HSV-Einzelkritik

Jung spielt eine Slalomstange, Hinterseer bleibt unsichtbar

Beim verlorenen Testspiel gegen Schalke 04 standen die HSV-Profis nicht gut da. Ihre Leistung in der Einzelkritik.

Hamburg. Der HSV startet mit einer Niederlage ins neue Jahr. Die Hamburger unterlagen am Freitagabend beim Testspiel im Volksparkstadion dem FC Schalke 04 – mit 0:4. Und es war ausgerechnet der ehemalige HSV-Profi und Schalke-Neuzugang Michael Gregoritsch, der vor 11.918 Zuschauern die Gäste in Führung schoss (18. Minute).

Den Ausgleich wollte Jeremy Dudziak nur vier Minuten später bringen. Doch sein Tor wurde wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannt. Die HSV-Profis in der Einzelkritik.

Heuer Fernandes: Nicht einmal 20 Kilometer von der Arena auf Schalke geboren. Das half dem Bochumer Jung bei den Gegentoren aber auch nicht weiter.

Narey: Bemüht. Ob das reicht, um die Clubchefs davon zu überzeugen, doch keinen neuen Rechtsverteidiger zu holen, ist allerdings zu bezweifeln.

Letschert (bis 45.): Einmal ungenau, ansonsten eher unauffällig.

Van Drongelen (ab 46.): In der zweiten Halbzeit irgendwie dabei, aber nicht wirklich mittendrin.

Ewerton (bis 45.): Die Leiste hielt. Die Leistung konnte da nur bedingt mithalten.

Jung (ab 46.): Übernahm vor dem 0:3 die Rolle einer Slalomstange. Ließ sich später von der Abwehr ins defensive Mittelfeld verschieben.

Leibold: Verlor vor dem 0:2 den Ball und spielte vor dem 0:4 einen Fehlpass der üblen Sorte. Die gute Nachricht: Er kann es besser.

Fein (bis 71.): Muss weiterhin an seinem Defensivverhalten arbeiten.

David (ab 71.): In der Innenverteidigung auf keinen Fall schlechter als seine routinierteren Abwehrkollegen.

Dudziak (bis 61.): Auf eher bescheidenem Niveau bester Hamburger.

Moritz (ab 61.): Konnte gegen die Ex keine wirklichen Akzente mehr setzen.

Kinsombi (bis 82.): Machte da weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte. Hat ja aber noch 19 Tage bis zum Rückrundenauftakt gegen Nürnberg. Die sollte er nutzen.

Suhonen (ab 82.): Durfte sich über sein Volksparkstadiondebüt freuen.

Jairo: Hatte die größten Torchancen, ist aber dummerweise kein Torjäger.

Hinterseer (bis 45.): Blieb unsichtbar. Erst als seine Auswechslung bekannt gegeben wurde, fiel er auf.

Harnik (ab 46.): Brauchte nur fünf Minuten, um sich direkt seine erste Chance zu erarbeiten. Auch sonst sehr bemüht, aber von seinen Kollegen ein wenig alleine gelassen.

Jatta (bis 61.): Sah vor dem 0:1 nicht wirklich gut aus – und gönnte sich auch sonst einen eher ruhigen Abend.

Amaechi (ab 61.): A-Jugendspieler.​