HSV

Markus Frömming soll für Kühne in den Aufsichtsrat

Der geschäftsführende Gesellschafter der Hamburger Agentur Brands Alive soll dem Beirat als Kandidat vorgestellt worden sein.

Hamburg. Vier Wochen nachdem Marcell Jansen auf der Mitgliederversammlung zum HSV-Präsidenten und ein neuer Beirat gewählt worden ist, kommt nun Fahrt in das bislang nur langsam anlaufende Personalkarussell des Aufsichtsrats. So hat das Abendblatt erfahren, dass am Freitagabend Markus Frömming, der geschäftsführende Gesellschafter der Hamburger Agentur Brands Alive, dem derzeit nur dreiköpfigen Beirat als Aufsichtsratskandidat vorgestellt worden sein soll.

Frömming war zuletzt zusammen mit Karl Gernandt und Klaus-Michael Kühne als Interessenvertreter Kühnes bei der letzten Hauptversammlung des HSV. Der langjährige HSV-Anhänger war trotz mehrfacher Bitte um einen Rückruf für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Seine Vorstellung im Beirat überrascht gleich doppelt: Zum einen, weil sich der Beirat noch gar nicht konstituiert hat – und eigentlich erst in der kommenden Woche zwei weitere Mitglieder kooptieren wollte. Weil aber laut Satzung das Beiratstrio (Mike Schwerdtfeger, Patrick Ehlers und Kai Esselsgroth) beschlussfähig sei, soll am Freitag Frömming eingeladen worden sein.

Besetzung des neuen Aufsichtsrats wird mit Spannung verfolgt

Zur Erinnerung: Bevor eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen wird, auf der ein neuer Aufsichtsrat gewählt wird, muss der Beirat zustimmen. Zum anderen überraschen die Frömming-Pläne, weil dem Vernehmen nach der bisherige Interimskontrolleur Thomas Schulz neben Präsident Jansen fest im Aufsichtsrat bleiben will. Allerdings schließt das eine offenbar das andere nicht mehr aus: Denn seit dem 1. Januar 2016 muss ein AG-Aufsichtsrat nicht mehr durch drei teilbar sein, sieben Mitglieder wären demnach möglich.

Die Besetzung des neuen Aufsichtsrats wird auch deswegen mit Spannung verfolgt, weil Investor Kühne, der derzeit mit den HSV-Verantwortlichen um eine Lösung im drohenden Rechtsstreit über die Rückzahlung mehrerer Millionen ringt, auf der letzten Hauptversammlung den Wunsch geäußert hat, künftig auf einen eigenen Kontrolleur im Rat zählen zu können.