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HSV wünscht sich nach der Pokal-Auslosung Werder im Finale

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Wann der Ticketverkauf für die Gruppierungen startet. Wolf setzt gegen Magdeburg auf Papa und Holtby und hat eine Warnung.

Die HSV-News am Sonntag, den 7. April 2019:

  • HSV trifft im DFB-Pokal auf Leipzig
  • Wolfs besonderer Magdeburg-Moment
  • HSV-Coach fordert besseres Zweikampfverhalten
  • Papa und Holtby spielen, Janjicic droht Ausfall
  • HSV kann Riesensprung machen
  • Oenning will in Hamburg liefern
  • Guerrero trifft bei Comeback nach Dopingsperre

HSV trifft im DFB-Pokal auf Leipzig

Losfee Lena Goeßling hat dem HSV ein Heimspiel im Halbfinale des DFB-Pokals beschert: In der Runde der letzten Vier empfangen die Hamburger den ambitionierten Bundesligisten RB Leipzig (23./24. April). Den größten Wunsch sämtlicher HSV-Fans, ein Nordderby gegen Werder Bremen, verwehrte die Fußball-Nationalspielerin vom VfL Wolfsburg dagegen.

Sportvorstand Ralf Becker zeigte sich zufrieden mit dem Los. Er hatte sich im Vorfeld ein Heimspiel gewünscht. "Wir freuen uns über das Heimspiel für unsere Fans. Wir wären als einziger Zweitligist gegen jede der drei verbliebenen Mannschaften in der Außenseiter-Rolle gewesen und so ist es auch gegen Leipzig", sagte der Manager, der sich dennoch Chancen gegen den Top-Club ausrechnet. "Wir wollen uns vor unseren Fans bestmöglich verkaufen, Leipzig ärgern und am Ende nach Berlin (Finalort; Am. d. Red.) fahren."

HSV-Trainer Hannes Wolf freut sich bereits auf einen großen Fußballabend. „Das ist ein totales Highlight für uns alle. Da werden wir uns im richtigen Moment nochmal voll reinstürzen."

In der Bundesliga hat der HSV allerdings keine guten Erfahrungen mit Leipzig im Volkspark gemacht. In beiden Duellen vor heimischer Kulisse blieben die Hamburger beim 0:4 im Jahr 2016 sowie beim 0:2 ein Jahr später jeweils torlos. Auswärts lief es dagegen deutlich besser: Hier sammelten die Hanseaten mit einem 0:3 (2017) und einem 1:1 (2018) Achtungserfolge.

Clubmanager Bernd Wehmeyer ordnete die Paarung unmittelbar nach der Auslosung in der ARD-"Sportschau" ein. "Dass wir krasser Außenseiter sind, versteht sich von alleine. Aber es ist der Pokal, da ist alles möglich", sagte der 66-Jährige, der sich dann den Worten von Werder-Star Max Kruse anschloss. "Ich hoffe, der Wunsch von Max Kruse, ein Nordderby im Finale, geht in Erfüllung."

Um sich diesen Traum zu erfüllen, müssen beide Clubs schwere Aufgaben überstehen. Werder trifft im Halbfinale zu Hause auf den FC Bayern München. Auch in diesem Duell dürfte die Favoritenrolle klar sein.

Zieht der HSV gegen Leipzig ins Pokalfinale ein?

Ticketverkauf startet am Dienstag

Um Tickets für den Pokal-Kracher zu erwerben, genießen Dauerkarteninhaber wie gewohnt Vorkaufsrecht von Dienstag (9. April) bis Donnerstag (11. April). Am Freitag (12. April) beginnt der Verkauf für Mitglieder, ab dem übernächsten Dienstag (16. April) gehen die restlichen Karten in den freien Verkauf.

Wolf und sein besonderes Duell mit Magdeburg

Gegen Magdeburg begann alles für Hannes Wolf beim HSV. Nach der von Fan-Kritik begleiteten Beurlaubung von Ex-Trainer Christian Titz stand der 37-Jährige beim Hinspiel in der Hauptstadt Sachsen-Anhalts erstmals in der Verantwortung bei den Hamburgern. 1:0 siegte das Wolf-Team damals in Unterzahl dank des Siegtreffers von Khaled Narey. "Die Gedanken an das erste Treffen mit meiner neuen Mannschaft, die erste Fahrt zum ersten Spiel sind noch lebendig", sagte der HSV-Coach vor dem Beginn seiner persönlichen Rückrunde, die am Montag (20.30 Uhr) beginnt, wenn die Hanseaten erneut auf Magdeburg treffen.

