HSV-News

30 Millionen Euro für den vom HSV vergraulten Demirbay?

Zahlt der HSV Rückkehrer Wood eine Millionen-Abfindung? Es wäre nicht der erste Fall dieser Art. Van der Vaart wird Profi-Darter.

Die HSV-News am Donnerstag, den 18. April 2019:

  • Demirbay für 30 Millionen zu Arsenal?
  • Sommer-Trainingslager in Rotenburg
  • Kassiert Wood eine Millionen-Abfindung?
  • Van der Vaart wird Profi-Darter
  • Weiter Fragezeichen hinter Hunt
  • Stefan Schnoor wird 48 Jahre alt

Demirbay für 30 Millionen zu Arsenal?

Der damalige HSV-Trainer Bruno Labbadia konnte mit ihm nichts anfangen und jagte ihn vom Hof. Nun könnte Kerem Demirbay (25) von seiner Ausstiegsklausel, die zwischen von 20 und 30 Millionen Euro liegen soll, Gebrauch machen und zum FC Arsenal in die Premier League wechseln. Das berichtet der "Kicker". In Hamburg wurde der technisch versierte Spielmacher im Sommer 2016 für 1,7 Millionen Euro an Hoffenheim verscherbelt.

Immerhin wurden zu Saisonbeginn noch zusätzliche 300.000 Euro mit der Teilnahme an der Champions League fällig. Mehr Einnahmen kommen aber offenbar nicht hinzu. Denn die zehnprozentige Beteiligung an einem Weiterverkauf soll mit Demirbays Vertragsverlängerung bei der TSG vor einem Jahr erloschen sein.

Rotenburg-Trainingslager ist fix

Die Sommerplanungen beim HSV laufen auf Hochtouren. Fest steht jetzt schon, dass sich der Club im Juli im bewährten Rotenburg an der Wümme auf die neue Saison vorbereiten wird. Übernachten wird das Team wie in den vergangenen Jahren im "Landhaus Wachtelhof". Im Falle eines Aufstiegs und einer zwei Wochen später startenden Spielzeit würden die Hamburger noch ein zweites Trainingslager ansetzen. Laut der "Bild" würde es dann nach Bad Häring im österreichischen Tirol gehen. Als Domizil haben die Verantwortlichen schon mal vorsorglich das „Panorama Royal“ reserviert.

Zahlt der HSV Wood eine Millionen-Abfindung?

Die Freude über seine Rückkehr hält sich beim HSV in Grenzen. Der an Hannover 96 verliehene Bobby Wood steht ab dem 1. Juli wieder auf der Gehaltsliste der Hamburger. Nach einer unglücklich verlaufenden Saison (drei Tore in 20 Spielen) werden die Niedersachsen die Kaufoption in Höhe von sieben Millionen Euro nicht ziehen.

Wood hat es in dieser Spielzeit verpasst, sich mit guten Leistungen für andere Clubs zu empfehlen. Seit mehr als einem Monat fällt er wegen seines immer wieder für Probleme sorgenden Knies aus. Auch sein "komplett zerballertes Knie", vor dem der HSV 2016 unmittelbar vor dem Vier-Millionen-Transfer des damaligen Torjägers von Union Berlin gewarnt wurde, erleichtert die Suche nach einem neuen Club keineswegs.

Beim HSV bespricht man derweil diverse Szenarien, wie das Kapitel Wood im Sommer beendet werden kann. Denn im Falle des Wiederaufstiegs würde Woods Jahresgage wieder auf rund 3 Millionen Euro steigen. Bei einem angestrebten Spieleretat von 40 Millionen Euro wäre fast ein Zehntel nur mit dem Gehalt eines Profis belastet.

