HSV-News

Droht dem HSV der Abgang von Rick van Drongelen?

Neue Gerüchte um Holtby. Dauerkarten verkaufen sich besser als 2018. Profis sollen Wolf kritisiert haben. Ex-HSVer Seo nach Kiel.

Die HSV-News am Dienstag, den 28. Mai 2019:

  • Eindhoven will angeblich van Drongelen vom HSV holen
  • Dauerkartenverkauf schneller als im Vorjahr
  • Ex-HSV-Stürmer in Österreichs Kader, Bald-HSV-Stürmer nicht
  • Cardiff und Glasgow Rangers wollen angeblich Holtby
  • Profis sollen Zweifel an Wolfs Taktik geäußert haben
  • Santos muss sich wohl neues Wechselziel suchen
  • Arp soll bei den Bayern direkt durchstarten
  • Wood aus US-Nationalteam aussortiert
  • Slomka ersetzt Doll in Hannover

PSV Eindhoven will angeblich HSV-Verteidiger van Drongelen

Wenn es einen Spieler gibt, den der HSV auch für die nächste Saison fest eingeplant hat, dann ist es Rick van Drongelen. Nur 45 Minuten hat der niederländische Innenverteidiger in der 2. Bundesliga verpasst: als er beim 3:2-Sieg gegen Heidenheim zur Halbzeitpause verletzungsbedingt für den späteren Hattrick-Schützen Pierre-Michel Lasogga ausgewechselt wurde.

Wer auch immer der neue Trainer wird: Er würde sicher gern mit van Drongelen planen. Die Frage ist, ob er darf. Wie das Abendblatt erfuhr, soll die PSV Eindhoven Interesse an einer Verpflichtung des 20-Jährigen haben. Der Werksverein hat schon Stars wie Ronaldo und Arjen Robben als Karrieresprungbrett gedient. Zudem ist Eindhoven kommende Saison als niederländischer Vizemeister erneut in der Champions League vertreten.

Angeblich wäre der Club bereit, eine Ablöse von fünf Millionen Euro für van Drongelen lockerzumachen. Eindhoven braucht Ersatz für seinen deutschen Innenverteidiger Daniel Schwaab (30), der ein Angebot zur Vertragsverlängerung ausgeschlagen hat und aus familiären Gründen nach Deutschland zurückkehren will.

Van Drongelen war 2017 für drei Millionen Euro von seinem Heimatverein Sparta Rotterdam zum HSV gewechselt. Der Vertrag des U-21-Nationalspielers gilt noch drei Jahre. Van Drongelens Marktwert wird vom Portal "Transfermarkt" auf 4,5 Millionen Euro geschätzt.

HSV hat schon 15.000 Dauerkarten verkauft

Neun Tage nach Saisonende in der 2. Bundesliga hat der HSV bereits 15.000 Dauerkarten verkauft. Das gab der Club am Dienstag bekannt. Damit ist die Nachfrage sogar höher als in der "Abstiegseuphorie" vor einem Jahr. Damals war die 15.000er-Marke erst zwölf Tage nach dem schicksalhaften letzten Spiel erreicht worden.

Bis Freitag kommender Woche haben die bisherigen Abonnenten ein Vorkaufsrecht. Am 18./19. Juni haben Mitglieder die exklusive Chance auf ein Saisonticket. Sollte das Kontingent danach noch nicht erschöpft sein, wird am 20. Juni der freie Vorverkauf beginnen und bis zum 5. Juli dauern.

Österreich: Ex-HSV-Stürmer im Kader, Bald-HSV-Stürmer nicht

Der frühere HSV-Stürmer Michael Gregoritsch wurde von Österreichs Teamchef Franco Foda in sein Aufgebot für die Spiele in der EM-Qualifikation gegen Slowenien in Klagenfurt (7. Juni, 20.45 Uhr) und gegen Nordmazedonien in Skopje (10. Juni, 20.45 Uhr) berufen. Gregoritsch (25) war nach zwei Jahren in Hamburg 2017 zum FC Augsburg gewechselt, für den er seither in 64 Bundesligaspielen 19 Treffer erzielte.