Die Zeit für eine erste Bilanz sieht Wolf allerdings noch nicht gekommen. „Es ist kein Moment für ein Fazit. Wir können alle unsere Ziele erreichen, obwohl wir in der Rückrunde zu wenig Punkte geholt haben. Unsere Ausgangslage ist gut. Wir können in der Liga unter die ersten Zwei kommen, plus Pokal-Halbfinale, plus Derby-Sieg. Wenn mir das einer vorher gesagt hätte, hätte ich das sofort unterschrieben. Ich habe von vornherein gesagt, dass die Liga nicht leicht ist. Ab jetzt zählt es.“

Wolf fordert besseres Zweikampfverhalten

Auf dem Weg zurück in die Bundesliga hat der HSV noch schwere Auswärtsspiele in Köln, Berlin und Paderborn sowie vermeintliche leichtere Aufgaben im Volkspark gegen die Abstiegskandidaten Magdeburg, Aue, Ingolstadt und Duisburg vor der Brust. Allerdings tat sich der Club zuletzt schwer in Duellen gegen kleinere Vereine. Häufig schwächelte der HSV gerade dann, wenn er sich absetzen konnte. Auch an diesem Wochenende patzte Verfolger Union Berlin beim 0:0 in Dresden – ein schlechtes Omen für den HSV?

„Wir fordern die maximale Schärfe, Mentalität und Härte", sagt Wolf, was er von seiner Mannschaft gegen den Ostclub verlangt. "In der Schlussphase einer Saison sind das ganz wichtige Faktoren, die wir im Trainerteam auch vorleben. Du kannst Magdeburg nur schlagen, wenn du Zweikämpfe gewinnst. Dafür brauchst du Mentalität – und zwar konstant.“

Zwischen den Zeilen war durchaus zu erkennen, dass der HSV-Coach in den zurückliegenden Wochen nicht immer zufrieden mit der Einstellung seiner Mannschaft war. Allen voran beim jüngsten Heimspiel gegen Darmstadt, bei dem die Hamburger eine 2:0-Führung verschenken und als Verlierer vom Platz gingen. Gegen Magdeburg soll so etwas nicht passieren. Bei einem Sieg könnte sich der HSV ein Punktepolster von fünf Zählern auf den Relegationsplatz erspielen.

Papadopoulos bleibt in der Startelf

Wie die drei Punkte am Montag in Hamburg bleiben können, scheint Wolf also klar zu sein. Ein Spieler, der prädestiniert ist, die von Trainer geforderten Attribute auf dem Platz umzusetzen, ist Kyriakos Papadopoulos. Seinen ersten Saisoneinsatz in Paderborn (2:0) hat der Grieche gut überstanden. Sein Knie, das ihm wegen eines Knorpelschadens eine monatelange Zwangspause abverlangt hatte, hat die Spielzeit über 90 Minuten gut überstanden.

„Wir freuen uns riesig, dass er gesund ist", sagt Wolf, der eine Sonderrolle für seinen erfahrenen Innenverteidiger vorsieht. "In Paderborn war er ein stabilisierender Faktor. Man kann sich an seiner Mentalität aufrichten. Schauen wir mal, ob er morgen die Spieler wieder mitnimmt.“

Setzt der HSV erneut auf eine Dreierkette?

Im DFB-Pokal spielte Papadopoulos im Zentrum einer defensiven Dreierkette. Wolf wollte durch diese Maßnahme verhindern, dass der Grieche nach langer Pause zu laufintensiven Zweikämpfen auf die Außenbahn gedrängt werden kann. Er sprach sogar von den "beschützenden" Nebenleuten van Drongelen und Bates. Ein Modell, dass nun auch gegen Magdeburg greifen könnte, auch wenn sich der HSV-Coach noch nicht endgültig festlegen wollte: „Papa könnte auch in einer Viererkette spielen. Gegenseitig beschützen muss man sich eh. Wie wir es genau machen, entscheiden wir morgen.“

Wolf weiter: „Man kann Magdeburg mit beiden Systemen bespielen. Ganz viel hängt davon ab, ob die Mannschaft es gut macht und nicht so viel, ob hinten drei oder vier spielen.“

Holtby darf erneut von Beginn an ran

Beim Abschlusstraining deutete sich an, dass Wolf auf die Siegerelf von Paderborn setzt. Dadurch darf Lewis Holtby erneut von Beginn an ran. Obwohl dem Mittelfeldspieler mitgeteilt wurde, dass sein zum Saisonende auslaufender Vertrag nicht verlängert wird, lässt er sich nicht hängen. „Er ist sehr fokussiert. Er hat ein klares Versprechen abgegeben, mit uns bis zum letzten Tag voll mitzugehen", lobte Wolf den Routinier.

