HSV-News

Vagnoman fällt länger aus als angenommen

Fein wieder für Nationalelf nominiert. Lasogga spielte gegen Vorkasse. Heuer Fernandes muss HSV-Einheit auslassen.

Die HSV-News am Mittwoch, den 6. November 2019:

Vagnoman fällt länger aus als gedacht

Josha Vagnoman fällt nun doch länger als als angenommen. Nach seinem Fußwurzelbruch wurde der junge Außenverteidiger des HSV bereits am Montag operiert, wie „Rautenperle“ zuerst berichtete. Der Eingriff fand in München in der Schön-Klinik bei Professor Dr. Markus Walther statt. Sechs Wochen darf der Fuß des 18-Jährigen nicht belastet werden. Vagnoman, der sich vor einer Woche beim Pokalspiel gegen Stuttgart verletzt hatte, wird dem HSV damit wohl auch zum Rückrundenauftakt fehlen.

U-21-Nationaltrainer Kuntz beruft HSV-Profi Fein erneut

U-21-Nationaltrainer Stefan Kuntz hat für das EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien am 17. November (16 Uhr/ProSieben) in Freiburg erneut HSV-Mittelfeldspieler Adrian Fein in sein Aufgebot berufen. Fein (20) hatte im September in der Mannschaft des EM-Zweiten debütiert und auf Anhieb überzeugt. Beim 5:1-Sieg zum Auftakt der EM-Qualifikation in Wales gelangen dem Bayern-Leihspieler zudem ein Tor sowie eine Vorlage.

Neu im Kuntz-Kader ist Stürmer Ragnar Ache vom niederländischen Erstligisten Sparta Rotterdam. Die Partie in Freiburg gegen den direkten Verfolger Belgien wird zum ersten Härtetest in der laufenden EM-Qualifikation. Die bisherigen beiden Spiele gegen Wales und Bosnien-Herzegowina (2:0) waren noch kein Maßstab. Das Spiel im Schwarzwald-Stadion ist bereits ausverkauft.

HSV-Training am Donnerstag nicht öffentlich

Wer den HSV am Donnerstagnachmittag bei der Vorbereitung auf das Nordderby bei Holstein Kiel (Sonnabend, 13 Uhr) in Augenschein nehmen wollte, muss umplanen: Trainer Dieter Hecking hat die Öffentlichkeit kurzfristig von der für 15.30 Uhr geplanten Einheit ausgeschlossen. Das gab der Club am Mittwochnachmittag bekannt.

Dass die vorletzte Einheit vor einem Spiel ohne Publikum stattfindet, ist unter Hecking durchaus nicht unüblich. Beim Abschlusstraining am Freitag (15 Uhr) sind Fans am Volkspark dann wieder willkommen.

Kiels Fans wollen gegen HSV Farbe bekennen

Die Fans von Holstein Kiel sollen im Nordduell mit dem HSV am Sonnabend (13 Uhr) ein einheitliches Erscheinungsbild abgeben. Die Gruppierung Block 501 rief alle Anhänger der Westtribüne des Holstein-Stadions dazu auf, vor dem Anpfiff einen entsprechenden Mottoartikel zu erwerben.

"Packt euch also einen Fünfer mehr in die Tasche, und werdet Teil des Gesamtbildes", heißt es in dem Aufruf. Beim Spiel der Kieler in Bielefeld am vergangenen Sonntag, das mit 1:2 verloren ging, waren die Anhänger der KSV Holstein mit einem einheitlichen Schal aufgetreten.

Nach Tätlichkeit gegen HSV-Profi Leibold: Harte Strafe für Aigner

Nach seiner Tätlichkeit im Zweitligaspiel gegen den HSV am vergangenen Sonntag (1:1) ist Stefan Aigner vom SV Wehen Wiesbaden für drei Spiele gesperrt worden. Das entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der Angreifer war HSV-Profi Tim Leibold nach einem Zweikampf unglücklich auf die Rippen gestiegen und hatte nach Videobeweis die Rote Karte gesehen. Aigner (32) hatte nach dem Spiel beteuert, dass sein Foul keine Absicht war.

Der HSV hatte die mehr als halbstündige Überzahl nicht nutzen können, um seine 1:0-Führung über die Zeit zu retten. Dem früheren Hamburger Törles Knöll war in der Nachspielzeit noch der Ausgleich für die Hessen gelungen.

Hannover-Krise erinnert Doll an den HSV

Der frühere Hannover-Trainer Thomas Doll erkennt bei der Krise des Bundesliga-Absteigers Parallelen zu seinem Ex-Club HSV. „Man sieht, dass man bei einigen Zugängen in der vergangenen Zeit nicht richtiggelegen hat, das erinnert mich an den damaligen Hamburger SV“, wird Doll in der „Sport-Bild“ zitiert. „Die Spieler bekommen gutes Geld, kosten teilweise noch hohe Ablöse, aber der Verein hat häufig nicht die richtige Qualität bekommen. Das würde sich sonst in der Leistung anders widerspiegeln.“

Doll hatte Hannover in der vergangenen Abstiegssaison fast die komplette Rückrunde trainiert. In Hamburg war er von 2004 bis 2007 als Profi-Trainer tätig. Derzeit coacht der 53-Jährige Apoel Nikosia aus Zypern.

