn Treffer, fünf Vorlagen) mit einem Mittelfußbruch lange ausfällt, kamen zwei seiner Kollegen etwas glimpflicher aus dem Spiel bei Erzgebirge Aue (0:0) davon.

Mittelfeldspieler Manuel Prietl (leichte Gehirnerschütterung) und Cedric Brunner (Platzwunde am Kopf) sollen zu Beginn der Woche das Training wieder aufnehmen können.

Der VfB hat indes zwei Ausfälle zu beklagen. Am heftigsten erwischte es Kapitän Marc Oliver Kempf, der im Spiel beim FC St. Pauli (1:1) mit Verdacht auf Kieferbruch ausgewechselt werden musste. Der Verteidiger kam in ein Hamburger Krankenhaus.

"Kempf dürfte sechs bis acht Wochen ausfallen“, sagte Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo nach der Partie, die auch Borna Sosa nicht zu Ende spielen konnte. Beim Mittelfeldspieler besteht der Verdacht auf Mittelhandbruch. Genaueres soll eine eingehende Untersuchung ergeben.

Nutzt der HSV die Vorlagen der Konkurrenz?

Stuttgart und Bielefeld taten dem HSV derweil mit ihren Ergebnissen einen Gefallen. Die jeweiligen Unentschieden eröffnen den Rothosen die große Möglichkeit, sich mit einem Sieg in Bochum mit zwei Punkten vom Drittplatzierten VfB abzusetzen, respektive auf einen Punkt an Tabellenführer Arminia heranzupirschen.

Am Sonntag verriet dann HSV-Trainer Dieter Hecking, was er davon hält, auf Ausrutscher der Konkurrenz zu lauern (ab 1:52 min):

Hecking vor Bochum: "Wir müssen zielstrebiger werden"

Porath trifft jetzt auch in der Zweiten Liga

Für den HSV kickte er er seit 2012 in der Jugend, bei den Profis kam Finn Porath aber nie zum Zug. Deshalb wurde das Offensivtalent 2017 erst nach Unterhaching verliehen, wo ihm in 60 Drittligaspielen immerhin sechs Treffer gelangen.

Seit dieser Saison spielt Porath fest bei Holstein Kiel – und bei den Störchen feierte der 22-Jährige heute dann auch seine Torpremiere in der Zweiten Liga: Beim 2:0-Sieg in Karlsruhe erzielte der gebürtige Lübecker in der 31. Minute per Kopf den Endstand.

"Tor des Jahres": Opoku geht leer aus

Ein anderes Talent, das offiziell noch beim HSV unter Vertrag steht, hat am Sonnabend dagegen den ganz großen Coup verpasst. Bei der Wahl zum "Tor des Jahres" der ARD-Sportschau landete Aaron Opoku letztlich abgeschlagen auf Rang zehn.

Auf das Hackentor des 20-jährigen Flügelstürmers für Hansa Rostock beim 3:3 im Juli gegen Viktoria Köln entfielen 4,14 Prozent der Zuschauerstimmen. An den Drittligisten Rostock ist Opoku noch bis Saisonende verliehen.

Das für die Mehrheit schönste Tor (17,24 Prozent) schoss dagegen Union Berlins Marcel Hartel per Fallrückzieher gegen den 1. FC Köln. Der ehemalige HSV-Profi Rouwen Hennings kam mit einem Treffer für Fortuna Düsseldorf auf Platz fünf (8,21 Prozent).

Opokus Hackentor gegen Köln (ab 1:20 min)
( jdr )

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