HSV-News

Hoffmann: HSV kann sich Mainzer Stammspieler nicht leisten

Streit um HSV-Termin: Stadt bekräftigt Vorwürfe gegen DFL. Jansen folgt Seelers Vorbild. Großer Auftritt für van der Vaarts Sohn.

Die HSV-News am Mittwoch, den 9. Oktober 2019:

  • HSV-Präsident Jansen wirbt für die Muskelschwund-Hilfe
  • Streit um HSV-Termin geht in die nächste Runde
  • Hoffmann: HSV muss auch bei Aufstieg kleine Brötchen backen
  • Großer Auftritt für van der Vaats Sohn Damian
  • HSV-Trainer Hecking wird Großvater

Wie Seeler: HSV-Präsident Jansen Botschafter der Muskelschwund-Hilfe

HSV-Präsident Marcell Jansen (33) ist neuer Botschafter der Deutschen Muskelschwund-Hilfe. Der frühere Nationalspieler unterstützt damit die Arbeit für muskelkranke Menschen und kommt zur Benefizgala „Nacht der Schmetterlinge“ am 26. Oktober ins Hotel Grand Elysée, teilte die Deutsche Muskelschwund-Hilfe am Mittwoch mit. Jansen ergänzt das Engagement von Uwe Seeler, der sich seit mehr als 35 Jahren für muskelkranke Menschen starkmacht.

„Die Krankheit Muskelschwund ist immer noch viel zu unbekannt, vor allem bei Kindern ist der Verlauf meist äußerst tragisch. Ich möchte dazu beitragen, die Krankheit und vor allem auch mögliche Therapien noch viel stärker in das Bewusstsein der Menschen zu rücken“, sagte Jansen. Die Deutsche Muskelschwund-Hilfe begleitet seit 1982 Menschen mit unheilbaren Muskelerkrankungen in ganz Deutschland auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben, hieß es in der Mitteilung weiter.

Streit um HSV-Termin: Verkehrsbehörde kontert Liga

Der Streit um die Ansetzung des Zweitliga-Spitzenspiels zwischen dem HSV und dem VfB Stuttgart am Sonnabend, den 26. Oktober (13 Uhr), geht in die nächste Runde. Die Verkehrsbehörde hat gegenüber dem Abendblatt bekräftigt, die Deutsche Fußball-Liga bereits im Sommer um eine Verlegung gebeten zu haben. „Nach Vorliegen des Rahmenterminplans der DFL hat Hamburg vor der Feinplanung um Verlegung des Spiels gebeten. Das war am 31.07.2019", sagte Sprecherin Susanne Meinecke.

Die Liga hatte dagegen bestritten, bereits vor der Erstellung des Spielplans von der Behörde informiert worden zu sein. "Bis zum heutigen Tag gab es keine Kontaktaufnahme der Hamburger Verkehrs- oder Innenbehörde mit der Spielplanung der DFL zu diesem Thema", hatte die DFL am Dienstag erklärt. Den allgemeinen Spielplan für die beiden Bundesligen hatte der Verband schon am 28. Juni veröffentlicht. Die genaue Ansetzung der Partie war am 4. September erfolgt. Bereits am Dienstag, den 29. Oktober (18.30 Uhr), kommt es im DFB-Pokal erneut zum Aufeinandertreffen der beiden Aufstiegsanwärter.

Hintergrund des Streits ist, dass die Autobahn 7 von Freitag, den 25. Oktober (22 Uhr) bis Montag, den 28. Oktober (5 Uhr) zwischen den Anschlussstellen Eidelstedt und Schnelsen-Nord gesperrt ist. Der Abschnitt wird üblicherweise von vielen Fans bei der An- und Abreise genutzt. Für das Spiel sind bereits 54.000 Eintrittskarten verkauft worden. Die Verkehrsbehörde bittet, mit Bussen und Bahnen anzureisen. Die Angebote des öffentlichen Nahverkehrs sollen zudem verstärkt werden.

