HSV-News

Illegale Derbytickets: 88.000 Euro aufgerufen

HSV verliert Tabellenführung. Bittere Diagnose für Moritz. Lasogga kann nicht trainieren. Hunt & Co. üben auf "griechische Art".

HSV verliert Tabellenführung

Nach 124 an der Spitze hat der HSV die Tabellenführung verloren. Durch Kölns verdienten 1:0-Sieg am Abend im Nachholspiel bei Erzgebirge Aue eroberte der Hauptkonkurrent auf den Aufstieg Rang eins. Das Tor des Tages erzielte Marco Höger in der 35. Minute. In der Tabelle liegen die Rheinländer mit 45 Punkten nun einen Zähler vor dem HSV.

Illegale Derbytickets: 88.000 Euro aufgerufen

Das Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem HSV (10. März, 13.30 Uhr) im Millerntor­stadion ist seit Wochen ausverkauft. Auf Ticketplattformen im Internet werden aber nach wie vor eine mittlere zweistellige Zahl an Karten zu deutlich überhöhten Preisen angeboten. So werden auf dem umstrittenen Portal Viagogo Summen zwischen 352 und 88.075 Euro aufgerufen.

Der Kiezclub warnt eindringlich davor, Tickets über diese Kanäle zu verkaufen und zu erwerben. „Wie jedem Fan bekannt sein sollte, geht der FC St. Pauli mit Vertragsstrafen, Ticketstornierungen und Stadionverboten entschlossen gegen Ticketschwarzhändler vor“, vermeldete der Verein am Mittwoch auf seiner Internetseite. Gut anderthalb Wochen vor dem brisanten Zweitligaderby hat St. Pauli bereits zahlreiche Eintrittskarten gesperrt. Fans können noch Tickets über den offiziellen Zweitmarkt des Kiezclubs verkaufen und anbieten.

Für Leihgabe Moritz ist die Saison gelaufen

Für HSV-Leihgabe Christoph Moritz ist die Saison wohl beendet. Der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler kugelte sich beim Spiel seines Interimsvereins Darmstadt 98 gegen Dresden die Schulter aus und muss nun Anfang nächster Woche operiert werden.

Vor acht Jahren hatte sich Moritz bei Schalke schon einmal an der Schulter verletzt. Die Leihe in Darmstadt endet im Juni. Moritz' Vertrag in Hamburg läuft im Sommer 2020 aus. "Wir wünschen dir eine gute und schnelle Genesung, Chris", twitterte der HSV.

Die Darmstädter "Lilien" werden seit Sonntag von dem ehemaligen HSV-Profi Dimitrios Grammozis trainiert, den der ebenfalls frühere Hamburger und jetzige 98-Sportchef Carsten Wehlmann als Nachfolger von Dirk Schuster zu den Hessen gelotst hatte.

Lasogga erkältet, Quartett hört Papa-Mucke

Der Mannschaftstrainingsauftakt für die Vorbereitung auf das kommende Heimspiel am nächsten Montag gegen Greuther Fürth (20.30 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de) kam am Mittwoch für gleich fünf Profis noch zu früh.

Während Pierre-Michel Lasogga wegen einer Erkältung gleich ganz passen musste, konnten Kapitän Aaron Hunt, Gideon Jung, Kyriakos Papadopoulos und Jairo immerhin im Kraftraum trainieren. Angetrieben wurden sie dabei von griechischen Klängen aus der Musikbox.

Julian Green ist schon heiß auf den HSV

Auch in Franken rückt das Duell im Volksparkstadion zunehmend in den Fokus. Vor allem Julian Green ist bereits "on fire". Der US-Amerikaner ist der einzige Fürther mit HSV-Vergangenheit (fünf Bundesligaspiele und ein Regionalliga-Einsatz in der Saison 2014/15).

Bei der Rückkehr nach Hamburg wird der Stürmer erst zum zweiten Mal auf seinen ehemaligen Arbeitgeber treffen. Beim 0:0 im Hinspiel kam Green über die vollen 90 Minuten zum Einsatz.

Fürth-Sieg brächte Höchstgewinn in Bundesligen

Ein Erfolg im Volkspark wäre für Fürth (Platz 11 in der Auswärtstabelle) ein echter Coup. Das sehen auch die Buchmacher so – bei Anbieter bwin bringt ein Sieg der "Kleeblätter" mit 7.50 die höchste Quote des kommenden Spieltags in Liga eins und zwei.

Allerdings hat der HSV von den jüngsten Ligaspielen nur eines gewonnen (ein Unentschieden und zwei Niederlagen). Die Fürther blieben zuletzt drei Mal ungeschlagen und zwei Mal ohne Gegentor.

