HSV-News

HSV verpflichtet Torwarttalent – Lasogga trifft auf Anhieb

Fan "Sievi" rechnet musikalisch mit HSV ab. Neue Spekulation um Özcan. Van Drongelen fehlt im Training. Einzelgespräch mit Wood.

Die HSV-News am Donnerstag, den 18. Juli 2019:

  • Regelkunde für die HSV-Profis
  • HSV-Fan "Der Sievi" wettert musikalisch gegen Lotto-Ausbootung
  • Wechselt Özcan vom HSV in die Süper Lig?
  • HSV holt Torwarttalent Wehking aus Bochum
  • Hecking lässt im Miniaturformat trainieren
  • Van Drongelen fehlt, Einzelgespräch mit Wood
  • Lasogga debütiert, trifft und verliert
  • Ex-Stürmer Waldschmidt sieht seine HSV-Zeit kritisch

Ittrich informiert HSV-Profis über neue Regeln

Nach dem Training am Donnerstag hieß es für die HSV-Profis "Nachsitzen": Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich vom Mümmelmannsberger SV unterrichtete die Spieler in einer knapp einstündigen Sitzung über die neuen Regeln, die sie in der kommenden Saison erwarten, wie der HSV bekannt gab.

So dürfen zum Beispiel angreifende Spieler bei Freistößen nicht mehr in der Mauer stehen. Bei Abstößen und Freistößen im eigenen Strafraum muss der Ball den Strafraum nicht mehr verlassen.

"Der Sievi" rechnet musikalisch mit dem HSV ab

Mit seiner "Ansage an die HSV-Spieler" wurde Timo Sievert im Februar vergangenen Jahres schlagartig zum Internet-Star. Allein bei Youtube wurde die schreiende Wutrede ("Kriech' ich so 'n' Blutdruck, dooo!") des selbst ernannten "lautesten Feuerwehrmanns Deutschlands" mehr als 150.000-mal aufgerufen.

Jetzt hat "Der Sievi" nachgelegt und auch musikalisch mit seinem Verein abgerechnet. In seinem Song "Nur der HAHAHSV" schimpft Sievert (37) zu punkigen Gitarrenklängen unter anderem über die Entscheidung, die Stadionhymne von Lotto King Karl abzusetzen. "Dem Lotto hat man schön in' Arsch getreten / Fehlt jetzt nur noch ein neuer Vertrag / Mit einem Sponsor, den keiner mag / Red Bull Hamburg hört sich doch geil an!", heißt es im Text. Alles wie immer in solchen Fällen: Geschmackssache.

Der Sievi: "Nur der HAHAHSV"

Trabzonspor nimmt angeblich Kontakt zu Özcan auf

Vollwertiger HSV-Profi ist Berkay Özcan erst seit Anfang des Monats: Nach halbjähriger Leihe kauften die Hamburger den türkischen U-21-Nationalspieler zur neuen Saison für 1,5 Millionen Euro aus seinem Vertrag beim VfB Stuttgart heraus und banden ihn gleich für vier Jahre an den Club. Doch unter dem neuen Trainer Dieter Hecking, das haben die ersten Vorbereitungswochen gezeigt, dürfte es Özcan (21) schwer haben, zu Einsatzzeiten zu kommen.

Jetzt könnte sich ein Wechsel des Mittelfeldspielers in seine zweite Heimat anbahnen. Laut dem lokalen Portal "61saat.com" erwägt der türkische Erstligist Trabzonspor, Özcan auszuleihen. Der gebürtige Karlsruher könnte demnach Starspieler Yusuf Yazici (22) ersetzen, der vor einem Wechsel steht. Trabzonspor habe bereits Kontakt mit Özcans Berater aufgenommen. Das Problem: Özcan selbst zieht es nach Abendblatt-Informationen nicht in die Süper Lig.

Sport1 hatte berichtet, dass auch die Istanbuler Topclubs Galatasaray, Fenerbahce und Besiktas Interesse an Özcan hinterlegt hätten. Dem HSV selbst liegen bislang allerdings keine Anfragen vor. Özcan kam in der Rückrunde in 17 Pflichtspielen für den HSV zum Einsatz (zwei Tore, drei Vorlagen).