Gregoritsch ist einer von 16 Spielern aus der deutschen Bundesliga in Fodas Kader. Nicht berücksichtigt wurde dagegen Lukas Hinterseer, der am Wochenende vom HSV für zwei Jahre verpflichtet wurde. Der bisherige Bochumer Stürmer absolvierte sein letztes von bislang zwölf Länderspielen 2016 und war seither nur noch auf Abruf nominiert worden.

Kehrt Holtby auf die Insel zurück?

Lewis Holtbys Zeit beim HSV läuft nach fünf Jahren ab. Zur neuen Saison könnte der Publikumsliebling ein zweites Mal auf die Insel wechseln. Wie britische Medien berichten, sollen die Glasgow Rangers und Cardiff City an einer Verpflichtung des Mittelfeldspielers interessiert sein.

Der walisische Club Cardiff strebt nach dem Abstieg die sofortige Rückkehr in die englische Premier League an. Die Rangers, die von Liverpool-Ikone Steven Gerrard trainiert werden, wollen die Vorherrschaft des Lokalrivalen Celtic in der schottischen Premiership beenden. Die 55. Meisterschaft lässt seit 2011 auf sich warten. Ein Wechsel Holtbys zum Rekordmeister war bereits im März ins Spiel gebracht worden.

Ex-Nationalspieler Holtby (28), Sohn einer Deutschen und eines Briten, spielte von Januar 2013 bis Sommer 2014 für die Londoner Clubs Tottenham und Fulham in der Premier League, bevor er zum HSV wechselte. Dessen letzter Trainer Hannes Wolf warf Holtby zuletzt aus dem Profikader, nachdem er sich geweigert hatte, als Reservist zum Auswärtsspiel bei Union Berlin zu reisen.

Profis sollen Zweifel an Wolfs Taktik geäußert haben

Offenbar hatten Holtby und andere Spieler schon früher intern Zweifel an der Spielweise unter Wolf geäußert. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Dazu muss man wissen: Holtby gilt als Lieblingsschüler von Wolfs Vorgänger Christian Titz.

HSV-Präsident Marcell Jansen, in der Saison 2014/15 noch Teamkollege Holtbys, soll deshalb beim inzwischen gefeuerten Sportvorstand Ralf Becker vorstellig geworden sein. Konsequenzen seien aber zunächst ausgeblieben. Auch das soll ein Grund sein, warum sich der Aufsichtsrat für eine Abberufung Beckers entschieden hat. Kritisch sei von den Kontrolleuren auch gesehen worden, dass Mannschaftskapitän Aaron Hunt im Saisonendspurt zum Trainerberater befördert wurde.

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Santos-Transfer gerät ins Stocken

Seinen Abschied vom HSV hat Douglas Santos bereits verkündet – trotz Vertrags bis 2021. Der HSV hat dem brasilianischen Linksverteidiger auch eine Freigabe erteilt – allerdings nur, wenn sein neuer Club mindestens zehn Millionen Euro Ablöse bezahlt.

Bayer Leverkusen galt als mögliches Ziel. Doch wie schon vor einem Jahr könnte sich Santos' Wechsel zur Werkself erneut zerschlagen. Aktuell deutet vieles darauf hin, dass sein Landsmann Wendell in Leverkusen verbleibt. Santos (25) muss sich daher wohl einen anderen Verein suchen.

1899 Hoffenheim wird es nicht werden, die Kraichgauer haben gerade den Augsburger Linksverteidiger Konstantinos Stafylidis verpflichtet. Zudem hatte der Bundesligaclub am letzten Spieltag den Europapokal verpasst, in dem sich Santos zu gern präsentieren würde.

Arp soll bei den Bayern direkt durchstarten

Von der Reserve eines Zweitligisten direkt in den Kader einer Weltklassemannschaft: Der Karrieresprung, den Fiete Arp (19) nach seinem Abschied vom HSV kommende Saison bei Bayern München schaffen will, ist gewagt. Doch sein Berater Jürgen Milewski hat genau dieses Ziel jetzt bekräftigt: "Fiete wechselt zum FC Bayern und soll dort spielen. Eine andere Ansage hat es nie gegeben", sagte der frühere HSV-Profi der "Hamburger Morgenpost".

