HSV-Einzelkritik

Mangala muss dringend schießen lernen – Schwimmass Santos

Pollersbeck hätte in der zweiten Hälfte auch ein Kölsch trinken können. Falsche Neun Özcan wirkte wie falscher Fuffziger.

Köln. Joker Manuel Wintzheimer hat dem HSV im Aufstiegskampf der Zweiten Liga einen ganz wichtigen Punkt im Top-Spiel gerettet. Vier Minuten nach seiner Einwechslung erzielte der vom FC Bayern München verpflichtete Stürmer beim verdienten 1:1 (0:1) des Tabellen-Zweiten am Montagabend beim Spitzenreiter 1. FC Köln (85.). Die Einzelkritik der Hamburger:

Pollersbeck: Am Gegentor schuldlos. Hätte in der zweiten Halbzeit gut und gerne ein Kölsch trinken gehen können.

Sakai (bis 81.): Hatte Schwerstarbeit gegen Flügelflitzer Kainz zu verrichten – und zog in den direkten Duellen leider meist den Kürzeren. Auch beim Gegentor nicht gedankenschnell genug.

Wintzheimer: (ab 81.) Bessere Argumente kann ein Stürmer nicht liefern.

Lacroix: Nutzte jeden Muskel seines 1,97-Meter-Körpers, verursachte dabei aber zu oft überflüssige Standardsituationen. Und beim Kopfballduell vor dem Gegentor hätte er Dirk-Nowitzki-mäßige 2,13 Meter groß sein müssen.

Van Drongelen: Solider Kämpfer.

Santos: Dürfte sich zumindest in der ersten Halbzeit wie der einzige Schwimmer in einem Wasserballteam gefühlt haben, bei dem ein Großteil des Kollegen noch das Seepferdchen machen musste.

Janjicic: Im ersten Durchgang schwach, in der zweiten Halbzeit tipptopp.

Narey: Soll noch nach Mitternacht im Vollsprint am Kölner Dom gesehen worden sein. Großer Einsatz.

Jung (bis 65.): Nach seinem defensiven Horrorauftritt gegen Magdeburg durfte sich der 24-Jährige gegen Köln nun erstmals im offensiven Mittelfeld austoben. Dort musste er stark Gelb-Rot-gefährdet nach gut einer Stunde Platz machen.

Vagnoman (ab 65.): Nach langer Verletzungspause endlich wieder da.

Mangala: Muss dringend schießen lernen, wenn aus dem guten ein sehr guter Mittelfeldmann werden soll.

Jatta: Der Beste. Offensiv, defensiv und wenn nötig, auch überall dazwischen.

Özcan: Die falsche Neun in Hamburgs Verlegenheitsoffensive wirkte eher wie ein falscher Fuffziger. Dieses Experiment muss man nicht unbedingt wiederholen.