Hannover liegt in der 2. Bundesliga derzeit nur auf dem 13. Platz und hat sich am Sonntag von Dolls Nachfolger Mirko Slomka getrennt. Doll nimmt in der sportlichen Krise die Mannschaft der Niedersachsen in die Pflicht. „Meiner Meinung nach kann man nicht immer nur den Trainer dafür verantwortlich machen“, sagte er. „Auch die Spieler stehen in der Verantwortung, und für die Gehälter muss man Leistung verlangen. Die gezeigten Leistungen in Hannover stimmen derzeit nicht mit der Erwartungshaltung des Clubs überein.“

Heuer Fernandes fehlt beim HSV-Training, Sousa dabei

Ohne seine Nummer eins Daniel Heuer Fernandes ist der HSV am Mittwochmorgen in die Vorbereitung auf das Derby bei Holstein Kiel (Sonnabend, 13 Uhr) gestartet. Der Torwart hat sich wegen einer Erkrankung abgemeldet.

Sonny Kittel, Rick van Drongelen, Bakery Jatta und Adrian Fein wurden geschont und absolvierten ein individuelles Programm. Außenverteidiger Travian Sousa (18) aus der A-Jugend-Mannschaft durfte zum wiederholten Mal die Profi-Trainingsgruppe verstärken. Der US-Amerikaner könnte nach den langfristigen Ausfällen von Jan Gyamerah (Wadenbeinbruch) und Josha Vagnoman (Bruch des Fußwurzelknochens) noch zur Alternative werden.

Gyamerah nutzt die Zwangspause fürs Studium

Apropos Jan Gyamerah: Acht Wochen nach seinem schlimmen Trainingsunfall macht der rechte Verteidiger des HSV bei der Rehabilitation Fortschritte. "Ich habe keine Schmerzen mehr, kann ohne Gehhilfe unterwegs sein. Es fühlt sich alles gut an", sagte Gyamerah der "Bild"-Zeitung.

Abwehrkollege Kyriakos Papadopoulos sei der erste Mitspieler gewesen, der ihn nach der Operation am Krankenbett besucht habe – mit einer Tüte Lebensmittel. Gyamerah: "Echt cool. Es waren aber auch ganz viele andere Spieler und Mitarbeiter vom Verein zu Besuch." Das habe ihm viel Kraft gegeben.

Die böse Verletzung habe sogar einen guten Nebeneffekt: "Ich pauke mehr für mein Studium, habe mich für eine Klausur in Sportbusiness-Management angemeldet. Das hätte ich wohl ohne die Verletzung nicht getan."

Lasogga spielte beim HSV gegen Vorkasse

Pierre-Michel Lasogga war beim HSV vergangene Saison mit seinem Grundgehalt von 3,4 Millionen Euro jährlich nicht nur der mutmaßlich bestverdienende Profi in der 2. Bundesliga, er hatte mit dem Verein offenbar auch eine Art Krankenversicherung abgeschlossen. Laut einem Bericht der Zeitschrift "Sport-Bild" wurde in dem Vertrag des Stürmers vereinbart, dass eine Million Euro seines Gehalts am Jahresanfang zu zahlen sei.

Lasogga sicherte sich damit für den Fall einer langfristigen Verletzung finanziell ab. Üblicherweise springt nach sechs Wochen Lohnfortzahlung die Verwaltungsberufsgenossenschaft als gesetzliche Unfallversicherung ein – und deren Beiträge sind gedeckelt.

Immerhin: Seine vertraglich vereinbarte Torprämie soll Lasogga (27) nach dem Abstieg des HSV und seiner Rückkehr aus England 2018 nicht mehr ausgezahlt bekommen haben. Der Verein habe laut "Sport-Bild" die Zahlung verweigert, der Spieler auf eine Klage verzichtet. Seit diesem Sommer ist Lasogga für Al-Arabi in Katar aktiv.

Ansturm aufs Böllenfalltor – HSV-Kontingent ausgeschöpft

Das HSV-Kartenkontingent für das letzte Spiel des Jahres bei Darmstadt 98 (21. Dezember, 13 Uhr) war am Mittwochmorgen in null Komma nichts ausverkauft, genauer: binnen zwölf Minuten. Weil das Merck-Stadion am Böllenfalltor umgebaut wird, standen nur 1200 Tickets für den Gästeblock zur Verfügung.

Wer leer ausgegangen ist und keine Berührungsängste mit Fans anderer Mannschaften hat, kann noch auf ein Ticket für einen anderen Stadionbereich hoffen. Der Vorverkauf der "Lilien" beginnt allerdings erst im Dezember.

HSV dachte über Kiels Serra nach

Neuzugang David Kinsombi war offenbar nicht der einzige Kieler Spieler, auf den der HSV in der vergangenen Zweitligasaison ein Auge geworfen hat. Auch über Stürmer Janni Serra (21) ist nach Abendblatt-Informationen am Volkspark zumindest diskutiert worden. Der gebürtige Hannoveraner erzielte vergangene Saison elf Pflichtspieltore für Holstein – darunter den 1:0-Führungstreffer beim 3:1-Heimsieg zum Rückrundenauftakt gegen den HSV.

Eine Verpflichtung Serras wäre aber vermutlich teuer geworden. Sein Vertrag bei den Störchen gilt noch bis 2021. Für "Königstransfer" Kinsombi hat der HSV zu Saisonbeginn drei Millionen Euro nach Kiel überwiesen – von denen der Mittelfeldspieler zehn Prozent selbst übernommen haben soll.

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