Wie der HSV das Wood-Problem lösen will

Deshalb will sich der Verein in jedem Fall von dem US-Nationalstürmer trennen. Sollte sich doch noch ein Interessent, der auch Woods Gehaltswünsche erfüllen kann, finden, wäre der HSV bereit, den Spieler ablösefrei ziehen zu lassen. Bei einer erneuten Leihe wären die Hamburger laut "Bild" sogar bereit, einen Teil des Gehalts zu übernehmen.

Sollte sich dennoch kein Abnehmer für Wood finden, soll es dem Bericht zufolge sogar denkbar sein, seinen Vertrag gegen die Zahlung einer millionenschweren Abfindung aufzulösen. Es wäre nicht das erste Mal, dass der HSV ein teures Missverständnis auf diese Art beendet. Auch die Spieler Maximilian Beister (600.000 Euro), Paul Scharner (500.000 Euro), Lasse Sobiech (300.000 Euro), Emir Spahic (eine Million Euro) und Mergim Mavraj (250.000 Euro) wurden kostspielig aussortiert.

Reiht sich Wood als Nächster in diese unrühmliche Liste ein? Immerhin kassierte der HSV in dieser Spielzeit von Hannover eine Leihgebühr von rund 1,5 Millionen Euro. Der designierte Bundesliga-Absteiger übernahm außerdem sein Zweitligagehalt (1,6 Millionen Euro). Doch die in ihn gesteckten Erwartungen konnte Wood weder in Hannover noch in Hamburg erfüllen.

Van der Vaart wird Profi-Darter

Der langjährige HSV-Kapitän Rafael van der Vaart geht wieder auf Trefferjagd. Der Niederländer gibt am 4. und 5. Mai sein Debüt bei einem offiziellen Darts-Turnier. Van der Vaart nimmt an der Denmark Open in seinem Wohnort Esbjerg teil, einem Wettbewerb der British Darts Organization (BDO). Gemeinsam mit dem 36-Jährigen, der seine Karriere 2018 bei Esbjerg fB in Dänemark beendet hatte, tritt auch dessen Bruder Fernando an.

Van der Vaart hat schon seit langem sein Herz für Darts entdeckt. 2013 gewann er an der Seite der Darts-Legende Raymond van Barneveld ein Showturnier in Hamburg. Bei der Promi-Darts-WM wurde er gemeinsam mit Weltmeister Michael van Gerwen Zweiter.

Son imponiert van der Vaart

Apropos van der Vaart: Der freute sich naturgemäß als ehemaliger Tottenham-Profi über das gestrige Champions-League-Resultat aus Manchester. Besonders imponierte ihn der Auftritt seines früheren HSV-Mitspielers Heung-min Song, der zwei Tore zu Tottenhams schönster Niederlage der Vereinsgeschichte (3:4), die zum Einzug ins Halbfinale reichte, beisteuerte. Van der Vaart würdigte den Südkoreaner mit einem Tweet:

Hunt bei ruhiger Einheit dabei

Wird Aaron Hunt rechtzeitig fit für das kommende Heimspiel am Sonnabend gegen Erzgebirge Aue (13 Uhr/Sky und im Liveticker bei abendblatt.de)? Der für die Erfolge des HSV so wichtige Kapitän wirkte bei der rund 45-minütigen Einheit komplett mit. Wirklich Rückschlüsse über einen Einsatz am Wochenende lassen sich daraus aber nicht ziehen. Endgültige Gewissheit soll ein Härtetest beim Abschlusstraining am Freitag geben.

Mit dabei am Donnerstag war auch Bakery Jatta, der die Einheit am Vortag schon nach wenigen Minuten wegen gesundheitlicher Probleme abgebrochen hatte. Mit Tatsuya Ito fehlte diesmal lediglich ein Profi. Der Japaner absolvierte stattdessen eine individuelle Einheit im Kraftraum.

Happy birthday, Stefan Schnoor!

Der frühere HSV-Verteidiger Stefan Schnoor wird heute 48 Jahre alt. Das Abendblatt wünscht dem aktuellen Sportchef des VfB Lübeck alles Gute!