HSV schnappt Bochum Torwarttalent weg

Der HSV hat Torwarttalent Joshua Wehking vom Zweitligakonkurrenten VfL Bochum verpflichtet. Der 19-Jährige unterschrieb am Donnerstag in Hamburg einen Vertrag für die Regionalligamannschaft.

Wehking war vor einem Jahr von der U19 von RB Leipzig zum VfL gekommen und bestritt in der vergangenen Saison 13 Partien in der A-Junioren-Bundesliga, kasssierte dabei 20 Gegentore und spielte dreimal zu null. Zudem gewann er mit der Bochumer U19 den Westfalenpokal.

Beim HSV II soll Wehking Morten Behrens ersetzen, der sich Zweitliga-Absteiger 1. FC Magdeburg angeschlossen hat. Zudem fehlt Bennett Schauer der U-21-Mannschaft nach einem Meniskusriss noch für mehrere Wochen.

Die HSV-Verpflichtungen zur neuen Saison:

HSV übt im Kleinformat

Einen Tag nach dem nicht öffentlichen Testspiel gegen Oberligist SV Rugenbergen (4:1) hat der HSV seinen Fans im Training am Donnerstag wieder etwas geboten. Während sich die meisten der am Mittwoch eingesetzten Spieler im Stadioninneren erholten, versammelte Trainer Dieter Hecking seine potenzielle A-Elf auf dem Trainingsplatz zu einer Runde Klein-Klein.

Statt mit zwei großen Toren wurde mit sechs kleinen gespielt, in Kleinteams à vier Spielern plus je zwei Spielern an den Außenlinien, ohne Torhüter und auf einem deutlich verkleinerten Spielfeld. Die etwa 200 Zuschauer konnten sich alles aus der Nähe ansehen.

Einzelgespräch mit Wood, van Drongelen fehlt

Eineinviertel Stunden dauerte der Spaß, inklusive Standardtraining. Was auffiel: Hecking zog sich anschließend mit Stürmer Bobby Wood zu einem längeren Gespräch zurück.

Rick van Drongelen nahm nicht an der Trainingseinheit teil. Der niederländische Innenverteidiger ist aber nicht verletzt, sondern wurde geschont und arbeitete regenerativ im Stadion.

Am Freitag (15.30 Uhr) steht die letzte Trainingseinheit auf dem Programm, bevor am Sonnabend beim 5. Volksparkfest mit dem Spiel gegen den belgischen Rekordmeister Anderlecht (13.30 Uhr) die Saison offiziell eröffnet wird.

Lasogga debütiert, trifft und verliert

Der frühere HSV-Stürmer Pierre-Michel Lasogga hat im ersten Einsatz für seinen neuen Club Al-Arabi (Katar) auf Anhieb getroffen, die Niederlage allerdings nicht verhindern können. In einem Testspiel gegen den spanischen Erstligaabsteiger FC Girona im nahe gelegenen Riudarenes erzielte Lasogga in der 16. Minute per Freistoß die 1:0-Führung.

Borja García (25.) und Marc Gual (44.) konnten die Partie allerdings noch vor der Pause zugunsten der Katalanen drehen. Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Waldschmidt war in seiner HSV-Zeit "zu brav"

Ein Jahr nach seinem Abschied vom HSV sieht sich Luca Waldschmidt menschlich gereift. "Früher war ich im Umgang mit den Mitspielern zu lieb und zu brav, auch auf dem Platz. In Gesprächen mit den Trainern habe ich mich zu wenig getraut", sagte der U-21-Nationalstürmer des SC Freiburg dem "Kicker". Die Ehrfurcht sei groß gewesen. "Mich als jungen, zurückhaltenden Profi draußen oder auf der Bank zu lassen, war für die Trainer eine bequeme Lösung."

Er habe angefangen, Bücher über Psychologie und mentales Training zu lesen. Waldschmidt: "Ich notiere mir für mich selbst kleinere und größere Ziele, an denen ich mich orientieren und manchmal auch hochziehen kann."

Waldschmidt (23) erzielte in der abgelaufenen Bundesligasaison neun Tore. Bei der U-21-EM im Juni avancierte er mit sieben Treffern zum Torschützenkönig. Beim HSV hatte er zuvor in zwei Jahren nur zweimal getroffen.