Hoffmann: HSV kann sich auch bei Aufstieg keine Bundesliga-Stammspieler leisten

Bernd Hoffmann sieht die Runderneuerung in der sportlichen Führung als Basis für den zurückgekehrten Erfolg beim HSV an. Nach dem verpassten Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga im Mai „haben wir gesagt, im Sport müssen wir uns noch einmal komplett neu erfinden“, sagte der Vorstandschef des Zweitliga-Spitzenreiters der „Bild“-Zeitung. Mit Trainer Dieter Hecking und Sportvorstand Jonas Boldt an der Spitze habe man „ein passendes Gesamt-Team“ zusammengestellt. „Wir sind sehr froh, dass es so aussieht, dass es die richtigen Entscheidungen waren“, betonte er.

Zugleich kritisierte Hoffmann das frühere Erscheinungsbild des HSV, der alles andere als leicht zu führen gewesen sei. „Ganz häufig war der Club ein fiebriges Gebilde, bei dem es nicht einfach ist, alle Strömungen innerhalb und außerhalb des Vereins zusammenzuhalten“, monierte der 56-Jährige. Daher sei es von elementarer Bedeutung gewesen, nach Hannes Wolf (38) einen erfahrenen Coach wie Hecking (55) zu holen, dessen fachliche und menschliche Kompetenz außer Frage stehe. „Die Erfahrung, die ich in den ganzen Jahren gemacht habe, ist: Die wichtigste Personalie in einem Fußballclub ist der Trainer.“

Sollte der HSV in dieser Saison das Aufstiegsziel erreichen, würde der Gehaltsetat um etwa 25 Prozent auf rund 40 Millionen Euro ansteigen. Dennoch müsste der klamme Traditionsclub eine kluge Transferpolitik weitgehend mit ablösefreien oder ausgeliehenen Profis bestreiten und weiter auf den eigenen Nachwuchs setzen. „Gestandene Bundesliga-Spieler aus einem Vertrag herauszukaufen, ist nicht möglich. Stammspieler aus Freiburg, Mainz oder Düsseldorf würden wir nicht bezahlen können“, sagte Hoffmann. Denn selbst mit einem 40-Millionen-Etat würde man „im unteren Drittel der Bundesliga“ liegen.

Auch van der Vaarts Sohn kickt beim Abschiedsspiel mit

Das Abschiedsspiel von HSV-Publikumsliebling Rafael van der Vaart (36) am Sonntag (15 Uhr) im Volksparkstadion wird zugleich zum ersten großen Auftritt für seinen Sohn Damian. Der 13-Jährige darf mit der U14 seines SC Victoria um 14 Uhr das Vorspiel gegen den Suchsdorfer SV bestreiten, wie die "Bild"-Zeitung zu berichten weiß. Vor der Partie tritt noch Trickfußballer Marcel Gurk auf.

Für das eigentliche "Game of Champions" haben insgesamt 48 Fußballgrößen zugesagt, unter ihnen Italiens 2006er-Weltmeister Fabio Cannavaro, der langjährige Bayern-Star Arjen Robben und dessen früherer Oranje-Sturmpartner Robin van Persie. Für "Rafas HSV-Stars" treten unter anderen René Adler, Vincent Kompany, Tim Atouba, Nigel de Jong und Ailton an. Tickets und Informationen zum Abschiedsspiel gibt es hier.

HSV-Trainer Hecking wird Großvater

Wie nahe Freud und Leid doch manchmal beieinanderliegen: Erst vor zehn Tagen hat Dieter Hecking der Beisetzung seines Vaters Wilfried beigewohnt. Schon bald darf sich der HSV-Trainer über sein erstes Enkelkind freuen. Seine älteste Tochter Maria-Lena Reimer (33) ist schwanger. "Im Dezember ist es so weit", sagte Dieter Hecking der "Bild"-Zeitung.

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