HSV-News

Darmstadt 98 sichert HSV den Aufstiegsplatz

Pascal Stenzel vom VfB Stuttgart im Zweikampf mit Darmstadts Marvin Mehlem. Der HSV ist am kommenden Sonnabend in Darmstadt zu Gast.

Pascal Stenzel vom VfB Stuttgart im Zweikampf mit Darmstadts Marvin Mehlem. Der HSV ist am kommenden Sonnabend in Darmstadt zu Gast.

Foto: Alexander Scheuber/Bongarts/Getty Images

Südafrika zweifelt an Zinnbauer. Grammozis schwärmt vom HSV. Hecking über Neu-Stürmer. Papadopoulos schon in Winterpause.

Die HSV-News am Montag, den 16. Dezember 2019:

SV Darmstadt leistet HSV Schützenhilfe

Der SV Darmstadt 98 hat dem HSV mit einem 1:1 (1:1)-Unentschieden gegen den VfB Stuttgart in der Zweiten Liga Schützenhilfe geleistet. Durch das Unentschieden verpassten es die Schwaben, an den Hamburgern vorbei auf Platz zwei zu klettern.

Beide Mannschaften haben zum Abschluss der Hinrunde 30 Zähler und damit vier weniger als Tabellenführer Arminia Bielefeld. Vor 14.875 Zuschauern brachte Tobias Kempe (20. Minute) die Hausherren in Führung, Borna Sosa (45.) glich aus. Der HSV ist am kommenden Sonnabend in Darmstadt zu Gast.

Darmstadts Trainer Grammozis glaubt an Aufstieg des HSV

30 Hinrundenpunkte, sieben weniger als in der Vorsaison: Seit Wochen schwächelt der HSV – aber Darmstadts Trainer Dimitrios Grammozis glaubt weiterhin an den Aufstieg seines Ex-Clubs. "Das Gesamtpaket mit Dieter Hecking als Trainer stimmt", sagte der frühere Hamburger Profi vor dem Rückrundenauftakt gegen den HSV am Sonnabend (13 Uhr) in einem Interview der "Bild"-Zeitung. "Es gibt aktuell zwar eine Phase, die ein bisschen schwieriger ist, aber das ist in dieser ausgeglichenen Liga normal. Ich glaube, dass sich der Verein zur Rückrunde wieder stärken und weiter um den Aufstieg mitspielen wird.“

Für Grammozis (41) ist der HSV "ein Bundesligaclub". Die 2. Bundesliga sei für die eigenen Ansprüche des Vereins zu wenig. "Das muss man in aller Deutlichkeit sagen, weil einfach alles das, was dieser Verein hergibt, Erstliga-Format hat." Er selbst habe sich 1998 trotz eines lukrativeren Angebots des VfL Wolfsburg für einen Wechsel zum HSV entschieden, "weil er ein Bundesliga-Topclub war und ich total heiß war, in dem Stadion zu spielen". Diese Strahlkraft habe der Verein immer noch.

Darmstadt empfängt am Abend den VfB Stuttgart, der mit einem Sieg den HSV vom zweiten Tabellenplatz verdrängen kann (20.30 Uhr/Sky und Onefootball).

Südafrika: Kritik an Ernennung von Ex-HSV-Trainer Zinnbauer

Der Dreijahresvertrag für den ehemaligen HSV-Trainer Joe Zinnbauer beim Johannesburger Traditionsclub Orlando Pirates hat am Kap kritische Reaktionen ausgelöst. „JZ“, wie der 49-Jährige von Südafrikas Medien genannt wird, habe „eine Menge zu beweisen“, schrieb die Zeitung „City Press“ am Montag. Die Verwunderung ist groß, dass in Zinnbauer ein eher unbekannter Coach aus Europa den Vorzug vor heimischen Trainern erhalten hat.

„Der Club hat in den letzten zehn Jahren elf Trainer beschäftigt, von denen nur zwei schwarz waren“, kritisierte die Zeitung weiter. Nach Medienangaben soll Zinnbauer bereits am Sonnabend in Soweto gegen die Black Leopards auf der Trainerbank sitzen. Die Orlando Pirates belegen aktuell den siebten Platz in der südafrikanischen Liga, in der 2012 der fünfte und bis dato letzte Titelgewinn gelang.

Die Verpflichtung Zinnbauers, der in der Spielzeit 2014/15 in 24 Pflichtspielen den damaligen Bundesligisten HSV betreut hatte, war am Dienstag bekannt gegeben worden. Zinnbauer, der zuletzt bis Mai 2017 beim FC St. Gallen in der Schweiz tätig war, muss nach Clubinformationen noch auf eine offizielle Arbeitserlaubnis warten.

HSV-Trainer Hecking sieht keinen Anlass für Kurswechsel

Trotz nur eines Punkts aus den vergangenen drei Ligaspielen und einer Serie von sieben Auswärtsspielen ohne Sieg sieht Trainer Dieter Hecking den HSV nicht auf Abwegen. "Wir haben über weite Strecken das Spiel bestimmt", sagte Hecking am Tag nach dem 1:1 beim SV Sandhausen. "Was im Moment nicht passt: dass wir am gegnerischen Strafraum nicht die richtigen Entscheidungen treffen, in Rückstand geraten und hinterherlaufen müssen. Aber wir sollten uns davon nicht entmutigen und von unserem Kurs abbringen lassen."