Anders als etwa Serge Gnabry soll Arp nicht zunächst an einen anderen Club verliehen werden, sondern direkt beim Doublesieger durchstarten. Und wenn nicht: Dank des Aufstiegs der zweiten Mannschaft könnte Arp zumindest in der 3. Liga Spielpraxis sammeln. Beim HSV stand er vergangene Saison länger für die zweite Mannschaft in der Regionalliga auf dem Platz (621 Minuten) als für die erste in der 2. Bundesliga (506 Minuten).

Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt beim FC Bayern Anfang Juli, vom 15. bis zum 24. Juli geht es ins Trainingslager in die USA, wo Testspiele gegen den FC Arsenal, Real Madrid und den AC Mailand auf dem Programm stehen.

Ex-HSVer Seo schafft "Klassenerhalt"

60 Regionalligaspiele hat Young-jae Seo für die zweite Mannschaft des HSV gemacht, bei der ersten durfte der linke Verteidiger regelmäßig mittrainieren. Doch ein Spiel im Volksparkstadion war Seo erst am 19. Mai dieses Jahres vergönnt: im Dress des MSV Duisburg, zu dem er mangels Perspektive im vergangenen Sommer gewechselt war.

Die "Zebras" standen da bereits als Absteiger aus der 2. Bundesliga fest – doch zumindest Seo (23) hat jetzt den Klassenerhalt für sich geschafft. Der Südkoreaner wechselt zu Holstein Kiel, wo er einen Einjahresvertrag unterschrieben hat.

„Ich freue mich sehr, wieder zurück in den Norden Deutschlands zu kommen“, sagte Seo, der 2015 aus seiner Heimat zum HSV gekommen war. "Die sportliche Ausrichtung von Holstein Kiel, ein technisch anspruchsvoller, attraktiver Spielstil, ein tolles Umfeld und eine junge Mannschaft, auf die ich sehr neugierig bin, haben mich sofort überzeugt.“ Bei der KSV Holstein spielt auch Seos Landsmann Jae-sung Lee.

Wood fliegt aus US-Nationalteam

Es sind schwierige Zeiten für Bobby Wood. Als Leihstürmer konnte er den Abstieg von Hannover 96 mit seinen drei Saisontoren nicht verhindern. Seine Lust, nächste Saison wieder für den HSV zu spielen, mit dem er im Vorjahr abgestiegen war, dürfte sich in Grenzen halten – genau wie die des HSV, Wood (26) für immer noch gut zwei Millionen Euro Gehalt wieder in den Kader zu integrieren.

In der Nationalmannschaft kann der US-Amerikaner sein angeknackstes Selbstvertrauen diesmal nicht aufpolieren. Trainer Gregg Berhalter hat Wood nicht in sein provisorisches 40-Mann-Aufgebot für den Gold Cup berufen. Laut "Hamburger Morgenpost" sollen weniger Woods Kniebeschwerden aus dem Frühjahr als vielmehr seine schwachen Leistungen in der Bundesliga ausschlaggebend gewesen sein.

Wood bestritt seit seinem Debüt vor sechs Jahren, damals noch unter Trainer Jürgen Klinsmann, 45 Länderspiele für die USA und erzielte dabei 13 Tore.

Ex-HSV-Trainer Slomka beerbt Ex-HSV-Trainer Doll

Zwei Trainer mit HSV-Vergangenheit geben sich bei Hannover 96 die Klinke in die Hand. Wie der Bundesliga-Absteiger am Dienstag verkündete, wird Mirko Slomka (51) neuer Cheftrainer der Niedersachsen, Thomas Doll (53) muss trotz eines Vertrages bis 2020 seinen Posten räumen. Unter Slomka erlebte 96 von 2010 bis 2013 die erfolgreichsten Jahre der jüngeren Vereinsgeschichte. Nun soll er den Club zum Wiederaufstieg führen.

Hannovers Clubchef Martin Kind stellt Slomka und den zum Sportdirektor beförderten Jan Schlaudraff um 15.30 Uhr in einer Pressekonferenz vor.