HSV-Einzelkritik

Orel Mangala war eigentlich der beste Hamburger

Lasogga sucht nach einem Maulwurf, der verhinderte Held Bates verliert den Durchblick. Die Bewertung nach dem 1:2 in Regensburg.

Regensburg. Der HSV hat bei Jahn Regensburg mit 1:2 (1:0) verloren und es damit verpasst, die Tabellenführung in der zweiten Fußball-BUndesliga auszubauen. Hier ist die Einzelkritik der HSV-Profis:

Julian Pollersbeck: War lange Zeit mehr mit Warmhalteübungen beschäftigt als mit dem Spiel. Und musste sich dann doch zweimal geschlagen geben.

Gotoku Sakai: Trainer Wolf hatte vor Chaos und Unruhe gewarnt. Dafür sorgte vor allem am Anfang nur der Japaner.

David Bates: Die Geschichte vom Helden des Spiels war eigentlich schon im Druck. Doch dann verlor auch der Schotte den Durchblick.

Rick van Drongelen: Spielte stabil. Und fälschte dann schon zum zweiten Mal in Folge einen Ball ins eigene Tor ab. Unglücklicher geht es kaum.

Douglas Santos: Der Samba-Kicker beschränkte sich auf deutsche Hausmannskost. Am Ende ging dieses Rezept nicht auf.

Orel Mangala: Zwei unglückliche gelbe Karten sollten das Spiel entscheiden. Bitter für den Belgier, der bis dahin der beste Hamburger war.

Bakery Jatta (bis 73.): Im Volkspark oft nur durch Fouls zu stoppen. In Regensburg fiel er nur durch eigene Fouls auf.

Léo Lacroix (ab 73.): Kam, sah und verlor.

Lewis Holtby (bis 82.): Der Hobby-Rapper traf in Regensburg den falschen Ton und häufig die falsche Entscheidung.

Fiete Arp (bis 82.): Ein Ballkontakt. Und ein Tag zum Vergessen.

Berkay Özcan (bis 71.): Das Gebolze in der Continental Arena war nichts für den Techniker. Zu keiner Zeit ein Faktor.

Vasilije Janjicic (ab 71.): Zunächst kam seine Einwechslung zu spät – und am Ende er selbst. Wird dem HSV jetzt rotgesperrt voraussichtlich zwei Spiele fehlen.

Hee-chan Hwang: Ein Assist, eine Fast-Vorlage und viele versuchte Aktionen standen auf seinem Plus-Zettel. Der Zettel mit nicht zu Ende gebrachten Aktionen war allerdings deutlich gefüllter.

Pierre-Michel Lasogga: Sucht wahrscheinlich immer noch einen Maulwurf, der vor seinem Fehlschuss aufs leere Tor einen kleinen Hügel gegraben hat. Die Suche wird erfolglos enden – und der Fehlschuss den Stürmer noch lange beschäftigen.