HSV-News

Kinsombi soll Teil seiner Millionen-Ablöse selbst zahlen

David Kinsombi soll einen Teil der Ablösesumme beim Transfer von Holstein Kiel zum HSV selbst bezahlt haben.

David Kinsombi soll einen Teil der Ablösesumme beim Transfer von Holstein Kiel zum HSV selbst bezahlt haben.

Foto: Witters

Die nächste Geheimhaltung bei Arp und den Bayern? Naldo warnt Schalke mit HSV-Vergleich. Supporters chartern Sonderzug.

Die HSV-News am Mittwoch, den 10. April 2019:

  • Kinsombi zahlt Teil der Ablöse
  • Köln patzt vor HSV-Duell
  • Arp wohl schon im Sommer zu den Bayern
  • HSV verlängert Vertrag mit Coca-Cola
  • Naldo warnt Schalke vor HSV-Schicksal
  • HSV büßt bei Buchmachern ein
  • Supporters organisieren Sonderzug

Bericht: Kinsombi zahlt Teil der Ablöse selbst

Wollte da einer un-un-unbedingt zum HSV? David Kinsombi soll für seinen Wechsel von Holstein Kiel nach Hamburg in die eigene Tasche gegriffen haben. Nach einem Bericht des "Kicker" hat sich der 23-Jährige mit zehn Prozent an der Ablösesumme beteiligt. Sie soll bei drei Millionen Euro liegen. Für den Transfer zum HSV soll sich Kiels Kapitän Kinsombi bereits im Januar dank der Bemühungen von HSV-Trainer Hannes Wolf entschieden haben. Der Coach hatte Kinsombi zwei Tage nach dessen Operation wegen eines Schienbeinbruchs im Krankenhaus besucht und um ihn geworben.

Köln verspielt Führung vor HSV-Duell

Ja, will den wirklich keiner in die Bundesliga aufsteigen? Der souveräne Spitzenreiter 1. FC Köln hat beim Tabellenvorletzten Duisburg eine Zwei-Tore-Führung verspielt. Dabei sah es lange danach aus, als würde sich der "Effzeh" für das Spitzenspiel am kommenden Montag gegen den HSV (20.30 Uhr/Sky) warmschießen. Zwei Treffer in der Schlussphase durch die abstiegsgefährdeten Duisburger stoppten dann aber den Lauf der Domstädter, die zuvor sechs Spiele in Folge gewonnen hatten. Der Vorsprung auf Hamburg beträgt dennoch beachtliche sieben Punkte.

Duisburg führte durch Tore von Moritz Stoppelkamp (2.) und Lukas Fröde (29.) bei einem Gegentor von Jhon Cordoba (24.) zur Halbzeit mit 2:1. Danach drehten Louis Schaub (47.), erneut Cordoba (53.) und Simon Terodde (54.) mit drei Treffern in rund sieben Minuten das Spiel. Allerdings verhinderten erneut Stoppelkamp (71.) und Kevin Wolze (81.) mit einem traumhaften Freistoß den siebten Kölner Sieg in Serie.

Für den HSV bleibt die Erkenntnis, dass Köln ebenfalls verwundbar ist.

Arps Bayern-Wechsel im Sommer fix?

Die Anzeichen, dass Fiete Arp schon in diesem Sommer zum FC Bayern München wechselt, verdichten sich. Wie die "Sportbild" schreibt, sei die entsprechende Entscheidung bereits gefallen. Offiziell verkündet werden solle der Schritt demnach aber erst nach der Saison. Arp darf laut Vertragswerk selbst bestimmen, ob er im Sommer oder erst 2020 nach München wechselt.

Es wäre im Zuge des Deals für Arp nicht die erste Verpflichtung zur Verschwiegenheit. Schon nach der Vertragsunterzeichnung im Sommer 2018 hatten die Parteien vereinbart, den Wechsel erst später zu verkünden. Stattdessen kam er jedoch bereits im Februar ans Tageslicht. Aus diesem Anlass hatte HSV-Chef Bernd Hoffmann noch angekündigt, dass eine Entscheidung über den Zeitpunkt des Transfers nicht mehr während der laufenden Saison fallen werde.

Die Ablöse soll für Arp bei drei Millionen Euro liegen, könnte sich dem aktuellen Bericht zufolge aber sukzessive erhöhen. Laut "Sportbild" würde der HSV für Arp bis zu weitere zwei Millionen Euro kassieren, sollte es der Stürmer in seinen ersten vier Jahren bei den Bayern auf 100 Einsätze in der Bundesliga bringen. Nach dem 20. sowie dem 40. Spiel würden demnach bereits Teilzahlungen fällig.

U19-Nationalspieler Arp hat in dieser Saison erst 382 Zweitliga-Minuten bestritten und dabei kein Tor erzielt. "Fiete Arp hatte sicher andere Ziele für die laufende Saison", sagte Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic dem Blatt. "Allerdings ist es nicht ungewöhnlich, dass junge Spieler, auch die talentiertesten, sich nicht konstant entwickeln. Fiete wird die richtigen Schlüsse daraus ziehen, er wird noch härter daran arbeiten, die nächsten Entwicklungsschritte zu meistern." Ob Bayern Arp zunächst ausleihen wird, ist offen.

HSV-Investor Klaus-Michael Kühne hatte den Transfer zuletzt massiv kritisiert. "Ich halte es für eine krasse Fehlentscheidung, ein Talent schon wieder an den 'Bayern-Feind' zu verkaufen, der nichts Besseres tun kann, als anderen Bundesliga-Vereinen die besten Spieler und Talente zu Höchstpreisen abzunehmen", sagte der 81-Jährige der "Sportbild".

