HSV-Einzelkritik

Jung stößt an seine Grenzen, Mangala bräuchte eine Pause

Beim 2:2-Unentschieden in Heidenheim waren nicht alle HSV-Profis auf der Höhe ihres Könnens. Unser Spielerzeugnis.

Heidenheim. Einen Punkt gewonnen oder zwei verloren? Angesichts der vielen Ausfälle könnte der HSV mit dem 2:2-Unentschieden beim 1. FC Heidenheim eigentlich zufrieden sein. Doch es waren eher die verbliebenen Stammspieler, die unter ihren Möglichkeiten blieben. Die EInzelkritik.

Pollersbeck: Bei den Gegentoren ohne Chance. Bei seinen Aktionen mit dem Fuß merkte man aber schon, dass er gesundheitlich nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war.

Jung (bis 67.): Der vielseitige Defensivspieler machte erneut deutlich, dass seine Vielseitigkeit auf der Position des Rechtsverteidigers an ihre Grenzen stößt. Sakai wird seinen Stammplatz rechts hinten behalten.

Arp (ab 67.): Vier Minuten nach seiner Einwechslung fiel der Ausgleich. Ein kausaler Zusammenhang zwischen diesen Fakten besteht aber nicht.

Bates: Machte die Schotten dicht. Das ist nicht immer schön, aber (fast) immer effektiv.

Van Drongelen: Erlaubte sich zur Abwechslung mal ein schwächeres Spiel. Angesichts seiner Stabilität wird ihm sein Trainer diesen Ausschlag verzeihen.

Narey: Machte auf der ungewohnten Position des Linksverteidigers sein bestes Spiel der Rückrunde. Der Allrounder könnte vermutlich auch im Tor spielen, wenn es sein müsste.

Mangala: In der Hinrunde noch der Fehlerlose, schlich sich zuletzt immer häufiger der Fehlerteufel ein. Eine Pause würde ihm vielleicht mal ganz gut tun.

Hwang (bis 74.): Startete bei seinem Blitzcomeback wie ein blonder Blitz. Baute in der zweiten Halbzeit zunehmend ab und dürfte froh gewesen sein, dass er nur ein paar Minuten als Rechtsverteidiger aushelfen musste.

Lacroix (ab 74.): Zeigte sofort, dass es eine gute Wahl war, ihn in der Winterpause nicht wegzugeben.

Holtby: In der Rolle des Kapitäns fühlt er sich offenbar ziemlich wohl. Bestätigte seine gute Form mit einem guten Spiel und zwei Torvorlagen.

Özcan: Laut eigener Aussage mittlerweile bei 90 Prozent. Die HSV-Fans dürfen sich auf die restlichen zehn Prozent freuen. Zeigte bei seinem Tor zum 1:1 seine ganze technische Klasse.

Jatta (bis 45.): Spielte nicht so sauber wie in den vergangenen Wochen und traf im Ballbesitz mehrfach die falschen Entscheidungen.

Janjicic (ab 46.): Übernahm die Position auf der Sechs von Mangala und machte vom ersten bis zum letzten Ballkontakt alles richtig.

Lasogga: Sein zehnter Streich war erneut ein extrem wichtiger. Jagt nun seinen persönlichen Torrekord von 13 Saisontoren. Überzeugte an diesem Tag aber vor allem auch als Kopfballprellbock bei gegnerischen Standards.