Die SpVgg hat noch nie ein Pflichtspiel beim HSV gewonnen (drei Unentschieden und eine Niederlage). In bester Erinnerung ist noch das erste Aufeinandertreffen überhaupt: Am 15. Mai 2014 gab es im Relegationshinspiel im Volkspark ein 0:0.

Muss sich Arp bald gegen Werner durchsetzen?

Mittelprächtige Nachrichten für Fiete Arp: Wie die "Sportbild" berichtet, soll Timo Werner von RB Leipzig ebenfalls zu den Bayern wechseln. Demnach habe sich der Nationalstürmer über Berater Karlheinz Förster bereits auf einen Vertrag mit dem Rekordmeister geeinigt.

Spätestens 2020 solle Werner nach München gehen. Das ist auch der späteste Zeitpunkt für Arps Abschied aus Hamburg. Beim HSV steht das Talent noch bis zum 30. Juni 2020 unter Vertrag.

Vor knapp zwei Wochen wurde der Deal bestätigt, nach dem Arp selbst entscheiden kann, ob er bereits im kommenden Sommer oder erst 2020 nach München wechselt. Die Ablösesumme soll bei 2,5 Millionen Euro liegen.

Arps Einsatz- und Entwicklungschancen dürften ein Wechsel des weitaus erfahreneren Werner allerdings erheblich schmälern. Ein Leihgeschäft könnte damit wieder wahrscheinlicher werden.

Zuletzt hatte HSV-Investor Klaus-Michael Kühne den Arp-Transfer scharf kritisiert. "Ich halte es für eine krasse Fehlentscheidung, ein Talent schon wieder an den 'Bayern-Feind' zu verkaufen, der nichts Besseres tun kann, als anderen Bundesliga-Vereinen die besten Spieler und Talente zu Höchstpreisen abzunehmen", sagte der 81 Jahre alte Unternehmer der "Sport Bild".

"Timo ist logischerweise ein interessanter Spieler. Da ist klar, dass sich einige Vereine für ihn interessieren“, sagte Förster der Deutschen Presse-Agentur zu dem Bericht über Werner und ergänzte: "Derzeit gibt es sehr viele Spekulationen, an denen ich mich aber nicht beteilige."

Werners Vertrag in Leipzig läuft noch bis zum 30. Juni 2020. RB-Sportdirektor Ralf Rangnick hat dem 22-Jährigen einen neuen längerfristigen Vertrag vorgelegt, bei dem die Sachsen an ihre finanzielle Schmerzgrenzen gegangen seien.

Sollte Werner bis zum Sommer nicht unterschreiben, werde er verkauft, wie Rangnick betonte. Nach Informationen von "RBlive" muss sich Werner bis spätestens zum 30. Juni entschieden haben. Ein Angebot der Bayern liege bei RB aber noch nicht vor.

NDR sucht Fans für Stadtderby-Reportage

In der Hinrunde hatte das Fußballportal copa90.com das Stadtderby gegen St. Pauli in einer aufwendigen Dokumentation nachbereitet. Zum Rückspiel am Millerntor (10. März) plant nun der NDR eine große TV-Reportage. Für die "Sportclub Story" sucht der Sender daher noch bis zum kommenden Montag freiwillige Fans, die sich im Rahmen des Derbys von einem Kamerateam begleiten lassen wollen. Arbeitstitel: "Rivalen an der Reeperbahn – Das Stadtderby St. Pauli gegen den HSV". Weitere Infos gibt es hier.

Doku zum Stadtderby HSV gegen St. Pauli

Köln verzichtet für HSV-Jagd auf Karneval

Mit einem Sieg im Nachholspiel bei Erzgebirge Aue könnte der 1. FC Köln dem HSV am Abend nach (ausgerechnet) elf Spieltagen wieder die Tabellenführung abjagen.

Und für dieses jecke Vorhaben bricht der FC sogar mit einer liebgewonnenen Tradition. Erstmals überhaupt fehlte die Mannschaft am Dienstag bei der vereinseigenen Karnevalssitzung.

"Wir haben gesagt, wir machen Arbeitsteilung: Wir feiern hier Fastelovend und die erste Mannschaft schießt uns morgen an die Tabellenspitze der zweiten Liga", kündigte Kölns als "Kiss"-Musiker verkleideter Vize-Präsident Markus Ritterbach unter großem Jubel an.

Den letzten Führungswechsel gab es übrigens am 12. Spieltag – nach dem Duell HSV gegen den 1. FC Köln, als die Rothosen die Rheinländer durch einen 1:0-Sieg (Torschütze: Pierre-Michel Lasogga) vom Thron stießen.