Laut Kühne führe die Transferstrategie der Bayern zu einer "vollkommenen Verzerrung des Wettbewerbs im deutschen Profifußball". Der HSV, sagte Kühne weiter, sei "wieder einmal zu kurz gesprungen".

Naldo warnt Schalke mit HSV-Vergleich

Schalkes Ex-Spieler Naldo sorgt sich sehr um seinen in arge Nöte geratenen ehemaligen Arbeitgeber – und zieht dafür einen HSV-Vergleich heran. "Der HSV-Absturz muss ein warnendes Beispiel für Schalke sein", sagte der 36 Jahre alte eingedeutschte Abwehrspieler der "Sportbild".

Schalke, seit drei Spielen von dem ehemaligen HSV-Trainer Huub Stevens betreut, hat in der ersten Liga sechs Spieltage vor Schluss nur noch fünf Punkte Abstand auf den Abstiegs-Relegationsplatz. Der HSv war in der vergangenen Runde als letztes Gründungsmitglied erstmals überhaupt aus der Bundesliga abgestiegen.

Zieht Köln heute uneinholbar davon?

Während beim HSV – auch am trainingsfreien Mittwoch – bereits auf das Immer-Noch-Spitzenspiel am kommenden Montag beim 1. FC Köln (20.30 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de) hingearbeitet wird, ist der nächste Gegner mit dem Kopf noch ganz woanders.

Was daran liegt, dass der FC heute Abend erst einmal noch beim MSV Duisburg ran muss. Sollte der Tabellenführer das Nachholspiel gewinnen, läge er schon satte neun Punkte vor dem HSV – der sich damit wohl voll und ganz auf den Kampf um Platz zwei konzentrieren könnte.

HSV büßt bei Buchmachern ein

Unabhängig vom Ausgang des Kölners Spiels in Duisburg geht der HSV am Montag erstmals überhaupt in dieser Zweitligasaison als Underdog ins Rennen – zumindest, wenn es nach den Buchmachern geht.

Hielten sich die Quoten vor dem Hinspiel (1:0-Sieg des HSV) bei den meisten Anbietern noch die Waage, scheint der Fall diesmal klarer zu liegen: Bei bwin etwa gibt es bei einem HSV-Sieg das 4.33-Fache des Einsatzes zurück. Zum Vergleich: Die Quote für einen FC-Sieg liegt dagegen bei nur 1.72 (Unentschieden: 3.90). Und ligaweit gibt es an diesem Spieltag überhaupt nur eine höhere Quote – auf einen Duisburger Sieg in Paderborn (5.50).

Der Trend spricht jedenfalls klar für die Kölner, die zuletzt sechs Siege in Serie feierten, drei davon sogar ohne Gegentor. Der HSV ist dagegen seit drei Partien sieglos (ein Unentschieden und zwei Niederlagen). Von ihren jüngsten sechs Auswärtspartien konnten die Hamburger nur eines gewinnen (zwei Unentschieden und drei Niederlagen).

HSV blamiert sich gegen Magdeburg:

HSV-Sonderzug nach Köln

Im Rhein-Energie-Stadion wird sich der HSV wieder auf die volle Unterstützung seiner Fans verlassen können. Das Spiel ist mit 50.000 Zuschauern längst ausverkauft, mehr als 5000 Anhänger werden den Gästen die Daumen drücken.

Auch auf der Schiene werden sich einige Fans auf die Reise in die Domstadt begeben. Erstmal seit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt am 33. Spieltag der vergangenen Erstligasaison haben die Supporters wieder einen Sonderzug organisiert.

Auch angesichts der Vorkommnisse bei den (nicht von den Supporters organisierten) Rückfahrten von den Spielen in Bielefeld und Heidenheim im Februar gibt es einen eindeutigen Appell an die Nutzer des Sonderzuges.

"In unserem Zug ist kein Platz für Gewalt, Rassismus oder Diskriminierung in jeglicher Form!", schreibt der Dachverband der HSV-Fans, der auf den Fahrpreis vorsorglich eine Kaution gegen Schäden im Zug aufgeschlagen hat.

Zuletzt hatten HSV-Anhänger nach dem Spiel in Heidenheim in einem ICE massiv gewütet. Unter anderem wurde ein Lautsprecher aus der Decke gerissen, Sitzpolster und eine Toilette wurden beschädigt und Fenster- sowie Türscheiben zerschlagen. Zuvor war nach dem Gastspiel in Bielefeld ein Metronom beschädigt worden.

HSV und Coca-Cola verlängern Partnerschaft

Seit der Saison 2013/2014 ist Coca-Cola offizieller Getränkelieferant des HSV – und wird dies nun auch mindestens bis Sommer 2022 bleiben. "Wir freuen uns sehr, unsere erfolgreiche Partnerschaft erneut zu verlängern", sagte Henning Bindzus, Direktor Business Relations & Marke beim HSV, laut Mitteilung.

Neben zahlreichen Präsenzen im Mannschaftsumfeld hat Coca-Cola weiterhin ein exklusives Ausschank- und Lieferrecht für die Public- und VIP-Bereiche im Volksparkstadion. Außerdem setzt das Unternehmen im Rahmen der Kooperation verschiedene "Money-Can’t-Buy"-Erlebnisse für HSV-Fans um, wie zum Beispiel außergewöhnliche "Meet & Greets" mit Spielern.

"Ich wünsche den Spielern, dem Trainer Hannes Wolf und seinen Anhängern eine erfolgreiche Saison", sagte Andreas Laub, Head of Customer Relations von Coca-Cola.