So dürfte der HSV spielen: Pollersbeck – Bates, Papadopoulos, van Drongelen – Sakai, Jung, Santos – Mangala, Holtby – Jatta, Lasogga.

Fällt Janjicic gegen Magdeburg aus?

Holtby-Konkurrent Vasilije Janjicic droht dagegen für das Montagsspiel auszufallen. Der Youngster hat seinen Infekt immer noch nicht komplett auskuriert und absolvierte am Sonntag nur eine individuelle Laufeinheit. Trainer Wolf hat eine mögliche Einwechslung des Schweizers aber noch nicht abgeschrieben. Über seine Kadernominierung will er am Montagmorgen entscheiden.

Wolf warnt vor Magdeburg

In der Rückrunde zeigt sich die Mannschaft von Michael Oenning deutlich formverbessert. Nach mehreren Wintertransfers holte der Aufsteiger 13 Punkte in zehn Spielen und darf wieder vom Klassenerhalt träumen. Im Hinspiel fiel der Traditionsverein noch durch eine passive Spielweise auf. Doch seitdem hat sich in Magdeburg viel verändert, weiß Wolf. "Sie verteidigen hoch und greifen früh an, spielen darüber hinaus sehr stabil. Mit ihrer aktiven, sehr körperlichen Spielweise machen sie es dem Gegner schwer. Da müssen wir physisch ganz stark dagegenhalten", fordert der HSV-Trainer.

Oenning will in Hamburg "liefern"

"Wir müssen liefern", meinte der frühere Hamburger und jetzige Magdeburg-Trainer Michael Oenning vor dem Duell am Montag. Im Abstiegskampf sind Duisburg und Ingolstadt bis auf zwei Punkte an den FCM, der auf Relegationsplatz 16 der Zweiten Liga steht, herangerückt. Oenning hofft derweil auf das Comeback von Top-Stürmer Christian Beck. "Ob er anfängt oder eingewechselt wird, weiß ich noch nicht, aber ich bin mir sicher, dass er im Kader sein wird", sagte Oenning, der auf die Unterstützung von 6000 mitgereisten Fans bauen kann.

Wolf reagiert auf Dudziak-Schmähplakat

Hannes Wolf hat mit einer humorvollen Anekdote aus dem Hamburger Straßenverkehr auf das Schmähplakat der Fans des FC St. Pauli über den zum HSV wechselnden Jeremy Dudziak reagiert. Die ganze Geschichte lesen Sie HIER.

Guerrero trifft bei Comeback nach Dopingsperre

Nach dem Wirrwarr um seine insgesamt 14-monatige Dopingsperre hat der frühere HSV-Profi Paolo Guerrero am Sonnabend ein erfolgreiches Comeback gefeiert. Der 35 Jahre alte Stürmer brauchte ganze 37 Minuten, um beim 2:0 (1:0) von Internacional Porto Alegre im Halbfinale der Bundeslandmeisterschaft von Rio Grande do Sul gegen SER Caxias do Sul wieder zu treffen.

Der Peruaner war im Oktober 2017 nach dem 0:0 im WM-Qualifikationsspiel gegen Argentinien durch die Dopingkontrolle gefallen und daraufhin von der Fifa für ein Jahr gesperrt worden. Im Dezember 2017 wurde die Sperre jedoch halbiert, ehe der Internationale Sportgerichtshof CAS im Mai 2018 ihn zu nun gar 14 Monaten Spielverbot verdonnerte.

Guerrero erwirkte immerhin vor einem Schweizer Bundesgericht seine Teilnahme bei der WM in Russland, wo er im finalen Gruppenspiel gegen Australien (2:0) sein letztes Tor vor der Zwangspause erzielte. Wenige Tage nach seiner Verpflichtung durch Internacional im August 2018 wurde die Aussetzung der Strafe jedoch wieder aufgehoben. Seit Freitag ist Guerrero wieder spielberechtigt, seit Sonnabend wieder torgefährlich.

Köln siegt zum sechsten Mal in Serie

HSV-Konkurrent 1. FC Köln scheint auf dem Weg zum sechsten Bundesliga-Aufstieg nicht zu stoppen. Der Mannschaft von Trainer Markus Anfang gelang mit dem 2:0 beim 1. FC Heidenheim der sechste Sieg nacheinander. Drexler und Cordoba trafen für den "Effzeh". Bei 57 Punkten hat Köln sechs Zähler Vorsprung auf den HSV und neun auf den Tabellendritten Union Berlin, der bei Dynamo Dresden nur 0:0 spielte.