Am Ende habe man "zu viel gewollt" und Sandhausen dadurch Großchancen ermöglicht. Hecking: "Das müssen wir besser machen, zeigt aber, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollten."

Die aktuelle Kopfballschwäche gerade bei Standardsituationen hält Hecking für unlösbar. "Wir haben diese großen Spieler nicht, und wir wissen, dass die Gegner darauf auch spekulieren. Wir müssen einfach noch näher dran sein und cleverer verteidigen." Sandhausens Alexander Schirow hatte vor seinem Kopfballtreffer Gegenspieler Ewerton mit einem Rempler auf Distanz gehalten.

Abseitsentscheidung bringt Aytekin HSV-Besuch ein

Nach dem Spiel in Sandhausen hat Dieter Hecking Schiedsrichter Deniz Aytekin in dessen Kabine aufgesucht. Aytekin hatte dem HSV kurz vor Spielende einen Elfmeter verweigert, als der eingewechselte Sonny Kittel im Strafraum den Ball an den ausgebreiteten Arm von Sandhausens Torschütze Schirow schoss. Grund: Kittel soll mit seiner Fußspitze wenige Zentimeter im Abseits gestanden haben.

"Ich hatte eine Sky-Videoaufnahme bekommen, bei der es knapp kein Abseits war. Da hat mich schon interessiert, woher die Schiedsrichter ihre Bilder haben", sagte Hecking. Die habe der vierte Offizielle umgehend vorgelegt, und "da sah es so aus, als ob Sonny wirklich knapp im Abseits war. Dann haben wir das so zu akzeptieren".

Neuer Stürmer im Winter? Hecking hält sich bedeckt

Abwehrend reagierte Hecking auf die Frage nach der Verpflichtung eines weiteren Stürmers in der Winterpause. Er werde sich nach dem Spiel in Darmstadt am kommenden Sonnabend mit der sportlichen Führung "zusammensetzen, die Lage analysieren und entscheiden, was wir machen. Wenn jemand aus dem Aufsichtsrat meint, sich äußern zu müssen, soll er die Meinung haben."

Das Abendblatt hatte berichtet, dass das Kontrollgremium die Mittel für zwei Verstärkungen bewilligt hat. Fest steht, dass der HSV Verstärkung auf der rechten Verteidigerposition braucht, da sowohl Jan Gyamerah als auch Josha Vagnoman noch länger verletzt ausfallen.

Sky-Kommentator gibt HSV-Profi Fein falschen Vornamen

Seit seinem Wechsel vom FC Bayern München zum HSV hat Adrian Fein eine beachtliche Entwicklung genommen, auch in der U-21-Nationalmannschaft hat sich der defensive Mittelfeldmann festgespielt. Doch Sky-Kommentator Hansi Küpper ist Adrian Fein offenbar kein Begriff. Bei seiner Livereportage vom HSV-Spiel in Sandhausen gab Küpper Fein konsequent den Vornamen Markus – und wurde damit in den sozialen Netzwerken selbst zum Tratschthema.

Vielleicht hatte Kollege Küpper ja noch den früheren Profi Marcus Feinbier (50) im Hinterkopf, der 1988 mit Bayer Leverkusen den Uefa-Pokal gewann.

Fein und van Drongelen arbeiten beim HSV außerplanmäßig

Apropos Adrian Fein: Er erlebte am Montag eine Premiere. Zum ersten Mal in seiner HSV-Zeit nahm Fein an einem Spielersatztraining teil. Fein hatte beim 1:1 beim SV Sandhausen am Sonntag erstmals nicht in der Startformation gestanden, sondern war erst nach einer Stunde für Gideon Jung eingewechselt worden. Trainer Dieter Hecking hatte sich davon "ein spielerisches Übergewicht im Mittelfeld" erhofft.

Bilder vom HSV-Spiel in Sandhausen:

Innenverteidiger Rick van Drongelen, der erstmals seit dem Bundesliga-Abstieg im Mai 2018 ein HSV-Spiel nur auf der Bank erlebte, war am Montag ebenfalls auf dem Trainingsplatz.

Für die anderen Spieler geht es erst am Mittwoch weiter, dann beginnt die Vorbereitung auf den Rückrundenauftakt der 2. Bundesliga beim SV Darmstadt 98 (Sonnabend, 13 Uhr).

Papadopoulos hat sich offenbar beim HSV verabschiedet

Für Kyriakos Papadopoulos hat die Winterpause offenbar bereits begonnen. Die "Bild"-Zeitung berichtet, dass der HSV den griechischen Innenverteidiger freigestellt hat, damit er sich einen neuen Verein sucht.

Papadopoulos (27) hatte im Oktober selbst um seine Versetzung in die zweite Mannschaft gebeten. Beim 1:1 im Regionalligaspiel gegen die Reserve des FC St. Pauli am Sonnabend aber stand er schon nicht mehr im Kader. Er soll sich bereits von den Spielern verabschiedet haben.